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Regierungssitzung 3 - Bleistätter Moor ist ein ökologischer und touristischer Erfolg

09.10.2017
LR Benger und LR Holub: Sanierung des Moors ist mit Ende 2017 abgeschlossen - Weitere Attraktivierungen sind geplant


Klagenfurt (LPD). "Bereits heute lässt sich feststellen, dass die Sanierung des Bleistätter Moors ein großer Erfolg in Sachen Gewässerökologie und Naturschutz ist. Die Umsetzung des Jahrhundertprojekts wird mit Ende 2017 abgeschlossen sein und es ist eine große Freude, die positiven Entwicklungen in der Region zu beobachten", erklärten Tourismusreferent LR Christian Benger und Umweltreferent Rolf Holub heute, Montag, im Anschluss an die Regierungssitzung. Durch die Sanierung des Naturjuwels finden viele seltene Tier- und Pflanzenarten ein Rückzugsgebiet, die Wasserqualität des Ossiacher Sees steige merklich und neue tierische Gäste wie der Silberreiher nutzen das Moor als Lebensraum.

Mit der Sanierung des Bleistätter Moores sei laut Tourismuslandesrat Chrisitan Benger ein völlig neues Naturerlebnis in der Ostbucht des Ossiacher Sees entstanden. Nicht nur eine neue Wasserfläche wuchs, sondern der gesamte Bereich wurde neu inszeniert, wurden Natur, Tourismus und Kultur vernetzt und damit ein neues Angebot für heimische Besucher und Gäste geschaffen. "Das ist Mehrfachnutzen, wie ich ihn verstehe: Eine ganze Region, Wirtschaft, Betriebe, Natur, Kultur, Gäste, Freizeitwirtschaft und Naherholung gewinnen durch dieses Gesamtprojekt. Die Sanierung hat viele Jahre beansprucht, jetzt haben wir die letzten Schritte für die Erlebbarkeit gesetzt", sagte Benger.

Als Tourismus, Landwirtschafts- und Kulturlandesrat hat Benger auf die nachhaltige Nutzung des sanierten Bleistätter Moores bestanden. Rund 11 Mio. Euro flossen in den letzten Jahren in die Sanierung, die schlussendlich die Ostbucht des Ossiachersees von der Algenplage befreien sollte. "Die Sanierung und das saubere Wasser im See waren jedoch zu wenig. Daher die Ambitionen, Tourismus und Kultur einzubinden", so Benger. Das Bleistätter Moor sowie die neue Ostbucht des Ossiacher Sees bieten sich geradezu an, um für Wanderer, Naturgenießer, Tierbeobachter inszeniert zu werden. Mehrere Strecken führen als Slow Trails durch das Gebiet. Und genau hier erfolgt die Vernetzung des Tourismus mit der Kultur. Seit 2016 befindet sich bereits das Tourismusbüro von Steindorf im Steinhaus. Freunde der Architektur kommen ebenso ins Haus, wie Gäste. Jeden Mittwoch wird zudem eine Führung durch die architektonische Besonderheit angeboten.

Jedenfalls seien weitere Attraktivierungen des Gebiets geplant, informierte Holub: "Wir werden auch das südliche Becken des Sanierungsgebiets als Natura-2000-Fläche an die EU melden um eine ungestörte Weiterentwicklung der Natur sicherzustellen. Durch die Ausweisung wird der Lebensraum zahlreicher Tier- und Pflanzenarten geschützt. Um das Bleistätter Moor noch besser für Naturliebhaber erlebbar zu machen, soll ein Radwegkonzept erstellt werden, das sowohl den Ortsbereich von Ossiach sowie den Bahnhof in Steindorf einbindet. Davon soll sowohl der touristische Radverkehr als auch der Alltags-Radverkehr profitieren", so Holub. Es werde seitens der zuständigen Fachabteilung eine entsprechende verkehrsplanerische Untersuchung erfolgen. Das gemeinsame Ziel sei es jedenfalls, das Bleistätter Moor als Jahrhundertprojekt laufend zu verbessern.



Rückfragehinweis: Büro LR Benger, Büro LR Holub
Redaktion: Robitsch/Rauber/Zeitlinger
Fotohinweis: Büro LR Holub