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Frauenreferentinnen setzen bei Jahreskonferenz in Rust starkes Zeichen

15.09.2017
LHStv.in Prettner: Frauenreferentinnen fordern 32-Stunden-Familienarbeitszeit und verpflichtende Ausbildung in Gender Medizin für Gesundheitsberufe


Klagenfurt (LPD). 16 Beschlussempfehlungen an die Bundesregierung haben die Landesfrauenreferentinnen bei ihrer Jahreskonferenz in Rust verabschiedet. Zentrale Forderung: Maßnahmen zur Vereinbarkeit Beruf und Familie. "Wenn wir diese Frage endlich österreichweit qualitativ hochwertig hinbekommen, lösen wir damit viele Probleme", betonte Frauenministerin Pamela Rendi-Wagner bei ihrer "Premiere" bei der Frauenreferentinnen-Konferenz. Einstimmig beschlossen wurde diesbezüglich die Forderung nach neuen Normalarbeitszeiten, die einen besseren Ausgleich zwischen bezahlter und unbezahlter Arbeit sowie Freizeit für alle bringen. Ebenso soll eine Sensibilisierungs- und Informationskampagne zum Thema gerechte Aufteilung von bezahlter und unbezahlter Arbeit österreichweit umgesetzt werden. Entsprechende Projekte sollen bereits im Bereich der Elementarpädagogik starten. Einstimmig wurde zudem die Forderung verabschiedet, für junge Eltern für einige Jahre eine Familienarbeitszeit von 32 Stunden zu unterstützen.

Einhellig angenommen wurde auch der Antrag von Kärnten und Niederösterreich nach gesetzlich verankerter Ausbildung aller gesundheitsrelevanten Berufsgruppen im Bereich der Gender Medizin. "Viele Krankheiten verlaufen bei Frauen und Männern anders, auch Medikamente wirken unterschiedlich", erklärte LHStv.in Beate Prettner. Sämtliche medizinischen Lehrbücher würden fast ausschließlich männliche Symptome und Krankheitsverläufe darstellen. "Gender Medizin ist noch eine sehr junge Wissenschaft, obgleich es feststeht, wie unterschiedlich Krankheiten bei Männern und Frauen verlaufen. Umso wichtiger ist es, Gender Medizin so schnell wie möglich in der Praxis umzusetzen", betonte Prettner.



Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Leifert/Böhm
Fotohinweis: Büro LHStv.in Prettner