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Nachverbrennungsanlage bei w&p Zement GmbH eingeweiht

06.10.2017
LH Kaiser und LR Holub in Wietersdorf - Gemeinsam viel für Zukunft des Görtschitztals erreicht


Klagenfurt (LPD). Im Rahmen eines Tags der offenen Tür im Zementwerk Wietersdorf wurde heute, Freitag, eine neue Nachverbrennungsanlage feierlich eingeweiht. Nach einem halben Jahr Bauzeit und einer Investition von insgesamt 13 Mio. Euro konnte sie bereits im September fertiggestellt und in den Produktionsprozess eingegliedert werden. Die Nachverbrennungsanlage dient der Zerstörung von organischen Luftschadstoffen im Abgasstrom und ermöglicht deren Reduktion um bis zu 90 Prozent. Seitens der Landesregierung waren Landeshauptmann Peter Kaiser und Umweltlandesrat Rolf Holub vor Ort.

Kaiser dankte seinen Kolleginnen und Kollegen in der Landesregierung, die in der nicht leichten HCB-Situation gemeinsam vorgegangen seien. Seinen Dank richtete er auch an Wietersdorfer, wo der Blick nach vorne gerichtet werde. "Das Werk bestätigt sich als Arbeitgeber und Symbol des Industrielandes Kärnten", meinte er und zeigte sich sicher, dass man aus dem Görtschitztal gemeinsam wieder ein Paradies machen werde. "Es wird kein leichter Weg und es werden Skeptiker zu überzeugen sein. Aber wir sichern Arbeitsplätze und eine saubere Umwelt und wir schaffen die Symbiose von Industrie und Lebensraum. Das kann gelingen und es wird gelingen", bekräftigte Kaiser.

Holub sagte ebenfalls, dass gemeinsam viel erreicht wurde. Man sei jetzt um den Faktor 100 besser aufgestellt. "Dass biologische Landwirtschaft und Industrie nebeneinander existieren können, ist möglich - wenn man genau darauf schaut", betonte er. Er sagte, dass er sich in Wien für die Unterstützung der Anlagenerrichtung eingesetzt habe. Außerdem teilte der Umweltlandesrat mit, dass die Altlast K20 in Brückl abgedichtet sei.

Eigentümervertreterin Christina Fromme-Knoch betonte, dass der Standort Wietersdorf sehr gut für die Zukunft gerüstet sei. Der neue Geschäftsführer von w&p Zement, Lutz Weber, sagte, dass sich das Werk ökonomisch und ökologisch zu einem Leitbetrieb seiner Branche entwickeln werde. Weiters sprachen Betriebsleiter Florian Salzer und Sebastian Spaun von der Vereinigung der Österreichischen Zementindustrie.

Die Nachverbrennungsanlage wird konkret als RTO bezeichnet, das steht für das dahinterstehende Prinzip der Regenerativen Thermischen Oxidation. Regenerativ bedeutet dabei, dass durch große keramische Wärmespeicher in den Türmen der Anlage das Abgas mittels hohem energetischen Wirkungsgrad aufgeheizt und gekühlt wird. So kann der Energiebedarf der Anlage auf ein Minimum reduziert werden. Thermische Oxidation beschreibt in weiterer Folge den Vorgang der Zerstörung der Luftschadstoffe. Dabei handelt es sich um die Verbrennung in der Brennkammer, welche auf die fünf Türme der Anlage aufgesetzt ist. Die Abgase verweilen für mindestens zwei Sekunden in der 850 Grad Celsius heißen Kammer und werden dadurch zum größten Teil zerstört.



Rückfragehinweis: Büros LH Kaiser/LR Holub
Redaktion: Markus Böhm
Fotohinweis: w&p Zement/Bauer