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Regierungssitzung 4 - Notfallpläne für Naturgefahren sollen besser vor Hochwasserauswirkungen schützen

20.11.2017
LR Holub: Effektive Zusammenarbeit von Einsatzorganisationen soll sichergestellt werden


Klagenfurt (LPD). "Die Auswirkungen des Klimawandels machen auch vor Kärnten nicht halt. Daher steht der zukünftige Schutz unserer Siedlungsräume ganz oben auf unserer Agenda", erklärte Umweltlandesrat Rolf Holub heute, Montag, im Anschluss an die Regierungssitzung.

Die entsprechenden Hochwasserrisikomanagementpläne für gefährdete Gemeinden wurden bereits erstellt, jetzt gehe es darum, im "Katastrophenfall" rasch und effizient zu handeln. Dazu gebe es in Kärnten einzigartige wissenschaftlich erarbeitete Datengrundlagen und Prognosetools, etwa für Hochwasser, Rutschungen und Bergstürze, Hangwasser oder regionale Klimaveränderungen: "Die erarbeiteten und vorliegenden Informationen ermöglichen uns maßgeschneiderte Pläne für die Gemeinden", so Holub. "60 Kärntner Gemeinden stehen dabei im Fokus unserer Aufmerksamkeit. Damit soll eine flächendeckende Umsetzung von Notfallplänen in Kärnten
garantiert sein".

Die Erstellung werde in Zusammenarbeit mit den zuständigen Organen und Einsatzkräften wie Bezirkshauptmann, Bürgermeister, örtliche Feuerwehr, Rotes Kreuz und Polizei erfolgen, erklärte der Umweltreferent. Fachliche Unterstützung gebe es zudem seitens der Kärntner Wasserwirtschaft, der Wildbach- und Lawinenverbauung, den Infrastrukturbetreibern wie ÖBB, der E-Wirtschaft, Straßenmeistereien sowie den Bauhöfen der Gemeinden. Auch der Kärntner Katastrophenschutz sei in die Erstellung der Pläne eingebunden.

"Die Erstellung eines Notfallplans ist innerhalb eines halben Jahres realistisch. Die Gemeinden werden seitens des Gemeindebundes über die Möglichkeit der Erstellung eines eigenen Notfallplans für Naturgefahren informiert. Die Umweltabteilung des Landes steht ab sofort für die Erarbeitung der Pläne zur Verfügung", so Holub.



Rückfragehinweis: Büro LR Holub
Redaktion: Rauber/Stirn