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Kärnten und die Steiermark investieren 2,7 Millionen Euro in Kooperationsprojekte im Bereich der Mikroelektronik

02.11.2017
LHStv.in Schaunig: Im Rahmen des "Silicon Alps"-Clusters fördern Kärnten und die Steiermark sechs bundesländerübergreifende Projekte -Gesamtinvestitionsvolumen von rund vier Millionen Euro


Klagenfurt (LPD). Millionenschwere Forschungsprojekte in zukunftsträchtigen Bereichen: der kärntnerisch-steirische Mikroelektronik-Cluster "Silicon Alps" sorgt für einen kräftigen Wachstumsschub für Innovationen in Südösterreich: Im Rahmen eines bundesländerübergreifenden Calls wurden 27 Projekte eingereicht und anschließend von einer internationalen Fachjury der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG evaluiert. Die Ergebnisse liegen nun vor: Gefördert werden die besten sechs Projekte, sie umfassen ein Investitionsvolumen von insgesamt rund vier Millionen Euro. 2,7 Millionen Euro davon fördern die Steiermark und Kärnten, 1,3 Millionen Euro die Projektträger selbst. Der Kärntner Wirtschaftsförderungs Fonds (KWF) stellt knapp eine Million Euro zur Verfügung, das steirische Zukunftsressort fördert die Projekte mit mehr als 1,7 Millionen Euro. Die Themenspanne der Projekte reicht vom Autonomen Fahren über Near Field Communication und das Internet der Dinge bis hin zu Audio-Mikroelektronik.

"Ziel ist es, die Forschungsregion Süd international sichtbar zu machen und durch Kooperationen für mehr Wertschöpfung und Beschäftigung zu sorgen", sagte dazu Kärntens Technologiereferentin LHStv.in Gaby Schaunig heute, Donnerstag. "Alle brandaktuellen Entwicklungen - Digitalisierung, Industrie 4.0, Automatisierung, Internet der Dinge - haben einen gemeinsamen Nenner, und das ist die Mikroelektronik. Mit dem ‚Silicon Alps‘-Cluster multiplizieren wir unsere Potenziale, befeuern Innovation und schaffen in weiterer Folge zukunftssichere Jobs." Die Kooperation von Unternehmen und Forschungseinrichtungen ist ein Teil des Gesamtkonzepts von "Silicon Alps" und darüber hinaus auch Basis des Forschungsverbunds "Silicon Austria".

"Die Mikroelektronik ist ein Schlüsselsektor für die Digitalisierung, die sämtliche Bereiche der Wirtschaft tiefgreifend verändert. Ich bin davon überzeugt, dass die Digitalisierung für die Steiermark und Kärnten große Chancen, wirtschaftliches Wachstum und damit Arbeitsplätze bietet. Mit ams, AT&S, Infineon oder NXP haben wir absolute Vorzeigeunternehmen. Die im Rahmen des Calls unterstützten Projekte werden unsere Kompetenzen in diesem Bereich und die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft weiter stärken", so die steirische Wirtschafts- und Wissenschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl.

Um die Entwicklungen im Themenfeld "Electronic Based Systems" zu beschleunigen sowie Unternehmen und Wissenschaftsinstitutionen beider Bundesländer zur Zusammenarbeit zu motivieren, wurde im Frühsommer 2017 eine vierteilige Forschungsförderung ausgeschrieben. Am Fördervolumen beteiligten sich die Wirtschafts- und Wissenschaftsressorts des Landes Steiermark sowie der KWF auf Initiative des Kärntner Technologieressorts.

Hintergrund: Die Silicon Alps Cluster GmbH mit Sitz in Villach wurde im August 2016 gegründet und ist Österreichs erste bundesländerübergreifende Allianz in der Schlüsselbranche Mikroelektronik. Gesellschafter sind die Steirische Wirtschaftsförderung SFG, der Kärntner Wirtschaftsförderungs Fonds (KWF,) die Industriellenvereinigungen der Steiermark und Kärntens sowie AT&S, AVL, NXP, EPCOS, Infineon, Ortner Cleanroom, CISC und Intel (ab März 2017). Der Cluster hat derzeit über 70 Mitglieder.



Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Schaunig
Redaktion: Matticka/Böhm