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Regierungssitzung 6 - Kultur hat ihren Stellenwert zurück

26.09.2017
LR Benger: Kulturbericht 2016 : Kärntens kulturelle Vielfalt ist erlebbar - Budgettiefpunkt erreicht, keine weiteren Kürzungen mehr möglich


Klagenfurt (LPD). Der jährliche Kulturbericht ist nicht nur eine Auflistung von Zahlen und Fakten,sondern ist eine Leistungsschau und ein Beweis für die Vielfalt des künstlerischen Angebotes unseres Landes. "Alle, die mich kennen, wissen: mein Herz schlägt vom Brauchtum bis hin zur freien Szene", sagte heute LR Christian Benger nach der Regierungssitzung, in der der Kulturbericht behandelt und an den Landtag weitergeleitet wurde.

Benger bestätigt, dass Kärnten eine Szene habe, die wieder Luft zum Atmen hat, denn Kärntens Kunst und Kultur seien leidgeprüft. "Nach Jahren der Ignoranz und Willkür - Brauchtum wurde instrumentalisiert, freie Kultur ignoriert - folgte ein mühsames und zugleich spannendes Sich-wieder-finden, das schließlich im Diktat der leeren Kassen mündete - so kurz umrissen die letzten 4 Jahre", erinnerte Benger.
Aber Not macht erfinderisch. "Das haben wir auf Landesseite bewiesen, das haben aber all unsere Kunst- und Kulturschaffenden deutlich gezeigt.

"Wir haben Einschnitte in die künstlerische Vielfalt verhindert, indem wir klare, transparente Regeln statt Willkür, eindeutige Richtlinien für die Planbarkeit und Schwerpunktsetzungen in allen Bereichen, im Brauchtum, in der Literatur, in der freien Szene und vielem mehr gesetzt haben", erläuterte Benger.

Das Budget habe laut Benger 2015 und 2016 einen Tiefpunkt erreicht. Es konnten durch strukturelle Maßnahmen bei großen Kulturinstitutionen wie dem Stadttheater oder dem Landesmuseum die Förderungen annähernd gleich gehalten werden. Das Stadttheater selbst gilt als Vorzeigebetrieb: Trotz Einhalten eines Sparkurses konnte die Qualität gesteigert und gleichzeitig Investitionen getätigt werden.
Durch die Schwerpunktsetzungen und die Konzentration darauf, dass die Gelder bei den Kulturschaffenden ankommen und nicht in Druckwerken versickern, blieb die Förderung für Festivals aufrecht, wurden Ankäufe im Bereich der Literatur und der Bildenden Kunst getätigt, die Verlage gefördert, eine Qualitätsoffensive für Kärntner Museen gestartet und auf Wunsch des Kulturgremiums Stipendien für Architektur und Film eingeführt.

Fazit für Benger: "2016 hatten wir trotz schwieriger Rahmenbedingungen eine zufriedenstellende Entwicklung. Trotzdem müssen in Zukunft auch andere Bereiche ihren Budget-Beitrag leisten. Kunst und Kultur sind die Voraussetzung für die Entwicklung eines Landes, einer Gesellschaft!", so Benger. Zu den Herausforderungen in Zukunft zählen die Generalsanierung des Rudolfinums, das neue Depot, die Landesausstellung im Jahr 2020, die anlässlich des 100jährigen Jubiläums der Kärntner Volksabstimmung in Unterkärnten stattfinden wird.
Das Gesamtbudget für das Jahr 2016 von rund 24,0 Mio. Euro hat sich auf die drei Unterabteilungen wie folgt aufgeteilt:

-\tUA Kunst und Kultur inkl. CMA rund 22,3 Mio. Euro (-2,88 %, Vergleichszeitraum 2015-2016),

-\tUA Volkskultur und Brauchtumswesen rund 1,2 Mio. Euro (-6,79 %, Vergleichszeitraum 2015-2016)

-\tUA Koordination Musikschulen und Konservatorium rund 0,5 Mio. Euro (+1,7 %, Vergleichszeitraum 2015-2016).


Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: Robitsch/Brunner