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Für mehr Achtsamkeit im Straßenverkehr

27.10.2017
LR Darmann: Aktion "Schau auf dich und nicht aufs Handy" gemeinsam mit KFV im Rahmen der Initiative "Sicheres Kärnten" umgesetzt


Klagenfurt (LPD). Im Rahmen der heute, Freitag, stattgefunden KFV-Aktion "Schau auf dich und nicht aufs Handy!" am Neuen Platz in Klagenfurt, informierte Verkehrssicherheitsreferent LR Gernot Darmann auch über zukünftige Schwerpunkte der von ihm ins Leben gerufenen Initiative "Sicheres Kärnten". Der Landesrat stellte einige Maßnahmen vor, welche zu mehr Achtsamkeit im Straßenverkehr führen sollen. Mit speziellen KFV-Workshops im Bereich "Ablenkung" für Schüler zwischen zehn bis vierzehn Jahren wird Kärnten hier sogar zur Modellregion in ganz Österreich.

Primäres Ziel der Sicherheits-Initiative von Darmann war in den vergangenen Wochen im Hinblick auf den Schulbeginn der Schutz der Kinder und Schüler. Die Initiative wurde flächendeckend in ganz Kärnten ausgerollt. "Bis jetzt machen in ganz Kärnten bereits über 50 offizielle Partner bei unseren Sicherheits-Aktionen mit. Heute haben wir mit dem Kuratorium für Verkehrssicherheit und unserer Partnerstadt Klagenfurt die neue KFV-Aktion ´Schau auf dich und nicht aufs Handy´ am Neuen Platz in Klagenfurt durchgeführt", erklärte Darmann.

Unachtsamkeit und Ablenkung sind - auch in Kärnten - seit Jahren Unfallursache Nummer 1. Aktuelle Beobachtungen zeigen, dass jeder neunte Fußgänger in Kärnten durch das eigene Mobiltelefon abgelenkt ist. Der Landesrat nahm selbst an der im Rahmen von "Sicheres Kärnten" durchgeführten Aktion teil, bei der insbesondere Fußgänger daran erinnert werden sollen, wie wichtig volle Aufmerksamkeit im Straßenverkehr ist.

Neben den Themen Kinder und Schule sowie Geschwindigkeit werde das Thema "Ablenkung" ein weiterer Schwerpunkt für die nächsten Wochen sein, so Darmann. "28 Prozent der Kärntner Fußgänger sind beim Queren einer Straße erkennbar abgelenkt. Deshalb werden wir unter anderem in den Schulen Workshops durchführen und wollen damit bereits Kinder und Jugendliche im Alter zwischen zehn und neunzehn Jahren ansprechen. Mit Workshops für Schüler zwischen zehn und vierzehn Jahren setzen wir österreichweit gemeinsam mit dem KFV ein innovatives Pilotprojekt um. Kärnten nimmt hier wie beim 3D-Zebrastreifen wieder die Vorreiterstellung ein", betonte der Verkehrssicherheitsreferent.

KFV-Expertin Sabine Kaulich bedankte sich bei Darmann für die Unterstützung der Aktionen zur Steigerung der Verkehrssicherheit in Kärnten. Sie habe die enorme Resonanz der Initiative "Sicheres Kärnten" nicht erwartet. Zum Thema "Ablenkung" müsse es jedenfalls eine verstärkte Bewusstseinsbildung geben. "Der Anteil der Fußgänger, die sich abgelenkt im Straßenverkehr bewegen, steigt kontinuierlich. Mit unseren neuen Verkehrssicherheitsaktionen erinnern wir die Bevölkerung ganz gezielt, dass für alle Verkehrsteilnehmer volle Aufmerksamkeit im Straßenverkehr lebenswichtig ist", so Kaulich.

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Höchste Konzentration, vor allem beim Queren von Straßen bzw. Kreuzungen, auch auf Wegen, die man in und auswendig kennt.

Stopp- und Aufmerksamkeitspunkte schaffen: Die Gehsteigkante bewusst wahrnehmen und davor stehen bleiben.

Beim Überqueren der Straße gibt es keine Kompromisse: Hier gilt Stoppen - vom Handy aufsehen/Hörer weg vom Ohr/Kopfhörer runter nehmen - Schauen - Gehen.

Wenn möglich einen Zebrastreifen nutzen (Pflichtnutzung innerhalb von 25 Meter Entfernung!) und nicht zwischen den Autos durchschlängeln. Ist dies unvermeidbar, dann langsam und vorsichtig so weit vortreten, dass Sie gesehen werden.

Blickfeld vor dem Stehenbleiben und vor dem Losgehen bewusst auf das Umfeld nach vorne und unten erweitern; nach vorne auf die Richtung und Hindernisse; nach unten auf Kanten und taktile Bodenindikatoren, wie bspw. den Rillenlinien entlang von Bahnsteigkanten oder den taktil markierten Einstiegsstellen an Haltestellen.

Bewusst auf Geräusche achten. Das akustische Auffindesignal von Ampel-Leitsystemen (hörbares Klacken) kann ein Warnhinweis dafür sein, nun erhöht aufmerksam zu sein.

Queren sie Straßen und Kreuzungen nicht diagonal, da es so schwieriger ist den Verkehr aus allen Richtungen im Blick zu haben.

Bleiben sie beim SMS-Tippen oder E-Mail-lesen stehen oder gehen sie an der Hausseite des Gehsteiges. Stopp- und Aufmerksamkeitspunkte immer beachten.

Auch am Gehsteig gilt es visuell und akustisch möglichst aufmerksam zu sein, insbesondere da Kinder und Jugendliche oft mit Rollern, Skateboards und dergleichen unterwegs sind.

Blickkontakt zum Fahrer eines nahenden Verkehrsmittels aufbauen und nicht auf das Vorrecht auf dem Schutzweg verlassen. Auch die Fahrer könnten abgelenkt sein. Geben Sie auch einmal freundliche Handzeichen.

Auf Blitzaktionen verzichten: Geduld ist nicht nur eine Tugend, sondern gelebter Selbstschutz im Straßenverkehr, vor allem wenn man gleichzeitig telefoniert, isst oder E-Mails checkt.


Rückfragehinweis: Büro LR Darmann
Redaktion: Aichbichler/Sternig
Fotohinweis: Büro LR Darmann