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Marterl Offensive: Egger-Marterl neu in Szene gesetzt

03.10.2017
LR Benger: Marterln sind sichtbare Zeichen unserer Kultur – Egger Marterl am Faaker See: Beliebter Aussichtspunkt, jetzt beleuchtet


Klagenfurt (LPD). „Unsere Marterln zu erhalten, sie zu pflegen und in Szene zu setzen, ist lebendige Kultur, ist gelebter Heimatstolz“, sagte LR Christian Benger vor Ort in der Gemeinde Villach. Jetzt wurde im Zuge der Marterl-Förderung das beliebte Egger Marterl auch neu in Szene gesetzt. Denn vom Marterl aus hat man einen wunderbaren Blick auf den Faaker See und die umliegenden Berge und viele – nicht nur Urlauber - nützen den Standort für Fotos. Zudem liegt das Marterl direkt am Alpen-Adria-Trail.


Der Platz rund ums Marterl wurde schon neu gestaltet. Für Fotos rund um die Uhr wird das Marterl jetzt auch in der Nacht beleuchtet sein. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 4.000 Euro, 740 Euro kommen als Unterstützung aus dem Volkskulturbudget.


Im Jahr der Volkskultur geht es laut Benger um konzentrierte Förderungen, die Brauchtum, Traditionen und kulturelles Erbe in allen Facetten erhalten. „Die Weitergabe und die Vielfalt von Brauchtum und Traditionen sollen damit gesichert sein, Brauchtum muss erlebbar sein“, fasste Benger zusammen.


Deshalb wurde heuer auf seine Initiative hin erstmals die sogenannte „Marterlförderung“ ins Leben gerufen. 50.000 Euro liegen vorerst im Topf. „Mit dieser Förderung wollen wir volkskulturelles Gut im öffentlichen Raum erhalten. Gemeint sind Wegkreuze, Marterln aber auch Mühlen“, so Benger. Diese dürfen aber nicht unter Denkmalschutz stehen. Die Förderung für eine Sanierung beträgt 25 Prozent, maximal jedoch 3.500 Euro. „Marterln sind ein sichtbares Zeichen unserer regionalen Identität und gehören zur unverwechselbaren Kultur Kärntens. Ich sehe diese Förderung als Heimatpflege“, erklärte Benger.


Marterln sind gemalte Flurzeichen die der Erinnerung an einen Toten, der durch Unglücksfall oder Gewalt sein Leben einbüßte, dienen. Das Marterl hilft der Seele der Verunglückten aus dem Fegefeuer zu erlösen, indem es die Vorübergehenden zu einem Gebet für den dahingeschiedenen auffordert. Marterl sind im gesamten Alpengebiet verbreitet.



Rückfragehinweis: Büro LR Benger

Redaktion: Robitsch/Zeitlinger

Fotohinweis: Büro LR Benger/Tourismusverband Villach (Hipp)