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Biomasse-Heizkraftwerk Klagenfurt Ost eröffnet

16.11.2017
LH Kaiser und LR Holub bei der Eröffnung der Vorzeigeanlage - Begriff der Nachhaltigkeit sollte von allen verinnerlicht werden


Klagenfurt (LPD). In der Landeshauptstadt Klagenfurt wurde heute, Donnerstag, das Biomasse-Heizkraftwerk Ost offiziell eröffnet. Seitens der Landesregierung nahmen Landeshauptmann Peter Kaiser und Umweltreferent LR Rolf Holub an der Eröffnung teil.

"Ich bin stolz auf die Landeshauptstadt, auf Cornelius Grupp und all jene, die von Anfang an den Weitblick hatten, dieses Werk zu errichten", gratulierte der Landeshauptmann. In Bezug auf den Energiemasterplan des Landes, der von Umweltreferent Rolf Holub in vielen Bereich bereits umgesetzt werde, glaubt Kaiser, dass es wichtig sei, am Bewusstsein und der Eigenverantwortung zu arbeiten. "Wir sollten auch innehalten und nachdenken über nicht fossile Energieformen", so Kaiser.

Von der Seite des Landes gebe es im Energiemasterplan ein klares Bekenntnis zur Biomasse bzw. Bioenergie. "Wichtig für Kärnten ist aber ebenso die Diversität, variable Energieformen und differenzierte Maßnahmen auf dem Energiesektor. Der Begriff der Nachhaltigkeit wird uns immer begleiten und wir sollten sie uns verinnerlichen", stellte der Landeshauptmann fest.

Klagenfurts Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz bezeichnete das neue Biomasse-Werk als "Meilenstein für die Stadt Klagenfurt". Es sichere langfristig die Versorgung von zehntausenden Haushalten mit Fernwärme und trage zu 37 Prozent zur CO2Reduktion in der Stadt bei. Die Bürgermeisterin bedankte sich bei allen Beteiligten und überraschte Cornelius Grupp (CAG Holding) mit der Umbenennung der Zufahrtsstraße zum Heizwerk in "Energiestraße". Das neue Türschild "Energiestraße 1" übergab sie persönlich an ihn.

Grupp dankte dem Land und der Stadt für die konstruktiven und offenen Gespräche und der RZ-Gruppe mit Dietmar Riegler und Otto Zechmeister. "Eine große Vision wurde Realität und ein Ausnahmewerk entstand", so der CAG-Firmenchef. In Bezug auf den Klimawandel meinte Grupp, dass er für den Planeten Erde eine wesentliche Herausforderung werde. "Wir müssen die künftigen Generationen berücksichtigen. Daher haben wir etwas zu tun", lautete sein Appell.

Videobotschaften übermittelten Wirtschaftsminister Harald Mahrer und Nationalratspräsidentin Elisabeth Köstinger.

Die Bioenergie Kärnten liefert mit den Standorten Ost, Süd und Nord über 90 Prozent des Fernwärmebedarfs der Landeshauptstadt. Der als Nebenprodukt erzeugte Ökostrom entspricht dem Bedarf von rund 35.000 Haushalten. Durch die Biomasse-Heizkraftwerke werden in Klagenfurt jährlich 145.000 Tonnen CO2 eingespart.



Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Michael Zeitlinger
Fotohinweis: LPD/fritz-press