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Guggenberg-Holzabtransport: Gemeinsame Lösung zur Unterstützung der betroffenen Waldbauern gefunden

26.09.2017
Landesregierung erfreut über rasche Hilfe für Waldbauern


Klagenfurt (LPD). Für den raschestmöglichen Abtransport des Schadholzes vom Guggenberg bei Hermagor infolge gewaltiger Sturmschäden wurde eine gemeinschaftliche Lösung gefunden. Landeshauptmann Peter Kaiser teilte dies heute im Anschluss an die Regierungssitzung erfreut mit. Dies zeige, dass "das Interesse Kärntens und die Lösung des Problems im Vordergrund standen", so Kaiser. Allen dafür Verantwortlichen gelte sein Dank, erwähnte Kaiser die Mitarbeiter vom Straßenbau ebenso wie die Bezirkshauptmannschaft, Weggenossenschaft und Grundeigentümer.

Der gemeinschaftliche Lösung voraus ging ein Runder Tisch mit allen Betroffenen sowie der Landesregierung, den Landesrat Gerhard Köfer angeregt hatte. Dabei gab es das klare gemeinsame Bekenntnis zu einer Lösung im Sinne der Betroffenen. Seitens des Regierungskollegiums haben daran auch Landeshauptmann Peter Kaiser, Finanzreferentin LHStv.in Gaby Schaunig, Landesrat Gernot Darmann und Agrarlandesrat Christian Benger teilgenommen. Es ging darum, dass sich alle Beteiligten auf eine Variantenstudie einigen, die machbar und finanzierbar ist.

Benger erklärte heute, dass über zwei Forststraßen der Abtransport beginnen werde. Bekanntlich ist der LKW-Verkehr über die Landesstraße L29 auf Grund zahlreicher desolater Stellen nicht möglich. Bei der Entscheidung, welche Variante zum Tragen komme, haben die rasche Umsetzung und der sofortige Abtransport Priorität gehabt.

Über den sogenannten Plattenweg werden die LKW ins Schadholzgebiet gelangen und über den Zuchenweg erfolgt die Abfuhr der beladenen 44-Tonner. Das Einverständnis der Grundbesitzer werde eingeholt, so Benger. Diese Woche können die Adaptierungen an den Forststraßen starten, wenn der Beschluss der Grundeigentümer schriftlich vorliegt. Die Gesamtkosten, inkl. Forststraßen bezifferte der Landesrat mit 3,4 Mio. Euro. "Straßen und Wege sind die Lebensadern im ländlichen Raum. Bewirtschaftung, Arzt, Arbeit, Schule - ohne sichere Straßen, geht’s nicht", so Benger.

Straßenbaureferent LR Gerhard Köfer stellt zur gemeinsamen Lösung fest: "Ich freue mich über die rasche Bereitschaft meiner Regierungskollegen, das Straßenbaureferat in diesem Katastrophenfall nicht nur ideell, sondern vor allem auch finanziell zu unterstützen. Ich würde mir diesen politischen Zusammenhalt öfter wünschen."

Hinsichtlich der Lösung für den Holzabtransport nach den enormen Sturmschäden am Guggenberg hielt auch Landesrat Gernot Darmann fest, dass man sich nicht mit unterschiedlichen formalen Positionen aufhalten dürfe, sondern es schnelle unbürokratische Hilfe für die Betroffenen geben müsse. Er dankte auch den Fachbeamten und den Grundeigentümern dafür, dass sie eine schnelle Lösung ermöglicht haben.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
26. September 2017