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POLITIK

Nach Modine-Schließung: Gemeinsame Anstrengungen zur Unterstützung der Mitarbeiter und der Region

23.11.2017
Landes- und Kommunalpolitik erarbeitet bei rundem Tisch mit u.a. Betriebsrat, BABEG gemeinsam Lösungspläne: Konzern muss wesentlichen Beitrag leisten - Alles tun, um Mitarbeitern Sorgen zu nehmen und Perspektiven zu geben


Klagenfurt (LPD). Nach der überraschenden Mitteilung der US-Modine-Konzernverantwortlichen, das Wärmetauscherwerk in Kötschach-Mauthen zu schließen und damit 146 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Jahresende zu kündigen, fand heute, Donnerstag, im Gemeindeamt auf Einladung von Kötschachs Bürgermeister Walter Hartlieb ein runder Tisch statt. Neben Landeshauptmann Peter Kaiser nahmen seitens der Kärntner Landesregierung LHStv.in Gaby Schaunig sowie die Landesräte Gernot Darmann, Christian Benger und Rolf Holub ebenso teil wie Betriebsrat Michael Gassmayer, Vertreter von BABEG, KWF, Wirtschaftskammer, Arbeiterkammer, ÖGB, Bezirkshauptmannschaft, Bürgermeister und Gemeinderatsmitglieder der Region.

Einstimmig festgelegt wurde, dass als erste und wichtigste Maßnahme ein entsprechender Sozialplan verbunden mit einer Arbeitsstiftung fertig auszuverhandeln sei, um auch vorhandene Kompetenzen zu prüfen und jetzt unbedingt notwendige Qualifizierungsmaßnahmen einzuleiten. Wichtig sei auch für die Zukunft eine Gewerbegebietserschließung, von der die ganze Region profitieren solle, um die Menschen hier zu halten und zurückzuholen. "Dafür hat der Konzern, der für diese für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wie für die gesamte Region schwierige Situation verantwortlich ist, einen wesentlichen Beitrag zu leisten", stellen sich Kaiser, Hartlieb, Gassmayer und alle anderen hinter die Belegschaft. Gleichzeitig werden alle betriebsrelevanten Daten und Informationen (u.a. Wert der Maschinen, Zustand des Werkes und Stand der Technik) erhoben, um mögliche Investoren/Interessenten servicieren zu können. Hauptverantwortlicher Ansprechpartner dafür soll die BABEG, die Kärntner Betriebsansiedelungs- und Beteiligungsgesellschaft in Zusammenarbeit mit dem KWF, dem Kärntner Wirtschaftsförderungsfonds, sein.

Einigkeit herrscht auch darüber, gemeinsam regionalpolitische Maßnahmen zu setzen, um die Region als Wirtschaftsstandort und Lebensraum gleichermaßen attraktiv zu gestalten. Als Beispiele wurden Erhalt und Ausbau von Verkehrsinfrastruktur sowie das Vorziehen von geplanten Investitionen (z.B. Hochwasserschutzprojekte) und Möglichkeiten zur stärkeren Unterstützung der erfolgreichen heimischen Unternehmen genannt.

"Gemeinsam wollen und werden wir alles tun, um den betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und ihren Familien Sorgen zu nehmen, Mut zu machen und Zukunftsperspektiven zu schaffen", so Kaiser, Schaunig, Darmann, Benger, Holub und Hartlieb.

Aktuell werden im Modine-Werk vorhandene Aufträge abgearbeitet. Kommende Woche werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Konzernseite freigestellt, ab Ende Dezember beginnen dann die Kündigungsfristen, die zwischen einigen Wochen und mehreren Monaten liegen, zu laufen.



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Redaktion: Schäfermeier/Kurath
Fotohinweis: LPD/Höher