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10 Jahre Pädagogische Hochschule Kärnten

17.10.2017
LH Kaiser: Bildungsinstitution nahm erfolgreiche Entwicklung - Noch mehr Forschung im Bereich der Elementarpädagogik wünschenswert


Klagenfurt (LPD). Seit zehn Jahren gibt es die Pädagogischen Hochschulen (PH) in Österreich. Die "PH Kärnten - Viktor Frankl Hochschule" feierte heute, Dienstag, ihr zehnjähriges Jubiläum, verbunden auch mit dem zehnjährigen Viktor Frankl Symposium. Die PH Kärnten ist ein umfassendes Bildungszentrum für Lehrerinnen und Lehrer und für Personen, die in pädagogischen Feldern tätig sind oder sein werden. Angeboten werden akademische Aus-, Fort- und Weiterbildung für Lehrer/innen aller Schultypen sowie im Bereich des Minderheitenschulwesens. Im Studienjahr 2017/18 werden erstmalig die folgenden Lehrgänge gestartet: Lesen und Schreiben in einer Bilderwelt, Global Citizenship Education und Berufsbezogene Fremdsprache Englisch im Bereich der Berufsschulpädagogik.

Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser gratulierte im Rahmen des heutigen Festaktes Rektorin Marlies Krainz-Dürr sowie dem gesamten Team der Hochschule und allen Kooperationspartnern.
Er wies auf die großartige Entwicklung hin, die die Hochschule in Kooperation mit der Universität Klagenfurt und dem Bildungsverbund Süd-Ost (Hochschulen und Universitäten der Steiermark, Burgenland und Kärnten) genommen hat. "Ihr seid Educational Frontrunner", sagte

Kaiser verwies auf den Namensgeber Viktor Frankl und damit auf Werte wie Toleranz, Offenheit, Respekt, die als Erziehungsziele immer notwendiger würden. Neben dem kognitiven Wissen brauche es vermehrt Zusammenhalt und Humanität, diese Werte im Sinne von Viktor Frankl sollten kein Alleinstellungsmerkmal der herausragenden PH Kärnten sein, sondern allgemeingültig sein bzw. werden. Als positives Merkmal der PH strich der Bildungsreferent auch die Didaktik im Slowenisch-Unterricht hervor.

Er wünsche sich für die Zukunft, dass die PH Kärnten vertiefte Forschung im Bereich der Elementarpädagogik machen könne. Weiters sollte es auch künftig vertiefte Kooperation im Bildungsverbund geben. Wünschenswert wäre weiters auch personelle Kontinuität an der PH Kärnten, so Kaiser.

Klagenfurts Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz sprach ebenfalls die enorme Bedeutung der PH Kärnten für Klagenfurt an und dankte der Rektorin Marlies Krainz-Dürr. Sie sagte, die Ausbildung werde immer herausfordernder.

Sektionschefin Angela Weilguny - sie überbrachte die Grüße von Bundesministerin Sonja Hammerschmid - machte dem PH Kärnten-Team ebenfalls Komplimente. Diese Hochschule pflege eine Kultur der kritischen Auseinandersetzung und gebe aber auch immer Impulse zur Verbesserung. Qualitätsentwicklung, Schulmanagement und Schulentwicklung würden künftig große Aufgaben darstellen. Die PH Kärnten zeichne sich durch den Blick auf die Gesamtverantwortung aus und durch den Fokus auf Qualitätsverbesserungen.

Vizerektorin Gabriele Khan erwähnte die vielen Forschungsprojekte, die es seit zehn Jahren gebe und die positiv abgeschlossen werden konnten. Es gelte, die Forschung weiterhin zu forcieren, so Khan.

Vizerektor Walter Waldner wies ebenfalls auf die großen Veränderungen, etwa in der Lehramtsausbildung, hin. Vizerektor a.D. Fritz Fuchs ging auf die Namensgebung der Viktor Frankl-Hochschule näher ein und unterstrich das Gedankengut von Frankl, das für alle kostbar sei.

Die Gründungsrektorin Marlies Krainz-Dürr erwähnte ebenfalls die gelungene Fusion bzw. Umsetzung der Hochschule und meinte, dass die gute Kooperationskultur auch sehr anstrengend sei. Auch sei die Hochschule baulich erweitert und modernisiert worden.

Die Vorsitzende des Hochschulrates Elke Gruber hieß zur Feierstunde an der Hochschule zahlreiche Ehrengäste und Repräsentanten von Bildungsinstitutionen aus dem In- und Ausland willkommen. Unter ihnen befanden sich auch Landesschulratspräsident Rudolf Altersberger und Vizebürgermeiter Jürgen Pfeiler. Durch das Programm führte Michael Sabath (Kleine Zeitung).

Die Pädagogische Hochschule Kärnten gliedert sich in sechs Institute, drei Regionale Fachdidaktikzentren, zwei Zentren (Inklusion und Inklusive Pädagogik/Pädagogisch-Praktische Studien), drei Stabstellen (Servicestellen), ein Bundeszentrum für fachbezogene Schulentwicklung, zwei Forschungs- und Praxisschulen.

Für die Gesamtkoordination und strategische Weiterentwicklung der PH Kärnten ist eine regelmäßig tagende Leiter/innenkonferenz eingerichtet. Für die Studienorganisation sind zwei Studiengangsleitungen zuständig (Studiengang Primarstufe, Studiengang Sekundarstufe) sowie eine Koordinationsstelle für die schulpraktischen Studien in beiden Studiengängen.

Viktor Emil Frankl (1905-1997) war österreichischer Neurologe und Psychiater. Er begründete mit der Logotherapie und Existenzanalyse die "Dritte Wiener Schule der Psychotherapie" und ist Namensgeber der Pädagogischen Hochschule Kärnten - Viktor Frankl Hochschule.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Brunner
Foto: LPD/Just