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POLITIK

Kinderschutz darf keine leere Floskel sein

17.11.2017
LHStv.in Beate Prettner bei der Kinder- und Jugendreferentenkonferenz in Innsbruck - Kärnten macht "Strategie Kinderschutz" zum Offensivprogramm.


Klagenfurt (LPD). In Innsbruck tagten Donnerstag und Freitag Österreichs Kinder- und Jugendreferenten. "Im Vorfeld des Welttages der Kinderrechte am 20. November war es das Thema Kinderschutz, das im Mittelpunkt der Diskussion stand", informierte, heute, Freitag, LHStv.in Beate Prettner. Alleine in Kärnten hat es im Jahr 2016 gezählte 2.078 Gefährdungsmeldungen gegeben. Jeder Meldung wurde penibel nachgegangen. Bei knapp mehr als der Hälfte konnte Entwarnung gegeben werden. In nur weniger als zehn Prozent war eine Fremdunterbringung erforderlich.

Wie Prettner betonte, zeige ein Blick auf die Statistik, dass die Zahl der Gefährdungsmeldungen kontinuierlich steigt. Im Jahr 2012 waren es 937 Meldungen, 2015 kam es zu 2.016 Gefährdungsmeldungen, im Vorjahr zu 2.078. "Das heißt aber nicht, dass die Misshandlungsfälle per se zugenommen haben. Der Anstieg ist höchstwahrscheinlich auf die gestiegene Sensibilisierung und die damit verbundene größere Bereitschaft, bei Verdacht eine Meldung zu machen, zurückzuführen", sagte Prettner.

Wie die Referentin ankündigte, werde Kärnten die "Strategie Kinderschutz" in einem Offensivprogramm zum Schwerpunkt der Kärntner Kinder- und Jugendhilfe erklären. "Ziel ist es, unser Hilfsnetz noch enger schnüren zu können. Denn jeder Misshandlungsfall ist einer zu viel."

Vom Bund forderten die Referenten Unterstützung für wissenschaftliche Forschung und Arbeit auf diesem Gebiet.



Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Grabner/Zeitlinger