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WIRTSCHAFT

Ohne eTourismus keine Chance

30.09.2017
LR Benger: Digitalisierung im Tourismus entscheidet Wettbewerbsfähigkeit - Neue Förderschiene für eTourismus vorgestellt - 350.00 Euro im Topf


Klagenfurt (LPD). Kärntens Tourismus befindet sich im Aufschwung. Die aktuellen Nächtigungszahlen (+5,5 % Sommerhalbjahr) und Investitionen (über 43 Millionen in den ersten drei Quartalen) belegen den Aufbruch. "Wir haben aber keinen Grund, uns auszuruhen. Wenn wir den Erfolg steigern wollen, müssen wir auch der Digitalisierung Rechnung tragen, sie stellt den Tourismus vor neue Herausforderungen", sagte Tourismusreferent LR Christian Benger gestern, Freitag, anlässlich des eTourismus-Tages in Pörtschach am Wörthersee.

Schon im Mai starteten die Vorbereitungen und ein Pilotprojekt in der Region Wörther See für den Digitalisierungsschwerpunkt im Tourismus, die Umsetzung eines neuen Programmes und Förderschwerpunktes starten am 1. Jänner flächendeckend in Kärnten.

"Ohne eTourismus keine Wettbewerbsfähigkeit. Jede und jeder kann rund um die Uhr seinen Urlaub, sein Hotel buchen. Betriebe, die nicht im Netz sind, werden nicht gebucht, sind nicht präsent", fasste Benger zusammen. Mit der online-Buchbarkeit hinke Kärnten noch hinterher. Vor allem in der kleinstrukturierten Tourismuswirtschaft sieht Benger Luft nach oben. 350.000 Euro stehen daher im Tourismusreferat für den Digitalisierungsschwerpunkt zur Verfügung. Vorrangig für die Berater, der Beratungsleistung.

Auf zwei Ebenen erfolgt nun die Professionalisierung: Mittels Betriebsberatungen wird das Bewusstsein für die Notwendigkeit, im Netz präsent und buchbar zu sein, gesteigert. Eigene Berater wurden und werden ausgebildet, die in ganz Kärnten direkt in den Betrieben den eTourismus vorantreiben. Im Zuge der Beratungen geht es aber auch um die jeweils vorhandene Hard- und Software, Programme, Online-Erreichbarkeit- und Buchbarkeit, mögliche Weiterbildung, Wartung von Homepages.

"Die Digitalisierung gehört zur Qualität und ist nicht auf e-Mails oder Facebook zu beschränken", so Benger. Beim Pilotprojekt in acht Gemeinden rund um den Wörthersee wurden die Notwendigkeiten, die die 17 Berater, sogenannte Insider, mitbringen müssen, getestet. Es konnte auch ausgelotet werden, was am dringendsten benötigt wird und woran ein Online-Auftritt und der Umgang damit in den Betrieben oft scheitern. In die Schulung der Berater und ihre Tätigkeit wurden und werden 50.000 Euro von Seiten des Tourismusreferates investiert.

Der zweite Bereich ist die direkte Investitionsförderung. Die Insider sind bereits mit dem Fördervertrag in der Tasche unterwegs, sodass notwendige Investitionen für die professionelle Digitalisierung auch gleich umgesetzt werden können. Das Förderprogramm hat der KWF ausgearbeitet. "Es darf keine Ausrede mehr geben. Ohne eTourismus ist man nicht am Markt", so Benger.

Ebenso angesprochen sind alle Tourismusregionen Kärntens. Die entsprechende Information ist bereits an sie gegangen. "Die Regionen kennen ihre Betriebe, die Regionen sollen den Bedarf erheben bzw. den Willen, in den eTourismus zu investieren. Die Zusammenarbeit mit ihnen ist unbedingt notwendig", betonte Benger.

Mit diesem Förderschwerpunkt reiht sich Kärnten auch in die Digitalisierungsoffensive des Bundes ein. Bei der ÖHT gibt es 2018 bis 2020 zusätzliche Mittel in Höhe von 5 Millionen Euro jährlich für eTourismus-Investitionen.



Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: Robitsch/Zeitlinger