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Lernen unter einem Dach

28.10.2017
LH Kaiser eröffnete in Trebesing Bildungszentrum mit Ganztagsbetreuung - Kinder lernen am allermeisten voneinander


Klagenfurt (LPD). Trebesing setzt mit dem neuen Bildungszentrum auf Ganztagsbetreuung für Kinder von eins bis zehn Jahren und sichert so den Schulstandort. Um 2,8 Millionen Euro wurde das Volksschulgebäude im Zuge der Sanierung ausgebaut und als Bildungszentrum aufgewertet. Heute, Samstag, fand die Eröffnung mit Bildungsreferent LH Peter Kaiser statt.

"Kinder lernen am allermeisten voneinander, das festigt die spätere Gemeinschaft und das Verantwortungsgefühl", sagte der Landeshauptmann und betonte, dass der ländliche Raum eine gute Zukunft habe, wenn man Qualität vor Ort anbiete. In Bildungszentren würden alle unter einem Dach lernen, dazu gebe es auch unterschiedliche Kulturträger als Ergänzung, was eine erste Bindung entstehen lasse. "Wie wichtig und wertvoll für die spätere Gesellschaft verschiedene Initiativen unter behutsamer pädagogischer Tätigkeit sind, zeigt der Zusammenhalt in Kärnten", so Kaiser. Der Bildungsreferent verwies auf die Wichtigkeit der Elementarpädagogik, da die wesentlichen Grundlagen für Kopf, Herz, Soziales und handwerkliche Geschicklichkeit im frühesten Alter gelegt würden.

Besonders erfreut zeigte sich der Bildungsreferent über die Verbindung des Bildungszentrums mit dem Dorfservice. "So wird die Attraktivität des Lesens großartig unterstützt", sagte Kaiser und bot sich als "Vorleser" an: "Ich möchte gerne eine Stunde aus meinen Lieblingsbüchern vorlesen, die ich von meiner Oma geschenkt bekommen habe." Der Landeshauptmann betonte, dass die Eröffnung des Bildungszentrums ein wichtiger Tag für Trebesing, Oberkärnten und das Kärntnerland sei. "Macht weiter so, Trebesing hat Zukunft", meinte Kaiser. Als Geschenk brachte er Bücherboxen für den Kindergarten und die Volksschule mit.

"Wir sind eine kleine Gemeinde und mit der Zusammenlegung von Kindergarten und Volksschule sowie der Möglichkeit der Ganztagsbetreuung soll Trebesing langfristig als Schulstandort gesichert werden", sagte Bürgermeister Christian Genshofer. Das neue Bildungszentrum biete ganztägige flexible Betreuung für Kinder von ein bis zehn Jahre. "Die Betreuungszeiten von 7 bis 17 Uhr werden für viele berufstätige Eltern im Liesertal interessant sein", meinte der Bürgermeister.

Die Volksschule und der mit 1. September 2017 in Betrieb genommene Gemeindekindergarten wurden im generalsanierten und erweiterten Gebäude zusammengeführt. Entworfen hat das Projekt Architekt Egbert Laggner aus Sachsenburg. Auf den bestehenden Turnsaal wurde für die Kindergruppe ein neuer Baukörper errichtet. Der Dachboden der Volksschule wurde als Ruheraum für den Kindergarten ausgebaut. Das gesamte Volksschulgebäude wurde generalsaniert und barrierefrei erschlossen. Der Turnsaal wurde mit einer mobilen Wand ausgestattet, wodurch der Saal zur Veranstaltungsarena für Konzerte oder Theater werden kann. Insgesamt wurde in Niedrigenergiebauweise gebaut. Ein Büro im neuen Bildungszentrum hat auch das Dorfservice, eine ehrenamtliche Initiative, die Fahr- und Besuchsdienste für ältere Menschen anbietet, wo aber auch Lesepatinnen für die Volksschulkinder tätig sind.

Unter den zahlreichen Gästen waren Bundesrat und Bürgermeister der Gemeinde Mallnitz, Günther Novak, Landtagsabgeordneter und Bürgermeister der Gemeinde Berg im Drautal, Ferdinand Hueter, in Vertretung für Landesrat Christian Benger sowie die Bürgermeister Josef Jury (Gmünd), Peter Ebner (Stall im Mölltal), Gerald Preimel (Lurnfeld) und Klaus Rüscher (Malta). Weiters Christine Sitter, Leader- und Regionalmanagerin Nockregion und Vizebürgermeisterin der Marktgemeinde Finkenstein, Alexander Walcher, Asfinag-Geschäftsführer sowie ORF-Stiftungsrat und Tourismusobmann Siggi Neuschitzer. Für die Umrahmung der Feier sorgten die Kinder des Kindergartens und der Volksschule, der Männergesangsverein Tauernhort und die Trachtenkapelle.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Ulli Sternig
Fotohinweis: LPD/Walter Szalay