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Volksschule Nötsch wiedereröffnet

22.09.2017
LH Kaiser: Investition in die Zukunft des Landes Kärnten und der Kinder
Klagenfurt (LPD). In der Gemeinde Nötsch gab es in der Vergangenheit zwei Volksschulen. Eine direkt in Nötsch und eine im Ort St. Georgen. Da budgetär die Sanierung und Erneuerung nur eines Standorts möglich war, erfolgte am 9. Mai 2017 der offizielle Spatenstich zum Projekt Neu- und Umbau der Volksschule Nötsch. Heute, Freitag, fand die stimmungsvolle Feier der Wiedereröffnung mit Landeshauptmann Bildungsreferent Peter Kaiser statt.

"Heute ist ein toller Tag für Nötsch und Kärnten", sagte der Landeshauptmann in seiner Eröffnungsrede. Er gratulierte der Volksschule Nötsch zu ihren vielen Schwerpunkten, welche die Kinder zukunftsfit machen sollen. Hervorgehoben hat er dabei den Sprachenschwerpunkt, das große Engagement im Sport und die gute Zusammenarbeit mit dem Naturpark Dobratsch. Als Einstandsgeschenk brachte der Bildungsreferent eine Bücherbox für die Schulbibliothek mit.

"Die Optimierung eines Schulstandortes ist im Sinne des Bildungsreferenten und Landeshauptmannes - ich gratuliere zu diesem großartigen Projekt", so Landtagspräsident Reinhart Rohr. Die Jugend sei die Zukunft und die Gegenwart, deswegen seien solche Investitionen besonders wichtig", meinte NAbg. Matthias Köchl (in Vertretung für Landesrat Rolf Holub). Der Afritzer Bürgermeister Maximilian Linder (in Vertretung für Landesrat Gernot Darmann) betonte, dass es in jeder Kärntner Gemeinde eine Schule geben soll. "Wir brauchen Architekten und Planer, aber auch gut ausgebildete Handwerker", sagte der Bürgermeister von Moosburg LAbg. Herbert Gaggl (in Vertretung für Landesrat Christian Benger).

"Wir haben im Einklang mit den Eltern entschieden, den Schulstandort Nötsch zu sanieren und an die heutigen Anforderungen einer modernen Schule anzupassen. Dabei wollten wir ein besseres Lernumfeld für die Schüler schaffen und Barrierefreiheit gewährleisten, aber auch ein neues verkehrsfreies Pausenhofkonzept zur Umsetzung bringen", erklärte Bürgermeister Alfred Altersberger. "Die Freude über dieses wunderschön erneuerte Schulgebäude mit seinen hellen, lichtdurchfluteten Räumen steht im Mittelpunkt bei Kindern, Eltern und Lehrer", meinte Direktor Daniel Wohinz.

"Zuerst wurde über einen Dachgeschoßausbau als Erweiterung nachgedacht. Diese Lösung stellte sich aber als zu kostenintensiv und statisch zu aufwendig heraus", erklärte Architekt Herwig Ronacher. Die neuen Werkräume und die Nachmittagsbetreuung hätten nun in der Kelleretage ihren Platz gefunden. Durch die Kostenersparnis sei auch eine Sanierung des Turnsaals möglich geworden. Im Übergangsbereich zwischen Schule und dem Turnsaal, im alten Garderobenbereich, sei der neue zweistöckige Eingangsbereich inklusive barrierefreiem Liftsystem, sowie Lehrer- und Konferenzzimmer umgesetzt worden. Mit der Parkplatzverlegung an die Südostseite sei der verkehrsfreie Pausenhof verwirklicht worden. Bauleiter Michael Tschinderle meinte, dass dieses moderne und zeitgemäße Schulgebäude in sehr kurzer Bauzeit entstehen konnte, da alle an einem Strang gezogen hätten.

Unter den zahlreichen Anwesenden waren Heinz Pansi, Bezirkshauptmann von Hermagor, Bezirksschulinspektorin Gabriele Patterer, Pflichtschulinspektor a. D. Manfred Wurmitzer, Altbürgermeister Franz Staudacher sowie viele Bürgermeister und Schuldirektoren aus Nachbargemeinden. Die Segnung übernahmen die evangelische Pfarrerin Renate Sauer sowie die katholischen Pfarrer Christian Moritz und Antony Valiaparambil. Für die stimmungsvolle Umrahmung der Feier sorgten die Kindergartenkinder sowie die Schülerinnen und Schüler der Volksschule.

Unter der Leitung von Direktor Daniel Wohinz besuchen 44 Schülerinnen und 42 Schüler die VS Nötsch. Insgesamt 29 Kinder sind zum zweisprachigen Unterricht angemeldet. Es gibt sieben Klassen und zwölf Lehrpersonen. Die einzelnen Schulklassen wurden nach den Künstlern des Nötscher Kreises benannt. So wird es Kolig-, Isepp-, Wiegle- und Mahringerklassen geben. Dadurch soll auch die bildnerische Verbindung zum Ort Nötsch mit seiner Kunstgeschichte bereits in der Volksschule hergestellt werden. Die Kosten für die Generalsanierung belaufen sich auf 1,5 Millionen Euro, davon werden 75 Prozent vom Schulbaufond und 25 Prozent von der Gemeinde getragen.

Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Ulli Sternig
22. September 2017
Nr. 1062, 4.407 Zeichen
Foto: LPD/Oskar Höher