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Kärntens Schüler erarbeiten Theaterprojekte zum Gedenkjahr 2018

01.11.2017
LH Kaiser präsentiert Projekt für Schülerinnen und Schüler zu "Österreich-Kärnten 1918-1938-2018" - Ziel: Friedensbildung und Lernen aus Geschichte


Klagenfurt (LPD). Mit dem Schule-Theater-Projekt "Österreich-Kärnten 1918-1938-2018" werden Schulen, Direktionen, Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler für die Geschichte Österreichs und Kärntens sensibilisiert. Im Mittelpunkt steht die Auseinandersetzung mit, aus heutiger Sicht, speziellen Themen der Geschichte Österreichs bzw. Kärntens, welche das Gründungsjahr der Republik 1918 bzw. die Zugehörigkeit Kärntens zur Republik Österreich seit 1918 sowie das Jahr 1938, den Anschluss des austrofaschistischen Ständestaats an das nationalsozialistische Deutsche Reich, künstlerisch und historisch reflektieren. "Daher will das Erinnerungs- und Gedenkprojekt, das vom Landesschulrat für Kärnten durchgeführt wird, aufzeigen, dass das Jahr 2018 ein besonderes Gedenk-und Erinnerungsjahr für die Republik Österreich und für das Land Kärnten ist", erklärt Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser heute, Mittwoch.

Dieses Schule-Theater-Projekt geht auf eine Empfehlung des Fachbeirats für Darstellende Kunst der Kärntner Landesregierung zurück, der das Projekt auch auf ehrenamtlicher Grundlage mitbetreut und bei der künstlerisch-organisatorischen Umsetzung mitbehilflich ist, auch bei der Auswahl der umzusetzenden Projekte. "Es soll ein Anlass sein, sich mit der Geschichte Österreichs und Kärntens auseinanderzusetzen. Insbesondere sollen Schülerinnen und Schüler die eigene Geschichte kennenlernen. Gefragt sind historische und künstlerische Reflexionen über damalige Zeitereignisse, wie dem Gründungsjahr der Republik 1918 bzw. der Zugehörigkeit Kärntens zur Republik Österreich seit 1918 sowie das Jahr 1938, den Anschluss des austrofaschistischen Ständestaats an das nationalsozialistische Deutsche Reich", so Kaiser.

Wie der Landeshauptmann ausführt, gehe es darum, dass die Bedeutung von Friedensbildung gestärkt wird und künftig solche Katastrophen sich nicht mehr wiederholen können: "Dazu ist es notwendig, in der Gegenwart die richtigen Entscheidungen zu treffen ausgestattet mit dem Wissen aus der Vergangenheit und den zukünftigen Zielsetzungen".

Das Schule-Theater-Projekt "Österreich-Kärnten 1918-1938-2018" will für die eigene Geschichte sensibilisieren. Die Umsetzung erfolgt in zehn Projekten, in den zehn Bezirken des Landes Kärnten, in zwanzig Schul- und Bildungseinrichtungen unter professioneller Anleitung von zehn Kultureinrichtungen. Im Zuge dessen sollen die Schülerinnen und Schüler bei der Umsetzung dieser Projekte spielerisch lernen, Themen der Geschichte selbst zu erforschen, die eigene Geschichte, Kunst und Kultur kennenzulernen, um diese dann in Folge dessen künstlerisch theatralisch umzusetzen. In der Umsetzung sind alle Formen miteinbezogen, die in der darstellenden Kunst Platz finden. Dazu zählen beispielsweise Schauspiel, Drama, Musik, Tanz, bildende Kunst und visuellen Medien.

Zur Einreichung können Projekte zum Thema "Österreich-Kärnten 1918-1938-2018" vorgelegt werden, die in einer der beiden Landessprachen oder in beiden Landessprachen durchgeführt werden. Es werden auch Projekte gefördert, die die Inklusion von Schülerinnen und Schüler sowie Künstlerinnen und Künstler mit speziellen Bedürfnissen fördern (z. B. Blinde, Gehörlose, Taubblinde, Rollstuhlfahrer u. a.). Von den eingereichten Projektkonzepten werden zehn Projekte umgesetzt.

Die Ausschreibung erfolgt ab dem 3.November 2017 für Schulen und Kultureinrichtungen in Kärnten. Ausschreibungsschluss ist der 15. Dezember 2017. Vom 16. Dezember 2017 bis 22. Dezember 2017 werden die eingereichten Projekte gesichtet. Im Jänner 2018 erfolgen die Jurysitzungen und die Auswahl der zehn Projekte. Ab Februar 2018 wird an der Umsetzung der einzelnen Projekte gearbeitet, so dass es in den ersten zwei Juniwochen zu Projektpräsentationen der Ergebnisse in den 20 Schulen kommt (pro Projekt jeweils zwei Präsentationen). Diese Projektpräsentationen finden in Form von Vorstellungen statt. In der dritten Juniwoche 2018 werden dann bei Veranstaltungen in der "neuebuehnevillach" mit Workshops und Projektpräsentationen alle Ergebnisse des Projekts präsentiert.

In den Monaten Juli und August 2018 wird der Projektbericht erstellt und der Katalog zum Projekt produziert. Der Projektkatalog wird im September 2018 präsentiert, so dass das Projekt am 30. September 2018 abgeschlossen wird. Der Fachbeirat für Darstellende Kunst besteht aus Angelica Ladurner (Intendantin des Sommertheaterfestivals des Ensembles Porcia), Florian Scholz (Intendant des Stadttheaters Klagenfurt), Marjan Stikar (Regisseur und Schauspieler) und Herbert Gantschacher (Autor, Regisseur, Produzent).


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Schäfermeier/Sternig