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Gold und Bronze für Kärntner Metalltechnik Lehrlinge

03.10.2017
LH Kaiser und LHStv.in Schaunig gratulierten Stefan Goldschmied und Raphael Egarter zu ihren Erfolgen beim Bundeslehrlingswettbewerb


Klagenfurt (LPD). Am Wochenende traten 68 Metalltechnik-Lehrlinge aus acht Bundesländern beim Bundeslehrlingswettbewerb 2017 im niederösterreichischen Amstetten an. Sie kämpften in sechs Berufsgruppen um den Sieg, für Kärnten gab es einen ersten und einen dritten Platz. Stefan Goldschmied von der Firma Heribert Wolfgang Wieland aus Hüttenberg gewann in der Kategorie Schmiedetechnik und Raphael Egarter von der Metallbau Tiefenböck GmbH aus Spittal an der Drau wurde Dritter in der Metallbau- und Blechtechnik. Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser und Arbeitsmarktreferentin LHStv.in Gaby Schaunig gratulierten den beiden herzlich.

"Nicht nur unsere Sportlerinnen und Sportler, sondern auch unsere Lehrlinge holen Medaillen am laufenden Band. Sie stellen Kärnten damit in ein positives Rampenlicht. Vor allem sind die Erfolge unserer jungen Fachkräfte auch Beleg für die hohe Ausbildungs- und Bildungsqualität", betonte Kaiser. Ihm ist es trotzdem ein großes Anliegen, die Lehre noch attraktiver gestalten. Er verwies auf das neue, flexiblere Berufsschulkonzept und die diversen Qualifizierungsmaßnahmen wie die IT-Labs, die überbetriebliche Lehrlingsausbildung in Klagenfurt, Villach und Wolfsberg, das Test und Ausbildungszentrum (TAZ) in Klagenfurt, spezielle Initiativen für beinträchtige Lehrlinge und die Berufsorientierung.

"Investitionen in die Ausbildung unserer Lehrlinge sind Investitionen in unser Land und unsere Zukunft. Über Entfaltungs-und Weiterbildungsmöglichkeiten fördern wir individuelle Fähigkeiten, die wiederum in den Arbeitsalltag einfließen. Erhöhte Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit sind die Folge - eine klare Win-win-Situation für alle", so Schaunig.

"Ein Erfolgsmodell ist auch die ‚Lehre mit Matura‘. Für sie hat sich in Kärnten jeder siebente Lehrling im Jahr 2016 entschieden. Unsere Lehrlinge haben wirklich sehr viel drauf", zeigte sich Kaiser stolz. Positiv entwickle sich außerdem die Situation am Lehrstellenmarkt: Im Jahr 2011 waren 523 Lehrlinge erwerbslos, 2017 sind es 350. Das ist ein Rückgang von 33 Prozent (Österreichweit: minus 28 Prozent). Das Lehrstellenangebot stieg durch arbeitsmarktpolitische Maßnahmen in diesem Zeitraum in Kärnten um 56 Prozent (Österreichweit: 35,6 Prozent). Ende Juni gab es 452 Lehrstellensuchende und 323 offene Lehrstellen.

Gestiegen sind laut Kaiser seit dem Jahr 2013 auch die eingesetzten finanziellen Mittel für die Lehrlingsausbildung. 2013 wurden vom AMS 25,4 Millionen Euro aufgewendet. 2017 waren es 30 Millionen Euro. Der Landesanteil betrug 5,8 Millionen Euro (2013) bzw. 6,4 Millionen Euro (2017).



Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser, Büro LHStv.in Schaunig
Redaktion: Grollitsch/Böhm