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Marterl-Sanierungen schreiten voran

17.11.2017

LR Benger: Sichtbare Zeichen unserer Kultur erhalten – Mühle in Ingolsthal und Marterl in St. Salvator bei Friesach mit Hilfe des Brauchtumsreferates saniert



Klagenfurt (LPD). „Unsere Marterln zu erhalten, sie zu pflegen und in Szene zu setzen, ist lebendige Kultur, ist gelebter Heimatstolz“, sagte Kulturlandesrat Christian Benger am Mittwoch bei seinem Besuch in Ingolsthal und in St. Salvator. In St Salvator wurde der Floriani-Bildstock, der heuer im Mai am Florianiplatz errichtet und mit einem Fest eingeweiht wurde, nun auf Antrag von Friesachs Bürgermeister Josef Kronlechner auch gefördert. In Ingolsthal ging es um den Erhalt der einzigen Mühle, denn auch Mühlen werden aus dem Topf der Marterlsanierung gefördert. In Summe flossen 5.600 Euro nach St. Salvator und Ingolsthal, um die Sanierung bzw. Errichtung zu unterstützen.


Das Floriani-Marterl in St Salvator wurde aufgrund einer Straßenverlegung an den neuen Standort versetzt. Es ist ein Treffpunkt und liegt am Spazierweg vieler Gemeindebürger. Die Prozessionen führen nun auch wieder am Marterl vorbei. Die Firmen Maurer Gerhard, Eicher Thomas, Eisner Egon und Friedrich Reinbold sowie Franz Neubauer, der die Malerarbeiten erledigte, waren für die Errichtung zuständig. „Selbstverständlich gehört auch die Versetzung des gesamten Bildstocks unterstützt, denn damit lebt die Tradition weiter. Es geht auch um die Feuerwehrleute, die sich damit Schutz bei ihren Einsatz erbitten“, so Benger.


In Ingolsthal kümmert sich seit Jahrzehnten Friedrich Wenzel um den Erhalt der über 200 Jahre alten Mühle. Tausende Euro und noch mehr Arbeitsstunden stecken bereits in diesem Wahrzeichen. Ursprünglich gab es sieben Mühlen entlang des Roßbachs, nur diese eine ist bestehen geblieben. 1980 erfolgte die letzte große Sanierung. Jetzt war das Dach neu zu decken, der Boden zu sanieren, und das Wasserrad wieder in Schwung zu bekommen. „Mit der Sanierung sollte die Mühle in Ingolsthal auch für nächste Generationen eine sichtbare Erinnerung an unsere Wurzeln sein“, sagte Benger.


Im Jahr der Volkskultur geht es laut Benger um konzentrierte Förderungen, die Brauchtum, Traditionen und kulturelles Erbe in allen Facetten erhalten. „Marterln sind ein sichtbares Zeichen unserer regionalen Identität und gehören zur unverwechselbaren Kultur Kärntens. Ich sehe diese Förderung als Heimatpflege“, erklärte er. Deshalb wurde heuer auf seine Initiative hin erstmals die sogenannte „Marterlförderung“ ins Leben gerufen. 50.000 Euro liegen vorerst im Topf. „Mit dieser Förderung wollen wir volkskulturelles Gut und sichtbare Zeichen unseres Glaubens erhalten. Gemeint sind Wegkreuze, Marterln aber auch Mühlen“, so Benger. Diese dürfen aber nicht unter Denkmalschutz stehen. Die Förderung für eine Sanierung beträgt 25 Prozent, maximal jedoch 3.500 Euro.



Rückfragehinweis: Büro LR Benger

Redaktion: Robitsch/Böhm

Fotohinweis: Büro LR Benger