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Medizinstudium: "Studierendenzahl im Kampf gegen Ärzteengpässe verdoppeln"

21.11.2017
LHStv.in Beate Prettner forderte bei Konferenz der Gesundheitsreferenten Wegfall der Studienbeschränkung und eine Sonderregelung für Notärzte


Klagenfurt (LPD). "Wenn wir im Gesundheitswesen nicht ungebremst auf kritische Engpässe zusteuern wollen, dann sind schnellstens die Studierendenzahlen an den Med-Unis zu erhöhen", appellierte Kärntens Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner heute, Dienstag, bei der Konferenz der Gesundheitsreferenten in Dornbirn.

"Das Sinnvollste wäre, die Studienbeschränkung generell aufzuheben. Wenn man dazu aus welchen Gründen auch immer nicht gewillt ist, muss zumindest die Zahl der Studienplätze verdoppelt werden", so Prettner. Ihr Appell wurde als Forderung an die Bundesregierung in der Folge einstimmig beschlossen. "Wird nicht dementsprechend gehandelt, stehen wir sehr bald und unweigerlich Engpässe gegenüber - und zwar in allen medizinischen Bereichen, nicht nur im Bereich der Allgemeinmediziner", warnte Prettner.

Ein Engpass zeichnet sich bereits bei den Notärzten ab. "Um dem entgegenzuwirken, sollte man diesen eine Teilapprobation ermöglichen, damit sie schon vor Abschluss ihres Studiums am Notarztsystem teilnehmen können", forderte Prettner. Auch dieser Forderung wurde die Zustimmung erteilt.

Ihre dritte Forderung zielte auf das "leider zusehends nachlassende Impfverhalten" der Österreicher ab: "Die Impfmoral lässt in einigen Bereichen zu wünschen übrig, etwa die FSME-Impfung gegen Zeckenbisse. Es wäre ein Leichtes, die Impfkarte in die ELGA einfließen zu lassen. Dann könnten Ärzte auf einen Blick sehen, welche Impfungen ausständig bzw. aufzufrischen sind", ist die Gesundheitsreferentin überzeugt.



Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Grabner/Zeitlinger