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"Zukunft zum Angreifen" - autonomes Fahren und Digitalisierung in Pörtschach

28.09.2017
Kärnten in innovativer Vorreiterposition - LR Holub: Meilenstein für den öffentlichen Nahverkehr in Kärnten - erster autonomer Bus am Wörthersee - LR Benger: eTourismus aktiv mitgestalten


Klagenfurt (LPD). Seit heute, Donnerstag, ist autonomes Fahren und Digitalisierung in Pörtschach live erlebbar. Als Österreich-Premiere wurde der autonom fahrende und elektrische Mercedes-Benz Future Bus mit CityPilot, der Stadtbus der Zukunft, erstmals in Österreich präsentiert. Eine weitere Premiere war der erste Regelbetrieb des autonom fahrenden Navya Smart Shuttle auf einer Bundesstraße. Damit hat in Pörtschach am Wörthersee die Ära autonomer elektrischer Nahverkehrsmittel im öffentlichen Raum begonnen.

Ebenfalls Premiere hatte das revolutionäre Smart Lighting-System von ZTE. Dieses ist intelligente Straßenlaterne, Ladesäule für Elektrofahrzeuge, 5G-Basisstation und SmartCity-Informationslösung in Einem. Die Systemlösung kann außerdem lokale Daten zum Wetter, zu den Umweltbedingungen (u.a. CO2, Feinstaub und Ozon), zum Verkehr und zur Sicherheit erfassen und auf einem großen, für den Außeneinsatz geeigneten LED-Display Informationen und Werbung anzeigen. Bereits jetzt steht in Pörtschach am Wörthersee Pre5G, in Vorbereitung für 5G - das Handynetz der Zukunft, zur Verfügung. Ein Ausbau in Richtung 5G-Testfeld ist in Vorbereitung.

Über vielversprechende Ansätze für innovative Unternehmen und Startups in den Bereichen Technologie oder Tourismus freut sich Wirtschafts-, Tourismus- und Agrarlandesrat Christian Benger: "Wir fördern in Kärnten aktiv die Rahmenbedingungen für technologieorientierte Startups und wollen diese mit der Leuchtturm-Initiative in Pörtschach für Kärnten gewinnen. Besonders für den Tourismus ergeben sich durch das autonome Fahren, SmartCity-Lösungen wie den smarten Laternen oder Anwendungen im Bereich Pre5G viele neue Möglichkeiten."

Für den für Umwelt, Energie, Nachhaltigkeit und Öffentlicher Verkehr zuständigen Landesrat Rolf Holub stellt dieser Tag einen Meilenstein für den öffentlichen Nahverkehr in Kärnten dar. "Wir machen für die Kärntner Bevölkerung die neuen Möglichkeiten der Digitalisierung im Bereich der E-Mobilität erlebbar und nutzbar. Autonomes Fahren hilft, den Verkehr effizienter, emissionsfreier und damit umweltfreundlicher zu machen. Dadurch steigt auch die Lebensqualität in Kärnten". Laut Navya-Europamanager Frederic Sartou sieht man am Beispiel Pörtschach gut, dass autonomes Fahren nicht mehr nur Zukunftsszenario ist, sondern schon sehr real sei.

Autonomes Fahren wird schon bald das Mobilitätsverhalten und den öffentlichen Personennahverkehr nachhaltig verändern. Ab Februar 2018 soll deshalb auch ein Testfeld für autonomes Fahren in Kärnten umgesetzt werden, wo neue Services, technische Lösungen, Geschäftsmodelle und Verkehrsverhalten gemeinsam mit dem Forschungspartner Fachhochschule (FH) Kärnten erforscht und entwickelt werden.

Begeistert von den Möglichkeiten zeigt sich Holub bei den innovativen Smart Lighting-Systemen: "Durch den Einsatz von Sensorik zur CO2- und Feinstaubvermeidung bzw. Verkehrs- und Lichtsteuerung kommt es nicht nur zu Effizienzsteigerungen im Bereich des Energieverbrauches sondern auch zu einer Verbesserung der Verkehrssituation."

Für den Rektor der FH Kärnten, Professor Peter Granig, ist eine enge Vernetzung von Wirtschaft, Forschung und öffentlicher Hand bei den definierten Pilotprojekten der einzige Weg, um digitale Geschäftsmodelle und Anwendungen voranzutreiben und innovative Lösungen zu entwickeln. "Hierbei ist es besonders wichtig, dass das 5G-Testlabor und Living Lab allen interessierten Unternehmen und Startups offen steht" so der Rektor. Unterstützt wird das Vorhaben von Benger: "Für Kärnten ist das der smarteste und auch authentischste Weg. Wir müssen uns an den Besten orientieren, groß denken und lokal handeln".

Ein weiterer Schwerpunkt des Showcases ist der eTourismus. Denn die Zukunft dieser wichtigen Branche, die durch digitale Treiber wie Online-Buchungen, digitale Sprachassistenten, Roboter an der Rezeption sowie Innovationen von Google und Co. massiv verändert wird soll aktiv mitgestaltet werden, so Benger. "Wir wollen in Kärnten aktiv den Tourismus bei den Herausforderungen der Digitalisierung unterstützen und starten deshalb diese Digitalisierungsoffensive". Weiters wurden die neuen Tourismusförderungen vorgestellt.

"Das Land Kärnten hat durch dieses einzigartige Projekt die Chance, sich europaweit als innovative Vorzeigeregion zu positionieren, die Attraktivität als Wirtschaftsstandort zu stärken und Arbeitsplätze zu sichern. Infrastrukturausbau betrifft im 21. Jahrhundert nicht mehr nur Straße und Schiene, sondern bedarf eines ganzheitlichen Ansatzes, der besonders neue Technologien, Breitband und F&E umfasst. Dadurch schaffen wir Aufschwung in der Region", betonen gemeinsam Benger und Holub.

Der Showcase "Zukunft zum Anfassen!" findet noch bis Samstag, 30. September, im Rahmen des Vorhabens "Smart Urban Region Austria Alps Adriatic (SURAAA)" in Pörtschach am Wörthersee statt. Mit diesem setzt das Land Kärnten mit Partnern aus Wirtschaft und Forschung eine europaweit einzigartige Initiative um und richtet dabei eine offene F&E-Testumgebung für autonomes Fahren, 5G, Smart-City-Anwendungen, digitale Geschäftsmodelle und ein Living Lab ein.

Infos: Zukunft zum Anfassen - Autonomes Fahren und Digitalisierung, vom 28. bis 30. September 2017, 10 bis 16 Uhr, in Pörtschach am Wörthersee, Monte Carlo Platz. Eintritt frei. Näheres unter: www.suraaa.at E-Mail: presse@suraaa.at



Rückfragehinweis: Büro LR Holub/LR Benger
Redaktion: Fabian Rauber