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Sommer-Plus von 4,1 Prozent: Kärntens Tourismus ist auf Überholspur

27.10.2017
LR Benger: Wetterlage vermiest September – Nächtigungsminus ändert aber an Gesamtergebnis nichts: Plus bei Nächtigungen und Ankünften


Klagenfurt (LPD). „Was auf Grund der Wetterlage breit kommuniziert wurde, schlägt sich nun auch in den Zahlen nieder. Der September beschert uns ein Übernachtungsminus von 6,7 Prozent, aber das zweithöchste Ergebnis bei September-Ankünften seit Beginn der Aufzeichnungen“, berichtete heute, Freitag, aktuell Tourismusreferent LR Christian Benger. 289.900 Ankünfte wurden im September gezählt, ein Minus von 5,8 Prozent ist zu verzeichnen. Die Übernachtungen machen 1,118 Millionen aus. Gerade der diesjährige September sei mit den Gästeanforderungen, die Natur genießen, sich im Freien bewegen, Land und Leute kennen lernen, nicht vereinbar gewesen. Zu schlechtes Wetter und niedrige Temperaturen hätten die Erwartungen in die Nächtigungen reduziert.


Doch ändere das erwartete September-Ergebnis nichts an der Gesamtlage, so habe der August das höchste Nächtigungsergebnis seit 2007 gebracht. „Das bisherige Sommerhalbjahr bringt ein Nächtigungsplus von 4,1 Prozent (9,15 Millionen gesamt) und ein Plus bei den Ankünften von 6,2 Prozent (2,10 Millionen gesamt)“, so Benger. Mit Sommerhalbjahr ist Mai bis inklusive September gemeint.


Die positive Grundstimmung der Unternehmer, an der der September laut Benger nichts ändern werde, schlage sich auch in den Investitionszahlen nieder. Der Boom des Vorjahres mit fast 130 Millionen Euro Investitionen halte an. In den ersten drei Quartalen 2017 hätten vor allem die Kärntner Familienbetriebe über 44 Millionen Euro investiert. Kärnten bleibe innerhalb Österreichs damit an sensationeller zweiter Stelle. „Diese Zahlen sind entscheidend, denn sie sichern nicht nur die Standorte ab, sondern sind der Garant für Arbeitsplätze, Einkommen und Wertschöpfung weit über den Tourismus hinaus“, betonte der Tourismusreferent.


Zum September: der Inlandstourismus ist im Vergleich zum Vorjahres-September um 6,8 Prozent zurückgegangen, ausländische Gäste kamen um 6,5 Prozent weniger nach Kärnten. Zuwächse gab es bei Gästen aus Belgien (+2,1 Prozent), Frankreich (+8,3 Prozent) oder Polen (+9,5 Prozent). Der Ausländeranteil macht bei September-Nächtigungen 62 Prozent der Gesamtnächtigungen aus. Hauptherkunftsland mit 71 Prozent ist Deutschland.


Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer betrug 3,9 Tage. Zuwächse hatten die 4-Sterne-Superior und 5-Sterne-Betriebe zu verzeichnen. „Wer ein alternatives Angebot zum Naturgenuss hat, punktet auch bei Schlechtwetter. Das ist in diesen Randmonaten besonders zu spüren“, sagte Benger. Naturgemäß ist auch das Camping-Ergebnis im September demnach mit einem Minus von 12,5 Prozent eine logische Konsequenz.


Unter den 20 nächtigungsstärksten Gemeinden erzielten nur drei Gemeinden ein positives Ergebnis: St. Kanzian am Klopeiner See (+7,7 Prozent), Velden am Wörther See (+7,4 Prozent) und Kötschach-Mauthen (+14,0 Prozent). Einbußen gab es in Villach (-1,4 Prozent), Hermagor-Pressegger See (-18,9 Prozent), Finkenstein am Faaker See (-31,3 Prozent), Bad Kleinkirchheim (-1,1 Prozent), Pörtschach am Wörther See (-1,2 Prozent), Klagenfurt am Wörthersee (-10,3 Prozent), Weißensee (-9,0 Prozent), Millstatt am See (-4,5 Prozent), Seeboden (-4,4 Prozent), Radenthein (-11,0 Prozent), Steindorf am Ossiacher See (-4,6 Prozent), Keutschach am See (-2,7 Prozent), Ossiach (-10,4 Prozent), Treffen am Ossiacher See (-6,9 Prozent), Rennweg am Katschberg (-1,6 Prozent), Althofen (-12,0 Prozent) und Feldkirchen in Kärnten (-14,0 Prozent).


Die Hauptsaison Juli-August bilanziert mit einem Ankünfteplus von 4,1 Prozent, konkret mit 1,195 Millionen Ankünften. Das ist das fünfthöchste Ergebnis seit den Aufzeichnungen. Das Nächtigungsplus im Juli-August beträgt drei Prozent, das sind in Summe 5,798 Millionen Übernachtungen.



Rückfragehinweis: Büro LR Benger

Redaktion: Robitsch/Sternig