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Ehrungen für langjährige verdiente Gemeindebund-Spitzenfunktionäre

29.09.2017
LHStv.in Schaunig und LR Benger überreichten Großes Goldenes Ehrenzeichen an Helmut Mödlhammer und Ehrenurkunde an Hans Ferlitsch


Klagenfurt (LPD). Der Österreichische Gemeindebund ist die starke Stimme der heimischen Kommunen und wichtiger Verhandlungspartner auf allen politischen Ebenen. Zwei langjährige, hochverdiente Spitzenfunktionäre des Gemeindebundes wurden heute im Rahmen der Bürgermeisterkonferenz in Klagenfurt geehrt. LHStv.in Gaby Schaunig und LR Christian Benger überreichten das Große Goldene Ehrenzeichen des Landes Kärnten an den ehemaligen Präsidenten des Österreichischen Gemeindebundes, Helmut Mödlhammer, und eine Ehrenurkunde des Landes an den ehemaligen Vizepräsidenten des Österreichischen Gemeindebundes, Hans Ferlitsch.

Gemeindereferentin Schaunig strich Mödlhammers Leistungen aus 30 Jahren Kommunalpolitik in Salzburg und 18 Jahren als Präsident des Gemeindebundes hervor und betonte gleichzeitigt, dass "diese Zahlen das Allerwichtigste nicht widergeben: nämlich die Eigenschaften, die dich auszeichnen: Du hast gemeinsame Interessen immer über Individualinteressen gestellt, den Ausgleich zwischen allen Fraktionen, zwischen Gemeinden, Ländern und Bund gesucht und hast den Österreichischen Gemeindebund ins 21. Jahrhundert geführt."

Mödlhammer gebühre ganz besonders großer Dank des Landes Kärnten: "Es ist dem großen Einsatz und Verhandlungsgeschick Helmut Mödlhammers zu verdanken, dass die jüngsten Finanzausgleichsverhandlungen für Kärnten so positiv ausgegangen sind", betonte Schaunig. "Du hast mir damals während der schwierigen Verhandlungen gesagt: Wir lassen euch nicht im Stich, wir helfen euch. Du hast mir die Hand darauf gegeben und dieser Handschlag hat gegolten. Das macht gute Politik aus." Das Ehrenzeichen sei ein Ausdruck des Dankes des Landes Kärnten für eine jahrzehntelange Freundschaft und großartige Unterstützung.

"Mödlhammer hat unerbittlich und hart für die Anliegen, Bedürfnisse und Interessen der Gemeinden gekämpft. In seiner 18jährigen Amtszeit haben die Gemeinden an Stellenwert wesentlich gewonnen", so Benger. Mit dieser neuen Gewichtung stieg aber auch die positive Wahrnehmung gegenüber der kommunalen Arbeit. "Gerade die Gemeinden brauchen eine starke Interessensvertretung, denn sie sind ganz nahe an den Bürgern, sie prägen das Leben der Menschen und umgekehrt müssen sie nach oben hin zu den Gesetzgebern die Interessen der Bürger wahren. Mödlhammer habe, so Benger, vor allen die Kleinheit der Gemeinden als "Schatz" bezeichnet, der zu bewahren ist, denn in den kleinen Strukturen funktioniere alles besser und werde durch das Ehrenamt auch kostengünstiger. "Mödlhammer hat jüngst noch erste Schritte in die Wege leiten können, den Bevölkerungsschlüssel im Finanzausgleich endlich zu Gunsten kleiner Gemeinden zu verändern", erinnerte Benger. "Diesen Kampf müssen wir weiter führen, damit der ländliche Raum besiedelt bleibt, die Menschen vor Ort bleiben. Vernachlässigung spüren sie sofort."

Helmut Mödlhammer bedankte sich für die "hohe Auszeichnung" und betonte, dass er sich dem Land Kärnten, seinen Gemeinden und Menschen ganz besonders verbunden fühle. Er habe einen enge persönliche Bindung zu Kärnten, habe er doch gemeinsam mit seiner Frau Irmgard und den beiden Kindern viele Urlaube hier verbracht. Nicht nur die wunderschöne Landschaft mache die Besonderheit Kärntens aus, sondern darüber hinaus "unwahrscheinlich engagierte Menschen, die mit Herz, Hirn und ihren Händen für ihre Kommunen arbeiten". Freundschaft zeichne sich dadurch aus, dass man auch in schwierigen Zeiten zueinander stehe. Diese Art von Freundschaften habe er in Kärnten kennengelernt.

Mit Hans Ferlitsch wurde im Rahmen der Bürgermeisterkonferenz eine Persönlichkeit geehrt, die in 44 Jahren Kommunalpolitik "einen enormen Erfahrungsschatz angesammelt und diesen immer großzügig weitergeben hat", sagte Schaunig. Formal könne man den Ehrenpräsidenten des Kärntner Gemeindebundes lediglich mit einer Urkunde ehren, da er alle anderen Auszeichnungen von Land und Bund bereits erhalten habe. Die schönste Auszeichnung sei aber ohnehin "die Liebe der Menschen, die Wertschätzung der Kolleginnen und Kollegen und die tiefe Dankbarkeit für das positive Wirken".

Ferlitsch dankte herzlich und merkte mit einem Augenzwinkern an, dass er angesichts der Präsentation der neuen kommunalen Förderprogramme nun doch bedaure, sich nach fast 45 Jahren aus der Politik zurückgezogen zu haben. "Nach vielen schwierigen Jahren sind die Kärntner Kommunen nun auf einen sehr guten Weg, die Zahl der Abgangsgemeinden wurde drastisch reduziert und der starke Fokus auf Bildung, den nun so viele Gemeinden mit Unterstützung des Landes setzen, ist eine der wichtigsten Maßnahmen gegen die Abwanderung."


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Schaunig/ LR Benger
Redaktion: Matticka/Grollitsch/Robitsch
Fotos: Büros LHStv.in Schaunig/ LR Benger