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Klagenfurt ist Bundesstützpunkt für Leichtathletik

03.10.2017
LH Kaiser: Land Kärnten ist Partner und wird weiterhin alles tun, um Sportlerinnen und Sportler positiv zu begleiten


Klagenfurt (LPD). Klagenfurt bekommt einen Bundesstützpunkt für Leichtathletik. Installiert wird er in der Leopold Wagner Arena am Südring. Dort wurden auch heute, Dienstag, bei einer Pressekonferenz die Details bekanntgegeben. Der Österreichische Leichtathletik-Verband (ÖLV) arbeitet hier mit dem Kärntner Leichtathletik-Verband (KLV), dem Land Kärnten und der Stadt Klagenfurt zusammen, um die internationale Konkurrenzfähigkeit zu steigern. Ziel des KLV ist es, bis 2020 in jeder Altersklasse einen Athleten, eine Athletin bei einem internationalen Großevent wie EM, WM oder Olympische Spiele am Start zu haben.

Für Sportreferent Landeshauptmann Peter Kaiser wird die großartige Arbeit des KLV durch den Bundesstützpunkt geadelt. Er betonte, dass das seit drei Jahren bestehende Landesleistungszentrum für den Nachwuchs von der U16 bis zur U23 eine der Voraussetzungen für den Bundesstützpunkt gewesen sei. "Kärnten hat eine positive Leichtathletiktradition. Wir wollen die Qualität weiter anheben. Das Land sieht sich dabei als Partner und wir werden weiter alles tun, um die Sportlerinnen und Sportler positiv zu begleiten", so Kaiser. Für die Qualität im neuen Bundestützpunkt bürgt für ihn vor allem auch Georg Werthner als Stützpunkttrainer. Was Kaiser noch hervorhob, waren die vielen Initiativen für den Breiten- und Schulsport - woraus die Vereine auch Athletinnen und Athleten rekrutieren würden.

ÖLV-Generalsekretär Helmut Baudis verwies auf das Konzept der Bundesleistungszentren (Südstadt und Linz) und Bundesstützpunkte, welches nach den Olympischen Spielen in Rio evaluiert worden sei. Klagenfurt sei daraufhin neben Dornbirn, Graz, Innsbruck und Salzburg als fünfter Stützpunkt dazugekommen - "Weil sich hier inzwischen extrem viel getan hat", so Baudis, der konkret das Landesleistungszentrum, die Leopold Wagner Arena, das Olympiazentrum Kärnten und die Leistungen der Aktiven anführte. ÖLV-Sportdirektor Gregor Högler dankte allen Beteiligten für die schnellen Verhandlungen: "Jetzt können wir sportlich arbeiten." Auch Landessportdirektor Arno Arthofer meinte, dass die Beteiligten den Weg zum Bundesstützpunkt "Schulter an Schulter" gegangen seien.

Stützpunkttrainer Georg Werthner - er ist auch Trainer im Landesleistungszentrum - sieht großes Potential in Kärnten. Er lebt als Oberösterreicher seit 1997 in Kärnten und hat hier u.a. die junge Mehrkämpferin Sarah Lagger entdeckt. Werthner wird an zwei Tagen die Woche weiterhin für seinen Verein TGW Zehnkampf-Union in Linz tätig sein, von Mittwoch bis Freitag in Kärnten arbeiten. Er will die Kräfte in ganz Kärnten bündeln, die Vielfalt der Leichtathletik stärken und zum Sichten von Talenten in den Bezirken Leichtathletik-"Oldies" ins Boot holen, wie er erklärte. Bei nationalen Bewerben strebt er in den nächsten drei Jahren eine Verdoppelung der Kärntner Erfolge an. Daraus würde sich in Folge auch eine Steigerung der internationalen Erfolge ergeben. Werthner will zudem Motivationsgespräche mit Vereinsverantwortlichen in den Bezirken führen und die Laufsportbewegung mit der Stadion-Leichtathletik zusammenführen.

KLV-Präsident Albert Gitschthaler sieht im Bundesstützpunkt einen Meilenstein für die Kärntner Leichtathletik. Er hob die gute Arbeit in den Vereinen hervor und die Schulsportoffensive. Klagenfurts Vizebürgermeister und Sportreferent Jürgen Pfeiler sagte, dass die Stadt stolz auf die Erfolge ihrer Sportlerinnen und Sportler sei. Die Vereine würden die in der Landeshauptstadt entstandene Infrastruktur in Leistung umsetzen.

Bei der Pressekonferenz waren auch zwei Aktive anwesend, die sich beide zusätzliche Trainingsmöglichkeiten und Unterstützung durch den Bundesstützpunkt erwarten: Veronika Watzek vom Klagenfurter Leichtathletik Club (KLC) war 2016 EM-Teilnehmerin im Diskuswurf und Julian Kellerer vom Leichtathletik Club Klagenfurt (LAC) nahm heuer im Dreisprung an der Hallen-EM in Belgrad teil.

Sportpark-Geschäftsführer Gert Unterköfler verwies auf die mittlerweile große Vielfalt der großen Sportparkfamilie. Die Sportparkhalle spielt im Rahmen des Bundesstützpunktes vor allem in der Wintersaison eine wesentliche Rolle. Als Moderator der Pressekonferenz fungierte KLV-Pressesprecher und Hochspringer Günther Gasper.



Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Markus Böhm
Fotohinweis: LPD/Jannach