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KULTUR

Regierungssitzung 5 - Landesregierung beschließt Kulturpreisträger 2017

07.11.2017
LR Benger: Kulturpreis des Landes geht heuer an Peter Turrini - Dotation: 14.500 Euro - Verleihung am 13. Dezember 2017 im Stadttheater Klagenfurt


Klagenfurt (LPD). In der Regierungssitzung, heute, Dienstag, wurden auf Antrag von Kulturlandesrat Christian Benger die diesjährigen Kulturpreisträger beschlossen. Gemäß dem Kulturförderungsgesetz hat die Landesregierung alljährlich für besondere kulturelle Leistungen Preise zu vergeben.

Der Kulturpreis 2017 heuer in der Sparte Literatur, dotiert mit 14.500 Euro, geht an Peter Turrini. Die offizielle Vergabe erfolgt am 13. Dezember. Es werden Preise mit einer Gesamtdotation von 66.300 Euro vergeben.

Auf Basis der Beratungen des Kulturgremiums sowie der Berücksichtigung der Würdigung des Lebenswerkes hat Benger als Kulturreferent die Entscheidung getroffen, Peter Turrini für den Kulturpreis 2017 zu nominieren. "Diese Entscheidung ist auf Grund des Lebenswerkes dieses außergewöhnlichen Schriftstellers, das weltweit strahlt, gerechtfertigt und längst überfällig. Sie ist mir ein persönliches Anliegen", betonte Benger.

Schon im Vorfeld habe Benger das Kulturgremium schriftlich gebeten, zu überlegen, Peter Turrini den diesjährigen Kulturpreis zu verleihen. In der Sitzung des Kulturgremiums mit Kulturlandesrat Benger hat sich das Kulturgremium zuerst für Josef Winkler als diesjährigen Kulturpreisträger ausgesprochen, den Vorschlag Bengers mit Turrini jedoch auch berücksichtigen wollen und eine Teilung des Kulturpreises vorgeschlagen. "Als Kulturreferent habe ich eine Entscheidung getroffen. Eine Teilung des Preises ist für mich kein Thema gewesen", berichtete Benger.

Peter Turrini wurde 1944 in St. Margarethen in Kärnten geboren, er wuchs in Maria Saal auf und war von 1963 bis 1971 in verschiedenen Berufen tätig. Seit 1971 ist er als freier Schriftsteller tätig und lebt in Kleinriedenthal bei Retz. Turrinis Werke wurden in über dreißig Sprachen übersetzt, seine Stücke werden weltweit gespielt.
Mit seinem ersten Theaterstück "Rozznjogd" (Uraufführung 1971 am Wiener Volkstheater) wurde Turrini schlagartig bekannt. Es folgen Stücke, u.a. "Sauschlachten", Münchner Kammerspiele 1972; "Josef und Maria", Volkstheater Wien 1980; "Die Minderleister", Akademietheater Wien 1988; "Alpenglühen", Burgtheater Wien 1993; "Die Liebe in Madagaskar", Akademietheater 1998; "Die Eröffnung", Schauspielhaus Bochum 2000; "Ich liebe dieses Land", Berliner Ensemble 2001; "Der Riese vom Steinfeld", Wiener Staatsoper 2002; "Da Ponte in Santa Fe", Salzburger Festspiele 2002; "Bei Einbruch der Dunkelheit", Stadttheater Klagenfurt 2006; "Mein Nestroy", Theater in der Josefstadt Wien 2006; "Jedem das Seine" (gemeinsam mit Silke Hassler), Stadttheater Klagenfurt 2007; "Die Minderleister" (Neufassung), Schauspielhaus Graz 2007; "Der Diener zweier Herren" (frei nach Goldoni), Theater in der Josefstadt 2007; "Die Wirtin" (frei nach Goldoni, Neufassung), Theater in der Josefstadt 2009; "Die Liebe in Madagaskar" (Neufassung), Stadttheater Walfischgasse Wien 2010; "Campiello" (frei nach Goldoni, Neufassung) Theater in der Josefstadt 2011; "Silvester", Stadttheater Klagenfurt 2011; "Endlich Schluß" (Neufassung), Theater in der Josefstadt 2012; "Aus Liebe", Theater in der Josefstadt, 2013; "C'est la vie", Theater in der Josefstadt, 2014, sowie Gedichtbände, Drehbücher, Reden und Essays. Turrinis Werke wurden in über dreißig Sprachen übersetzt, seine Stücke werden weltweit gespielt. Q U E L L E: www.turrini.at

Kulturpreis 2017:
Acht Förderungspreise (Dotierung: je 3.600 Euro) in den Bereichen: Bildende Kunst (Natalie Deewan), Darstellende Kunst (Markus Achatz), Elektronische Medien - Fotografie und Film (Sigrid Friedmann), Literatur (Nina Zdouc), Musik (Julian Philipp, Emanuel Gamisch, Ma BA), Volkskultur (Katrin Winkler), Geistes- u. Sozialwissenschaften (Mag. Bernhard Gitschtaler, BA) sowie Naturwissenschaften/Technischen Wissenschaften (Prof. MMag. DI. DDr. Philipp Hungerländer, Bakk.).

Drei Würdigungspreise (Dotierung: je 6.000 Euro); in den Bereichen: Bildende Kunst (Ines Doujak), Darstellende Kunst (Mag. Alenka Hain), und Architektur und Verdienste um die Baukultur (Prof. DI Dr. Hermann Knoflacher).

Kulturpreis : Peter Turrini: Dotierung: 14.500 Euro in der Sparte Literatur.

Darüber hinaus ein Anerkennungspreis für besondere Leistungen im Bereich der freien Kulturarbeit (Verein s’Kulturkaschtl - Dotierung: 5.000 Euro).



Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: Robitsch/Zeitlinger