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Volkshilfe Kärnten wurde Kärntner Landeswappen verliehen

21.10.2017
LH Kaiser: Volkshilfe ist wichtige und starke Säule in der Freiwilligenarbeit und im Bereich des Ehrenamtes


Klagenfurt (LPD). Im Konferenzsaal der der Arbeiterkammer fand heute, Samstag, die Landeskonferenz und der Festakt der Volkshilfe Kärnten anlässlich des 70-Jahr-Jubiläums statt. Dem gemeinnützigen, sozialen Dienstleistungsverein wurde von Landeshauptmann Peter Kaiser das Recht zur Führung des Kärntner Landeswappens verliehen. Die Urkunde übergab Kaiser an Volkshilfe Kärnten Präsident Ewald Wiedenbauer und Geschäftsführer Hermann Riepl.

"Das Volkshilfe-Motto ‚Hilfe für das Volk durch das Volk‘ und die seit 70 Jahren geleistete Arbeit und der Einsatzwille der Volkshelferinnen und Volkshelfer sind einzigartig, und dafür gebührt den ehrenamtlichen Mitarbeitern und den Beschäftigten der größte Dank", stellte der Landeshauptmann an den Beginn seiner Rede. Aus der Geschichte bzw. Arbeit der Volkshilfe gäbe es viele Anregungen und Parallelitäten, die man für die heutige Politik herausfiltern könne.

Kaiser verwies dabei auf die 54.000 Heimkehrer nach dem Krieg, denen von der Volkshilfe geholfen wurde. Heute sind es die Migranten. "3.240 Asylwerber leben derzeit in Kärnten Wir wissen, dass die Flüchtlingsfrage immanent ist, und trotzdem vergisst unserer Wohlstandgesellschaft sehr oft, füreinander da zu sein", fand er klare Worte.

In Bezug auf die Altenbetreuung erinnerte Kaiser daran, dass bei allen positiven Aspekten des Sozial- und Wohlfahrtstaates es unumgänglich sein werde, bei der Pflege und Betreuung zukünftig neue Wege zu gehen. "Mit der Abschaffung des Pflegeregresses wurde ein erster Schritt getan. Lange Zeit wurde jedoch keine Möglichkeit gefunden, diesen Menschen zu helfen", verhehlte Kaiser nicht.

Hervorgehoben wurde vom Landeshauptmann auch die Volkshilfe Unterstützung für Lehrlinge und Studenten in den letzten 70 Jahren. In diesem Zusammenhang erinnerte er an die Rettung des einzigen sozial, leistbaren Studentenheimes in Klagenfurt, des Mozartheimes, im Jahr 2013. "Wir haben es damals mit einem Kraftakt gerettet. Es gibt derzeit 11.000 Studenten in der Landeshauptstadt und noch immer zu wenige, sozial leistbare Studentenheimplätze", verwies er auf die derzeitige Situation.

Ebenfalls thematisiert von ihm wurde die Armutsgefährdung. "Maßnahmen gegen Sie, müssen auch weiterhin auf der gesellschaftspolitischen Agenda ganz oben stehen", betonte er. Kärnten kann hier in den letzten Jahren mit sinkenden Zahlen aufwarten. "Ich bin stolz dass die Armutsgefährdung gemildert wurde. Von den 561.000 Bewohnern des Landes waren vor vier Jahren 16 Prozent oder 90.000 Personen von ihr betroffen. 2017 sind es 68.000 Personen, als um 22.000 weniger, oder elf Prozent", nannte er konkrete Zahlen.

Bei der Verleihung der Urkunde des Kärntner Landeswappens dankte der Landeshauptmann den 250 ehrenamtlichen Funktionärinnen und Funktionären ebenso wie den 72 hauptamtlichen Mitarbeitern der Kärntner Volkshilfe für ihr soziales Engagement. "Alle stehen im Dienst der Nächsten. Ich bin mir sicher, dass sich die Volkshilfe auch weiterhin mit der ihr gewohnten Kraft für die Anliegen der Menschen, für in Not geratene und Hilfsbedürftige einsetzten wird", so Kaiser.

Seitens der Volkhilfe ergriffen Wiedenbauer und Barbara Gross, Präsidentin der Volkshilfe Österreich, das Wort. Für die Stadt Klagenfurt stellt sich Bürgermeisterin Maria Luise Mathiaschitz als Gratulantin ein.



Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Michael Zeitlinger
Fotohinweis: LPD/fritz press