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62. Jahrgang des Statistischen Handbuches des Landes liegt vor

28.10.2017
LH Kaiser dankt neuer interimistischer Statistik-Leiterin Evelin Leiner und ihrem Team für Kärntner Nachschlagewerk


Klagenfurt (LPD). Das von der Landesstelle für Statistik beim Amt der Kärntner Landesregierung erarbeitete Statistische Handbuch liegt in seiner 62. Auflage der Öffentlichkeit vor. Dem Grundsatz folgend, dass Informationen auf gesicherten Datengrundlagen einen Eckpfeiler unserer modernen Wissensgesellschaft darstellen, bietet dieses "Standardwerk der Landesverwaltung" alljährlich der Politik und Verwaltung, aber auch der interessierten Bevölkerung, eine hochwertige und umfangreiche Datensammlung über das Bundesland Kärnten. Nachzulesen sind objektive Informationen über demografische, soziale und wirtschaftliche Strukturen des Landes in übersichtlicher Form.

"Wir ertrinken in Informationen, aber hungern nach Wissen. Um diesem Ausspruch des Zukunftsforschers John Naisbitt entgegen zu wirken, erstellt die Landesstatistik alljährlich eine umfangreiche und hochwertige Datensammlung", sagt Landeshauptmann Peter Kaiser heute, Samstag. Das Statistische Handbuch des Landes Kärnten sei ein beliebtes und häufig nachgefragtes Standardwerk der Landesverwaltung. Es soll nicht nur der Politik und Verwaltung als Planungs- und Entscheidungsgrundlage dienen, sondern auch interessierten Bürgerinnen und Bürgern als zuverlässige Orientierungshilfe, so Kaiser. Neben einer Fülle an aktuellen Daten enthalte es auch viele fortgeführte Zeitreihen, aus denen sich interessante Entwicklungen ableiten lassen.

"Hohe Benutzerfreundlichkeit, fernab von trockenen Rechenbeispielen steht im Mittelpunkt und für den aufmerksamen Leser gibt es auch die eine oder andere Überraschung", meint Kaiser, der dem engagierten Team der Landesstatistik um die nunmehrigen Leiterin Evelin Leiner (als Nachfolgerin von Peter Ibounig) dankt.

Durch die seit dem Jahre 1955 publizierte Reihe, können auch viele Entwicklungen in der Nachkriegsgeschichte unseres Landes dargestellt werden - ähnlich einem "Spiegel der Zeitgeschichte". So stellt sich auch immer wieder heraus, dass hinter den vordergründig trockenen Zahlen bei näherer Betrachtung "Leben und Bewegung" erkennbar werden.

Ein Auszug daraus mag die interessantesten Entwicklungen verdeutlichen: Wussten Sie zum Beispiel, dass die 132 Gemeinden insgesamt 2.828 Ortschaften umfassen, dass von den 132 Gemeinden 102 Gemeinden der Gemeindegrößenklasse 1.000 bis 5.000 Einwohner angehören, dass im letzten Jahr die Gemeinde Zell mit 608 Einwohnern die bevölkerungsmäßig kleinste Gemeinde war, dass in den letzten fünf Jahren nur 43 von 132 Gemeinden Bevölkerungszuwächse verzeichnen? Oder, dass bereits im Jahre 1996 der Höchststand an Einwohnern erreicht wurde und seither die Bevölkerungszahl abnimmt, dass die Lebenserwartung erneut angestiegen ist und nun für Männer 78,7 Jahre und für Frauen 84,4 Jahre beträgt, dass von den 900 geschiedenen Ehen 31 Prozent kinderlos waren, dass gegenwärtig 196 Fachärzte, 178 Ärzte für Allgemeinmedizin und 312 Zahnärzte ordinieren, dass im Jahr 2016 in 77 Altenwohn- und Pflegeheimen Kärntens rund 5.200 betagte Menschen untergebracht waren, dass der Erfindungsreichtum der Bevölkerung durch 66 neue Patentanmeldungen dokumentiert werden kann, dass im letzten Jahr 2.706 Unternehmensneugründungen erfolgten, dass Deutschland und Italien für Kärntner Unternehmen sowohl einfuhr- als auch ausfuhrseitig die bedeutendsten Partnerländer sind, dass seit Beginn der statistischen Aufzeichnungen über den Tourismus sowohl die Winter- als auch die Sommersaison 2016 die höchste Anzahl an Gästen aufwies, dass die Gemeinde Hermagor-Pressegger See die meisten Übernachtungen im Winter und St. Kanzian am Klopeiner See die meisten im Sommer aufweisen kann? Weiters, dass 518 elektrisch betriebene Kraftfahrzeuge in Verwendung waren, wobei sich deren Bestand allein in den letzten zwei Jahren verdoppelt hat, dass im Jahr 2016 insgesamt 33 Tote im Straßenverkehr verzeichnet wurden, dagegen im Jahre 1972 mit 219 fast siebenmal so viele, dass pro Haushalt 26 Prozent aller Ausgaben auf den Wohnungsaufwand, dagegen nur zwölf Prozent auf Nahrungsmittel und Getränke entfallen, dass im Jahresdurchschnitt 2016 mit 207.300 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ein Rekordbeschäftigtenstand erzielt wurde, dass 56 Prozent aller Lehrkräfte in den "Allgemeinbildenden Höheren Schulen" älter als 50 Jahre sind, dass 83 Prozent aller Lehrkräfte an den Pflichtschulen weiblich sind, dass die 420 Feuerwehren insgesamt 19.224 aktive Feuerwehrmitglieder aufweisen, die im Jahre 2016 18.421 Einsätze durchführten, wobei zwei Drittel auf technische Einsätze entfielen.

Diese und noch viele weitere interessante Informationen über das Land Kärnten und seine Bewohner können dem neu erschienenen Statistischen Handbuch des Landes Kärnten, 62. Jahrgang 2017, entnommen werden. Der im Verlag Johannes Heyn herausgegebene Band kann auch über den Buchhandel bezogen werden. Darüber hinaus steht die gesamte Reihe vom ersten bis zum 62. Band allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern zur Einsichtnahme in der Landesstelle für Statistik beim Amt der Kärntner Landesregierung zur Verfügung.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Karl Brunner

Fotohinweis: Büro LH Kaiser