News

LOKAL

Gailtal: Schadholzabtransport am Guggenberg läuft wie geplant

02.11.2017

LR Benger: 535 Fuhren bisher, vier Harvester und eine Seilbahn vor Ort – Aufräumarbeiten werden ein Jahr dauern, laut Erfahrung kommt Borkenkäfer dazu



Klagenfurt (LPD). Nach den Sturmschäden im Gailtal im Sommer dieses Jahres und der Suche nach einer Lösung, um den Abtransport vom Guggenberg sicher zu stellen, laufen nun die Aufräumarbeiten, der Transport und die notwendigen Sanierungen und Adaptierungen an den Forststraßen. „Immerhin müssen bis zu 80.000 Festmeter Schadholz vom Berg und das möglichst rasch. Denn Windwurfereignisse in der Vergangenheit zeigen, dass dann auch noch der Borkenkäfer kommt und sich die Schadholzmenge fast verdoppeln kann“, weist Forstlandesrat Christian Benger hin. Drei Schlägerungsunternehmen sind voll im Einsatz, um so viel wie möglich aufzuarbeiten, bevor der Winter kommt. Schon Schlechtwetter alleine würde wieder eine Verzögerung mit sich bringen.


Zusätzlich sind die Arbeiter vom Agrarbauhof vor Ort, um die zwei Forststraßen für den Abtransport her zu richten. Über den sogenannten Plattenweg gelangen die LKW ins Schadholzgebiet und über den Zuchenweg erfolgt die Abfuhr der beladenen 44-Tonner. Das Einverständnis der Grundbesitzer wurde schriftlich per Vertrag eingeholt. „Aber es ist auch in deren Interesse, das Schadholz so schnell wie möglich abzutransportieren, weil ein Käferbefall einen noch größeren Schaden für alle bedeutet“, weist Benger hin. In den nächsten zwei Tagen werden die beiden Wege geschottert. Für diese laufenden Adaptierung der privaten Forststraßen stehen vom Agrarreferat 500.000 Euro zur Verfügung. Die Landesstraße selbst steht auch für Leerfahrten für LKW nicht zur Verfügung, weil auch dort Sanierungsarbeiten beginnen.


Derzeit habe man Glück mit dem Wetter, sodass die vier Harvester und die Seilbahn (steiles Gelände) auf Hochtouren laufen können. Bis zu 15.000 Festmeter Holz wurden bereits abtransportiert, das bedeutet rund 535 LKW-Fuhren. Die vielen Fuhren erfordern immer wieder Sanierungsarbeiten an den Forststraßen. Man rechnet nach 10.000 abtransportierten Festmetern mit Ausbesserungsarbeiten. Bis die jetzigen Arbeiten erledigt sind, wird weiter gearbeitet und das Holz für den Abtransport gelagert. In Summe werden die Aufräumarbeiten ein Jahr dauern.


Weil Waldarbeit gefährlich ist und im Schadholz noch mehr Gefahren lauern, appelliert Benger an die Waldbauern, nicht ohne Experten tätig zu werden. Drei Schlägerungsunternehmen sind daher vor Ort. Außerdem hat Benger die Förderung für die Waldarbeiter-Schutzausrüstung aufgestockt. Über 250 Schutzausrüstungen wurden bereits mit 39.000 Euro gefördert. Schnittschutzhosen, Jacken und Helme umfasst die Förderung. Ab Mindestkosten in Höhe von 250 Euro wirkt die Förderung, 100 Euro beträgt die Unterstützung. Zwei Schnittschutzhosen pro Betrieb werden genehmigt.



Rückfragehinweis: Büro LR Benger

Redaktion: Robitsch/Böhm

Fotohinweis: Büro LR Benger