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Regierungssitzung 3 - Kärntner Kinder profitieren von 5,2 Millionen-Förderpaket

07.11.2017
LHStv.in Prettner stemmt in Regierungssitzung AVS-Förderpaket für sozial benachteiligte und psychisch erkrankte Kinder und Jugendliche


Klagenfurt (LPD). 5,2 Millionen Euro wiegt jenes sozialpolitische Förderpaket der AVS, das heute, Dienstag, LHStv.in Beate Prettner im Rahmen der Regierungssitzung zur Beschlussfassung eingebracht hat. "Das Paket setzt sich aus fünf Teilbereichen zusammen - einer Kinder- und Jugenderholungsaktion, dem Mutter-Kind-Wohnen "Aufwind", dem psychologisch-psychotherapeutischen Dienst, psychotherapeutischen Ambulanzen und der ambulanten Erziehungshilfe", erläutert die Sozialreferentin.

Die Kinder-und Jugenderholungsaktion der AVS ist ein Angebot, das gesundheitlich gefährdeten und/oder sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen im Alter von sechs bis 13 Jahren einen Erholungsaufenthalt am Meer oder in den Bergen ermöglicht. "So verbringen die Kinder und Jugendlichen ihren Ferienaufenthalt entweder in Bibione oder im Jugendgästehaus in Heiligenblut", erklärt Prettner. Die Kinder-und Jugenderholungsaktion der AVS erfolgt in Kooperation mit dem Sozialreferat des Landes Kärnten, wodurch die teilnehmenden Kinder ausschließlich über die Jugendämter der Ferienaktion zugewiesen werden. Die Leistungen im Rahmen der Kinder-und Jugenderholungsaktion werden durch pädagogisch geschulte Betreuer erbracht.

Das Projekt "Aufwind" wiederum bietet schwangeren Frauen und Müttern in Krisensituationen Halt. "Ob es sich um eine akute Krisensituation, um fehlenden familiären Halt, um Schulden oder um psychische Krisen handelt: ‚Aufwind‘ bietet Unterstützung in Form von ‚Betreutem Wohnen‘ und hilft auch auf psychischer Ebene", informiert Prettner. Acht Mitarbeiter stehen hier in Beschäftigung.

Besonders wichtig sind der Sozialreferentin die psychotherapeutischen Ambulanzen. "Sie sind eine Form der frühen Hilfe, die dafür sorgt, Schlimmeres und Langwierigeres zu verhindern", so Prettner. Die therapeutischen Ambulanzen dienen der Früherfassung, Therapie und Beratung von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderungen oder Entwicklungsstörungen. Das Leistungsangebot umfasst Physiotherapie, Logopädie und Ergotherapie. Die Zuweisungen der Kinder erfolgen durch die Abteilung ELKI und die Abteilung für Kinder und Jugendneuropsychiatrie am Klinikum Klagenfurt, die Kinderabteilung des LKH Villach und durch niedergelassene Fach- und praktische Ärzte. Wie Prettner ausführt, sind in den Ambulanzen 35 Mitarbeiter beschäftigt. Sie betreuen pro Jahr mehr als 1.200 Kinder. Im Vorjahr wurden 16.752 Therapien (Physiotherapien, logopädische Therapien, Ergotherapien, Hippotherapien, Schwimmtherapien, Klettertherapien, Therapien im Bereich der Psychomotorik, usw.) erbracht.

"Jede Maßnahme, die früh ansetzt und damit schwerere Erkrankungen verhindert, ist als Investition zu sehen - und nicht als Kostenfaktor", ist die Gesundheitsreferentin überzeugt.



Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Grabner/Böhm