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Psychiatrischer Not- und Krisendienst: 2500 Einsätze pro Jahr

26.10.2017
Psychische Notlagen und psychosoziale Krisen nehmen zu. LHStv.in Beate Prettner bringt bei morgiger Regierungssitzung Subventionsantrag ein


Klagenfurt (LPD). Der psychiatrische Not- und Krisendienst (PNK) ist in Kärnten rund um die Uhr im Einsatz: An sieben Tagen die Woche werden Patienten von 0 bis 24 Uhr telefonisch oder vor Ort beraten und betreut. "Die Inanspruchnahme des PNK ist kostenlos", informierte, heute, Donnerstag, Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner. Sie wird in der kommenden Regierungssitzung - diese findet bereits morgen Freitag statt - dem Kollegium einen Subventionsantrag in Höhe von 361.989 Euro vorlegen. Im Vergleich zum Vorjahr wäre dies eine Anpassung entsprechend dem durchschnittlichen Verbraucherpreisindex von 0,9 Prozent.

Wie Prettner erklärte, stehe die Notfallhilfe bzw. Krisenintervention Menschen in psychischen Notlagen bzw. psychosozialen Krisen zur Seite: "Zuständig ist der PNK für alle psychischen Störungen, die einer Akutintervention bedürfen - von Krisen bei Alzheimer-Kranken über Verhaltensstörungen durch psychotrope Substanzen, wahnhafte Störungen, aber auch Panikattacken, plötzliche Krisen bei Borderline bis hin zur Erstberatung bei Ess-Störungen, Aufklärung über Therapiemöglichkeiten etc."

Die Interventionen des PNK stellen keine ambulanten Krankenhausleistungen dar und sind grundsätzlich nicht mit der Aufnahme in ein Krankenhaus verbunden. "Vielmehr handelt es sich um ein Betreuungsangebot, das zusätzlich zur Standardversorgung in den Krankenhäusern besteht", betonte Prettner.

Mit den beiden Standorten Klagenfurt (PNK-Ost) und Villach (PNK-West) sowie dem SPD Spittal ist eine flächendeckende Versorgung sichergestellt. "Im Vorjahr wurden 2.478 Einsätze verzeichnet, Tendenz steigend", informierte Prettner. "Dazu kommen Tausende telefonische Beratungen. Alleine im PNK-Ost wurden 3.556 Telefonate registriert."


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Grabner/Zeitlinger