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Bildungscampus St. Paul im Lavanttal offiziell eröffnet

18.11.2017
Bildungsreferent LH Kaiser: Bildungscampus ist vitales Zeichen eines Bildungsortes der Vorbild für ganz Kärnten ist


Klagenfurt (LPD). In St. Paul im Lavanttal wurde heute, Samstag, der Bildungscampus unter enormen Interesse der heimischen Bevölkerung, der Turnsaal der Volksschule war regelrecht überfüllt, offiziell eröffnet. Seitens des Regierungskollegiums nahm Bildungsreferent LH Peter Kaiser an der Feier teil.

Der Landeshauptmann ging in seiner Rede auf ein Zitat von Nelson Mandela: "Eine Gesellschaft offenbart sich nirgendwo deutlicher als in der Art und Weise, wie man mit ihren Kindern umgeht" ein und bezog es auf den Bildungscampus des Ortes. Er ist ein vitales Zeichen des Bildungsortes St. Paul. Hier entsteht Zukunft und die Jugend, die künftigen Träger des Landes, bekommen hier phantastische Voraussetzungen zum wichtigen Einstieg in das Leben, sowohl über die Bildung und die Erfahrung als auch über die Herzensbildung, Kreativität die Phantasie und das Miteinander", so Kaiser.

Für ihn als Bildungsreferenten ist die Marktgemeinde auf den besten Weg das Beispiel für Kärnten in Bezug auf die Errichtung von Bildungszentren zu werden. "Hier wird bereits vieles miteinander vereinbart, was man in der modernen Pädagogik in anderen Bereichen erst realisieren muss. Neben einem gemeinsamen, pädagogischen Gebäude gibt es hier auch eine gemeinsame Pädagogik", strich der Landeshauptmann hervor. Als Beispiel führte er die enorm wichtige Phase des Übergangs vom Kindergarten in die Volksschule an. "Hier in St. Paul wird dem Übergang besonderes Augenmerk, durch wechselseitige Besuche und vorsichtiges pädagogisches Heranführen mit Projekten, geschenkt" so Kaiser. Wenn man daraus eine positive Einstellung gegenüber Bildungsprozessen und Neuem mitnimmt, dann habe man für das spätere Leben bereits gewonnen. Als Geschenk überreichte er an die Schüler und den Lehrkörper eine St. Andräer-Torte.

Bürgermeister Hermann Primus betonte, dass der Ort eine große Tradition als Schul- und Wissensort habe. "Rund 1.000 Schüler von der Volks-, über die Neue Mittelschule, die Musikschule bis hin zum Stiftsgymnasium sind der beste Beweis dafür", so das Gemeindeoberhaupt. Im Bildungszentrum herrsche auch Dank der modernen Pädagogik viel Leben.

Volksschul-Direktorin Veronika Holzfeind, sie begrüßte die zahlreich erschienenen Ehrengäste, gab einen kurzen Überblick über die neuen Schwerpunkte der Schule, wie den schulübergreifenden Sachunterricht bzw. die Vernetzung mit der Kindergartengruppe und der NMS in Form von Leseprojekten, Sportaktivitäten und der gemeinsamen Bibliothek.

Der Bildungscampus besteht aus zwei Gebäudeteilen die durch einen Verbindungstrakt verbunden sind. In ihnen sind die Volkschule und der Kindergarten bzw. die Neue Mittelschule und die ortsansässige Musikschule untergebracht. Die barrierefreien Umbau- und Sanierungsarbeiten der Volksschule und des Verbindungstraktes erfolgten in zwei Bauphasen in den Jahren 2016 und 2017.Neu errichtet wurde der Volksschulturnsaal, saniert wurden das Volksschuldach, der Verbindungstrakt und die Sanitäranlagen. Die Gesamtkosten betrugen 3,7 Millionen Euro, der Gemeindeanteil beträgt 1,5 Millionen Euro.

Die Volksschule besuchen im heurigen Schuljahr 105 Schüler in sechs Klassen. Sie werden von sechs Lehrern unterrichtet. In der Neuen Mittelschule (Leitung: Erwin Raffer) unterrichten 22 Lehrer. Der Kindergarten (Leitung Helga Nestler) umfasst derzeit zwei Ganztagesgruppen und eine Halbtagesgruppe. Die Musikschule besuchen rund 200 Schüler.



Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Michael Zeitlinger
Fotohinweis: LPD/Helge Bauer