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1.400 Kärntnerinnen und Kärntner nutzten AK-Betriebskosten-Check

02.10.2017
LHStv.in Schaunig: Jährlich steigende Zahl an Anfragen zeigt, wie wichtig die kostenlose Beratung ist - AK-Präsident Goach: In knapp 400 Fällen wurde schriftlich Einspruch erhoben


Klagenfurt (LPD). Bereits zum vierten Mal boten die AK-Konsumentenschützer heuer die kostenlose Überprüfung der Betriebs- und Jahreskostenabrechnungen bei Miet- und Genossenschaftswohnungen sowie Eigentumswohnungen für alle Kärntnerinnen und Kärntner an. Die Aktion fand von 1. Mai bis 31. Juli statt. Mitgetragen wurde das Projekt erneut vom Land Kärnten mit 20.000 Euro. Knapp 1.400 Personen nahmen heuer das Beratungsangebot an.

"Die jährlich steigende Zahl an Anfragen, die die AK bearbeitet, zeigt nicht nur, wie wichtig diese Aktion ist. Sie zeigt auch, dass einheitliche Vorgaben für Betriebskostenabrechnungen unbedingt erforderlich sind, da Mieter ihre Betriebskostenabrechnungen nicht ohne Fachleute überprüfen können", sagte Wohnbaureferentin LHStv.in Gaby Schaunig heute, Montag, bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit AK-Präsident Günther Goach und Experten der Arbeiterkammer Kärnten. Schaunig sprach sich dabei für eine entsprechende Überarbeitung des österreichischen Mietrechtsgesetzes aus.

Genau 1.394 Mieter ließen sich von den AK-Mietrechtsexperten über ihre Betriebskostenabrechnung beraten. Bei rund 1.000 Fällen konnte bereits im persönlichen Erstgespräch, insbesondere durch Aufklärung und Beratung, eine positive Erledigung erreicht werden. In rund 400 Fällen (also fast 29 Prozent) hat die AK schriftlich Einspruch beim Vermieter bzw. Hausverwalter erhoben, um Einsicht in die Belegsammlung zu bekommen, oder es wurde auf eine fehlerhafte Betriebskostenabrechnung hingewiesen. 40 Anfragen wurden durch weitergehende Interventionen der AK geregelt, da die Vermieter bzw. Hausverwalter auf den Einspruch gegen die Betriebskostenabrechnung unzureichend oder nicht reagierten. Diese Zahl steigt jedoch noch an, da weitere Beeinspruchungen anhängig sind.

"Unser Ziel ist es, die Richtigkeit und Rechtmäßigkeit der Abrechnungen zu prüfen, Fehler aufzudecken und Einsprüche für hilfesuchende Konsumenten zu verfassen", resümierte Goach und unterstrich die Wichtigkeit dieses Gemeinschaftsprojektes von AK und Land Kärnten. "Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Beratungen von 1.215 auf 1.394 - das ist eine Steigerung um 15 Prozent. Innerhalb von drei Monaten konnten wir heuer also 179 Menschen mehr helfen", sagte Stephan Achernig, Leiter des AK-Konsumentenschutzes.

"Viele Mieter erhielten neben der Betriebskostenabrechnung gleichzeitig ihre Heiz- und Warmwasserkostenabrechnungen, die hinsichtlich des Heizkostenabrechnungsgesetzes zu prüfen sind. Die Umstellung von Verdunster-Heizkostenverteilern auf elektronische Systeme sowie deren Messwert-Ablesung per Funk werfen für viele Wärmebezieher neue Fragen auf", führte Michael Tschamer, AK-Mietrechtsexperte, weiter aus. Auch viele Wohnungseigentümer nahmen den Service in Anspruch, um ihre Abrechnungen prüfen zu lassen.



Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Schaunig; Arbeiterkammer Kärnten
Redaktion: Matticka/Böhm
Fotohinweis: Eggenberger/AK