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LH Kaiser zu LRH-Bericht: Bildung und Zukunft unserer Kinder sind mehr wert als Zahlen

23.11.2017
Neue Bundesregierung ist gefordert, dem tatsächlichen Lehrerbedarf zu finanzieren, damit Kindern den entsprechenden Stellenwert einzuräumen und Länder zu entlasten - Schulstandortekonzept sichert pro Gemeinde zumindest eine Schule


Klagenfurt (LPD). "Es gibt nur eine Sache, die teurer ist als Bildung - keine Bildung" An dieses Zitat von John F. Kennedy erinnert Kärntens Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser sowohl die zukünftige Bundesregierung als auch den Landesrechnungshof bezugnehmend auf dessen heute, Donnerstag, veröffentlichten Bericht, in dem er die hohe Zahl an Lehrern und Schulen in Kärnten kritisiert.

"Ja, das Land Kärnten leistet sich für die schulische Ausbildung unserer Kinder mehr Lehrerinnen und Lehrer als vom Bund vorgegeben. Mehr als die Hälfte dieser sogenannten Überhanglehrer sind für die Betreuung von Kindern mit sonderpädagogischen Förderbedarf bestellt, und das deswegen, weil der Bund den Bedarf mit lediglich 2,7 pro 100 Kindern annimmt, obwohl es erwiesenermaßen 5 pro 100 Kinder sind", machte Kaiser deutlich.

Der Landeshauptmann nahm auch die zukünftige Bundesregierung in die Pflicht und forderte sie auf, im Finanzausgleich Sorge dafür zu tragen, dass dem tatsächlichen Bedarf Rechnung getragen wird. "Das verlangt allein schon die Wertschätzung gegenüber unseren Kindern und Familien, denen der entsprechende Stellenwert einzuräumen ist", verdeutlichte Kaiser.

Der Vorschlag des Landesrechnungshofes, in Kärnten auf Schulzentren zu setzen, sei grundsätzlich begrüßenswert. "Genau das passiert seit meinem Amtsantritt auch. Grundlage dafür ist das von mir initiierte Schulstandortekonzept, das in jeder Gemeinde zumindest eine Schule vorsieht. Und daran halten wir auch weiter fest, im Interesse unserer Kinder und Jugendlichen", so Kaiser.



Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Schäfermeier/Zeitlinger