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Land Kärnten ehrte langjährige Dienstnehmerinnen und Dienstnehmer

25.09.2017
Mit BK Christian Kern erstmals ein Bundeskanzler bei Feier - LH Kaiser und LR Holub dankten für Engagement - Landesdienst genießt hohe Wertschätzung bei Kärntner Bevölkerung


Klagenfurt (LPD). Für ihr Engagement und ihren Einsatz im Dienst des Landes wurden heute, Montag, 178 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Klagenfurter Konzerthaus im Rahmen der traditonellen Dienstjubiläumsfeier geehrt. Dabei handelt es sich um Kolleginnen und Kollegen, die im Vorjahr seit 25 bzw. 40 Jahren im Landesdienst tätig sind oder waren. 29 Personen sind bereits 40 Jahre lang im Dienst des Landes tätig, 149 sind seit 25 Jahren beim Land beschäftigt.

Die heutige Ehrung erlebte mit der Anwesenheit von Bundeskanzler Christian Kern eine besondere Auszeichnung. Personalreferent Landeshauptmann Peter Kaiser, Landesrat Rolf Holub, Landesamtsdirektor Dieter Platzer, sein Stellvertreter Markus Matschek und Zentralpersonalvertreter Gernot Nischelwitzer fanden sich ebenfalls ein, um den Landesbediensteten zu gratulieren und zu danken. Alle drückten ihre Wertschätzung gegenüber dem Landesdienst und den Dienstjubilaren aus.

Bundeskanzler Christian Kern wies auf die jüngere Vergangenheit Kärntens hin, als die Steuerzahler und Beamten den Übermut von Politikern auszulöffeln hatten. Er nannte Kreisky als großes Vorbild, weil es dadurch auch ihm ermöglicht wurde, studieren zu können. Allerdings meinte er, dass Kärnten zum Urlaubmachen "nicht zu teuer ist", in diesem Punkt müsse er Kreiskys gegenteiliger Aussage widersprechen. In Österreich sei eine Trendwende geschafft worden, so gebe es eine sinkende Arbeitslosigkeit und damit mehr Wachstum, Arbeitsplätze und Einkommen, sagte Kern. Es sei gelungen, 80.000 zusätzliche Arbeitsplätze zu erreichen, was das Ergebnis einer konsequenten Politik sei. Er wies auf die Bedeutung der Abschaffung des Pflegeregresses hin und forderte wiederum eine Erbschaftssteuer für Millionäre. Auch das gute Pensionssystem müsse ohne Kürzungen für die Pensionisten erhalten werden. Er stehe gegen Kürzungsprogramme im Gemeinwesen. "Der öffentliche Dienst macht Österreich stark, das Miteinander muss im Mittelpunkt stehen", so der Bundeskanzler.


Der Landeshauptmann ersuchte die Landesbediensteten, weiterhin so engagiert zu bleiben. "Wir müssen stark werden, ohne jemals unsere Zärtlichkeit zu verlieren", brachte Kaiser ein Zitat von Che Guevara, um damit die soziale Komponente zu betonen, die nicht zu kurz kommen dürfe. Die Gestaltung Kärntens erfolge wesentlich durch die Verwaltung, erinnerte Kaiser an extrem schwierige budgetäre Situationen der vergangenen Jahre.

Stolz sei er heute auch darauf, dass Kärnten an zweiter Stelle jener Bundesländer stehe, die dem Behinderteneinstellungsgesetz zufolge beeinträchtigte Menschen beschäftigen. Künftig müsse noch die Besoldungsreform angegangen werden, diese, verbunden mit zusätzlichen Karrieremöglichkeiten, sei ein Gebot der Stunde, sagte Kaiser und appellierte schließlich: "Bleiben Sie unserer Verwaltung und den Menschen im Lande gewogen".

Auch Landesrat Rolf Holub und Landesamtsdirektor Dieter Platzer hoben den hohen Stellenwert einer funktionierenden Verwaltung hervor und gratulierten den Dienstjubilaren. Platzer dankte auch dafür, dass heute eine Gebärdendolmetscherin eingesetzt wurde.

"Erstmalig in der Geschichte der 2. Republik nimmt an einer Dienstjubiläumsfeier der Bundeskanzler teil. Das ist für alle Kolleginnen und Kollegen eine besondere Ehre und Auszeichnung", sagte Nischelwitzer. Die Dienstjubilare hätten bewiesen, dass der Landesdienst in vielen Lebensbereichen der Kärntner Bevölkerung einen unschätzbaren Wert habe. Der Landesdienst bzw. die Bediensteten hätten "unabhängig von den Krisen im Land über Jahrzehnte hinweg der Kärntner Bevölkerung das Gefühl gegeben, dass Rechtssicherheit - egal ob für einen Milliardär oder für einen Mindestrentner, egal ob für einen Bewohner des oberen Mölltales oder für einen Einwohner des Zentralraums - für jede Bürgerin bzw. jeden Bürger unseres Landes besteht".

"Als Personalvertretung sind wir stolz auf Euch!", betonte der ZPV-Obmann und plädierte dafür, auch den jüngeren Kolleginnen und Kollegen eine Perspektive in der persönlichen Entwicklung zu bieten. Eine gute Verwaltung benötige hoch motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dies könne nur gesichert werden, wenn auch die Rahmenbedingungen so etwas ermöglichen. Die Besoldung müsse im Sinn der Rechtssicherheit zukunftsfit gemacht werden. Er dankte dem Dienstgeber und dem Landeshauptmann für das hohe Maß an Wertschätzung, dass es seit 2013 gebe. Die Feierstunde wurde musikalisch von Schülerinnen der Musikschule Klagenfurt umrahmt.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Brunner
Fotos: LPD/fritzpress