News

LOKAL

Verbindungsstraße Untergösel-Obergösel für Verkehr freigegeben

03.11.2017
LHStv.in Schaunig und LR Benger eröffneten generalsanierte Bringungsanlage der Gemeinde Frantschach - Sowohl geplante
Bauzeit als auch veranschlagte Kosten wurden unterschritten


Klagenfurt (LPD). 6,4 Kilometer lang ist die Strecke, die in Obergösel beginnt und in Untergösel in die Weinebene Landesstraße einmündet. Die Straße wurde verbreitert und für den Schwerverkehr dimensioniert. Stützkonstruktionen waren daher ebenso notwendig. Begonnen wurde mit den Sanierungsarbeiten 2014, die Gesamtkosten wurden damals auf zwei Millionen Euro veranschlagt, letztlich beläuft sich die Summe nur mehr auf 1,7 Millionen Euro. Auch die vorgesehen Bauzeit wurde merklich unterschritten. Vom Agrarreferat wurden 55 Prozent der Gesamtkosten gefördert, 45 Prozent steuert die Marktgemeinde, über die zur Verfügung gestellten Bedarfszuweisungen und Mitteln der Kommunalen Bauoffensive bei. Die Anrainer mussten, wie sonst üblich bei Wegprojekten wie diesen, keinen Beitrag leisten. Heute, Freitag, wurde in Anwesenheit von Gemeindereferentin LHStv.in Gaby Schaunig und LR Christian Benger die Verbindungsstraße Untergösel-Obergösel nach Abschluss der Sanierungsarbeiten wieder für den Verkehr freigegeben.

"Von der Landwirtschaft bis zum Tourismus, egal ob Arbeits- oder Schulweg, eine gut ausgebaute Infrastruktur, ist, Bedingung für funktionierende Gemeinden, für ein funktionierendes Land Kärnten. Darum sind wir vonseiten der Kärntner Landesregierung stets darum bemüht Zentralräume und ländliche Räume gleichmäßig zu entwickeln, vor allem was den Bau und die Sanierung des Straßennetzes betrifft. Herzlichen Dank für den Einsatz aller Beteiligten und herzlichen Glückwunsch zur effizienten und ökonomischen Umsetzung dieses Projekts", gratulierte Schaunig der Bringungsgemeinschaft unter Obmann Manfred Vallant, den Gemeindebürgerinnen und Gemeindebürger von Frantschach-St.Getraud sowie Bürgermeister Günther Vallant.

"Die Straßen und Wege im ländlichen Raum sind Lebensadern: Arzt, Schule, Beruf, Erholung, Tourismus, Bewirtschaftung, Forst - all das funktioniert nur, wenn auch die Straßen und Wege in Takt sind", hielt Benger fest. Jede Investition in den ländlichen Raum erhalte die Täler und Gemeinden als Lebens-, Siedlungs-, Arbeits- und Naturraum.

Maßgeblichen Anteil an der erfolgreichen Projektumsetzung hatten die Mitarbeiter der Unterabteilung Agrartechnik beim Amt der Kärntner Landesregierung mit ihrem Leiter Peter Hebein und Bauleiter Werner Hofmeister sowie die Frantschach-St.Gertrauder Gemeindeverwaltung, die als Serviceleistung für die Bringungsgemeinschaft mit Amtsleiter Martin Jegart und Bauamtsleiter Roland Kleinzig für die formelle und finanzielle Abwicklung des Vorhabens verantwortlich zeichnete. Über die Verbindungsstraße werden 211 Hektar landwirtschaftliche Fläche bewirtschaftet und 317 Hektar Wald. 18 Hofstellen, zwei Gewerbebetriebe und 13 Wohnhäuser sind über diese Straße erreichbar.

"Damit die Wege ihre Funktion erhalten und Leben, Wohnen, Arbeiten und Wirtschaften im ländlichen Raum sicher gestellt sind, müssen sie saniert werden. Die Herausforderung ist groß. Immerhin umfasst das ländliche Wegenetz rund 8.600 Kilometer in Kärnten", sagte Benger. Im Vergleich: die Landesstraßen umfassen rund 2.700 Kilometer und die Autobahnen 234 Km. Das Gesamtbudget für das ländliche Wegenetz beträgt 2017 über zehn Millionen Euro. Damit werden 18 Millionen Euro an Investitionskosten ausgelöst.

"Diese Bauaufträge gehen zur Gänze in die heimische Wirtschaft. Rund acht Millionen Euro finanzieren alleine die Anrainer und Gemeinden. Zum Vergleich: in der Stadt muss niemand zum Straßenbau dazuzahlen", erinnerte Benger. Zugleich profitieren von den Straßen und Wegen in den Tälern und Gemeinden aber auch Erholungssuchende, Wanderer und Touristen.


Rückfragehinweis: Büros LHStv.in Schaunig, LR Benger
Redaktion: Grollitsch/Robitsch/Sternig
Foto: Büros LHStv.in Schaunig, LR Benger