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Zertifikate an ÖKOLOG-Schulen

20.11.2017
LH Kaiser und LR Holub: Themenbereiche Gesundheit, Umwelt-, Natur-und Klimaschutz finden in Kärntens Schulen immer mehr Beachtung - Bewusstsein dafür muss früh geweckt werden


Klagenfurt (LPD). ÖKOLOG ist das Basis-Programm des Unterrichtsministeriums zur Umweltbildung als Beitrag zur Bildung für Nachhaltigkeit und Schulentwicklung an österreichischen Schulen. Heute, Montag, wurden in der HTL1 Lastenstraße in Klagenfurt von Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser und Umweltreferent LR Rolf Holub die Zertifikate an Kärntner ÖKOLOG-Schulen übergeben.

"Oikos war im antiken Griechenland die Haus- und Wirtschaftsgemeinschaft, die Begriffe Ökonomie und Ökologie sind davon abgeleitet", sagte der Landeshauptmann und betonte, wie wichtig es sei, dass Bewusstsein bereits in der Schule geprägt werde, denn man könne damit nicht früh genug beginnen. "Die Themenbereiche Gesundheit, Umwelt-, Natur-und Klimaschutz finden in unseren Schulen immer mehr Beachtung. Das zeigt sich bei engagierten Unterrichtsprojekten, die vor allem das Thema Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt stellen." Kärnten habe im Bereich Nachhaltigkeit eine positive Vorreiterrolle, aber man stehe trotzdem erst am Anfang. "Vor immer schneller werdenden und in kurzen Abständen neue innovative Bereiche erschließenden Entwicklungen ist es wichtig, dass wir die Richtung vorzeigen und Orientierung geben", betonte der Landeshauptmann. In der Schule seien diese so wichtigen Schritte grundzulegen. "Ich bitte Sie auf diesem Weg weiter zu gehen und danke dafür sehr herzlich", sagte der Bildungsreferent.

Umweltreferent Holub wies darauf hin, dass Kärnten in Europa den größten Anteil an Erneuerbarer Energie vorweisen könne. "Mit dem neuen Biomasse Heizkraftwerk in Klagenfurt wird ein Quantensprung vollzogen - Es sichert langfristig die Versorgung von zehntausenden Haushalten mit Fernwärme und trägt zu 37 Prozent zur CO2Reduktion in der Stadt bei." In zwei bis drei Jahren soll auch der gesamte Bahnverkehr elektrisch sein. "Wir werden den Klimawandel nicht mehr stoppen können, aber wir werden uns anpassen müssen", so Holub.

Landesschulratspräsident Rudolf Altersberger dankte allen Schulen für die Teilnahme am ÖKOLOG-Projekt und verwies auf die vier neuen Mitglieder seit dem Schuljahr 2017/18: HTL1- Lastenstraße, Zweisprachige BHAK, BRG Viktring, Praxisschule Verbundmodell, Neue Mittelschule Campus Hubertusstraße, VS 11 Maria Gail, VS Hohenthurn und VS Sattendorf.

Der Klagenfurter Umweltstadtrat Frank Frey lobte die HTL 1 als eine Schule, an der permanent an neuen Technologien geforscht werde. Michael Archer, Direktor der HTL 1 Lastenstraße berichtete über die vielen innovativen Projekte der Schule im Rahmen des EnergieMasterplans der HTL 1. Für die musikalische Umrahmung sorgten "Faisalamanda".

In Kärnten gibt es 50 ÖKOLOG-Schulen: VS 23 Wölfnitz, NMS Nötsch, VS Maria Rojach, VS Fresach, VS Dellach, VS Pusarnitz, VS Kötschach-Mauthen, VS Villach 9 -Fellach, VS Spittal -West, VS Möllbrücke, VS St. Georgen am Längsee, VS St. Veit, VS Irschen, VS St. Andrä, VS Klein St. Veit, VS Molzbichl, VS Sattendorf, VS Obermillstatt, VS Keutschach, VS Maria Gail, VS Keutschach, VS Hohenturn, VS Ponfeld, VS Seeboden, VS Sörg, VS Trebesing, NMS 2 Spittal, NMS Winklern, NMS Völkermarkt, NMS Wölfnitz, NMMS Seeboden, LFS Litzelhof, HBLA Pitzelstätten, Zweisprachige HAK Klagenfurt, HTL1 Lastenstraße, HLW Spittal, PH Kärnten, SMS Lind, NMMS Gmünd, NMS Gegendtal, NMS Lurnfeld, SfS Seebach, Praxisschule NMS, PTS Spittal/Drau, LFS Drauhofen, BG/BRG St. Veit, BRG Viktring, FBS Völkermarkt, VS St. Stefan und VS Rangersdorf. Das Zertifikat für zehn Jahre engagierte Mitgliedschaft erhielten VS Maria Rojach, Regenbogenschule VS 9 Fellach, VS Klein St. Veit und Nationalpark Mittelschule Winklern.

Oberstes Ziel von ÖKOLOG ist es, die Umweltbildung im Schulprogramm zu verankern sowie Schritt für Schritt anhand von konkreten Themen wie Wasser, Abfall, Energie; Schulgelände, Gesundheit, Klima, Partizipation usw. sichtbar zu machen und bei den Schülern ein Bewusstsein dafür zu schaffen. Der Beginn von Umweltbildung im Volksschulalter fördert ein selbstverständliches Umweltbewusstsein bei den Kindern bereits in jungem Alter. ÖKOLOG-Schulen bekennen sich zur ökologisch und nachhaltig orientierten Schulentwicklung. Sie haben das Ziel, Themen der Umweltbildung innerhalb von drei Jahren in ihrem Schulprogramm zu verankern. Die Schulen evaluieren ihre Aktivitäten und arbeiten kontinuierlich an Qualitätssicherung und -verbesserung. Das soll zur einer ökologischen Alltagskultur führen. Jährlich muss ein Jahresbericht, über das positive Absolvieren der gesetzten ÖKOLOG-Ziele, eingereicht werden, damit die ÖKOLOG-Urkunde verliehen werden kann. 520 Institutionen sind bereits österreichweit im ÖKOLOG-Programm aktiv.



Rückfragehinweis: Büros LH Kaiser, LR Holub
Redaktion: Ulli Sternig
Foto: LPD/Peter Just