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Regierungssitzung 5 - Digitaler Akt in der Kulturförderung ist Realität

20.11.2017
LR Benger: Die Kultur ab sofort digital - Prozesse in der Kulturförderung beschleunigt und transparent abrufbar, neue Richtlinien


Klagenfurt (LPD). Nachdem der Rechnungshof heuer die Prozesse in der Kulturförderung durchleuchtet und kritisiert hat, wird die Kultur ab sofort digital. "Wir können heute einen historischen Meilenstein in der Kärntner Kulturförderung präsentieren. Die Kultur wird digital. Wir haben den digitalen Akt für die Förderwerber geschaffen", betonte heute, Montag, Kulturlandesrat Christian Benger nach der 105. Sitzung der Kärntner Landesregierung.

Konkret heißt das, dass die Prozesse in der Kulturförderung beschleunigt werden, dass der Status eines Förderaktes transparent für den jeweiligen Werber immer Online per Passwort abrufbar ist. In der Sitzung der Landesregierung wurden die neuen Richtlinien für die Vergabe von Kulturförderungen ebenso beschlossen wie die Online- Kulturförderdatenbank.

"Damit wird alles, was im Bereich der Kulturabteilung und dem Regierungsbüro liegt schneller, transparenter und besser nachvollziehbar", so Benger. Doch habe die Kulturabteilung diesen Bereinigungsprozess nicht alleine durchgeführt. "Ich bin ein Verfechter dessen, dass Betroffene eingebunden werden, um Erneuerungen zu schaffen, die auch von allen getragen werden können", betonte Benger.

Der gesamte neue Förderprozess wurde dem Kärntner Kulturgremium und der Interessensgemeinschaft freie Kulturinitiativen vorgelegt und mit ihnen diskutiert. Sämtliche Anregungen wurden in das neue digitale Konzept eingearbeitet.

Gesetzliche Grundlage für Kulturförderungen ist das Kärntner Kulturförderungsgesetz 2001.

Die digitale Förderwelt besteht nun aus einer Online-Förderdatenbank, die Auskunft über den Bearbeitungsstand des jeweiligen Förderantrages gibt. Möglich ist das nur mit einem Zugangscode für den betroffenen Förderwerber. "Das ist nicht so wie in der Landwirtschaft, wo jeder von jedem sieht, wieviel öffentliches Geld fließt", wies Benger hin. Außerdem umfassen die Änderungen neue Verfahren zur Vergabe sämtlicher Kulturförderungen. "Auf www.kulturchannel.at können unsere Kulturschaffenden nun in die digitale Verwaltungswelt eintauchen", so Benger.

Für einzelne Bereiche waren bereits eigene Förderrichtlinien erlassen worden, wie etwa für die Verlagsförderung für Kärntner Verlage (seit 2014), die Filmförderung der Carinthian Film Commission (seit 2015), oder die Förderungsmaßnahmen im Jahr der freien Kulturinitiativen in Kärnten (2016) sowie die Förderung der Volkskultur in Kärnten (seit 2014).



Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: Robitsch/Stirn