News

LOKAL

"Sternlan schauen" und mehr

27.11.2017
LR Darmann bei Präsentation des vielfältigen Naturpark-Winterprogramms am Weißensee


Klagenfurt (LPD). "Das Team des Weißensee Tourismus und unsere Naturpark-Ranger haben sich für alle Gäste des Naturparks wieder ein ganz besonderes Winterprogramm ausgedacht. Aber auch für Schulklassen wurden einige Attraktionen geschaffen. Generell möchten wir den Besucherinnen und Besuchern des Weißensees das schöne Gefühl, in der Natur zu sein und sich den Elementen hinzugeben, vermitteln", berichtete Naturpark-Landesrat Gernot Darmann heute, Montag, bei einem gemeinsamen Pressegespräch mit Bürgermeister Gerhard Koch und Vizebürgermeister Franz Schier aus der Gemeinde Weißensee. "Die wunderschöne Landschaft und die vielen Erlebnismöglichkeiten werden sicherlich auch 2018 wieder zahlreiche Kärntnerinnen und Kärntner in den Naturpark Weißensee locken, als Naturpark-Referent lade ich dazu herzlich ein", betonte Darmann.

Schon einmal den Sternenhimmel in Voll- sowie Neumondnächten erkundet? Am Weißensee sind die Nächte aufgrund der natürlichen Umgebung noch richtig finster, der Sternenhimmel und der Vollmond werden daher besonders intensiv erlebt. Mit einem der geschulten Naturpark-Ranger kann man sich bei der nächtlichen Wanderung von der Kraft des Himmels verzaubern lassen. Nach der Bergfahrt mit der Weissensee Bergbahn führt der Weg gemütlich durch den winterlichen Wald zur Naggler Alm und weiter ins Almgebiet - Sternenhimmel inklusive. Im Anschluss werden die Gäste auf der Naggler Alm mit einer "Kärntner Frigga" kulinarisch verwöhnt. Ein weiterer spektakulärer Programmpunkt ist die Fackelwanderung am Eis. Dabei bieten die Naturpark-Ranger interessante Einblicke in das Leben der Tierwelt im Winter. Auch an Land werden mit erfahrenen Wildtierforschern von "respect to wildlife" Exkursionen zum Thema "Überwinterungsstrategien der heimischen Tierwelt" angeboten.

"Haustiere begeistern jedes Kind und können dazu beitragen, dass sich Kinder gerne in der freien Natur bewegen. Gemeinsam mit unserem Naturpark-Ranger Robert Röbl können die Kinder auch bei der Pflege der Tiere mithelfen und so einen engen Kontakt zum Tier aufbauen. Bei unserer anschließenden Wanderung durch die tiefverschneite Landschaft erfahren und entdecken die Teilnehmer mit etwas Ruhe die Überlebensstrategien der Wildtiere bei Schnee und Eis", erklärte Darmann dazu. Sollte das Wetter einmal nicht zu einer Wanderung einladen, gebe es im Weißenseehaus einen mobilen Naturlehrpfad. Durch verschiedene interaktive Stationen zur Tier- und Pflanzenwelt werde den Besuchern die unmittelbare Artenvielfalt im Naturpark Weißensee spürbar gemacht.

Bürgermeister Koch erläuterte die Stärken des Winters in der Gemeinde Weißensee: "Neben den bekannten Highlights, wie Europas größter, beständig zugefrorener Natureisfläche, die eine vierzig Zentimeter dicke Eisschicht bereithält, sowie einem täglich gespurten Loipennetz, ergänzen wir das Angebot mit einem gepflegten Familienschigebiet. Besuchen Sie uns und erleben Sie die Faszination einiger entspannter Stunden im Winter-Wunderland-Weißensee", so Koch.

"Unser Naturpark-Partnerbetrieb "Dive World" bietet an vier Wochenenden Eistauchprogramme an. Diese sind so beliebt, dass die meisten Termine bereits ausgebucht sind. Auch das Winterwandern ist am Ostufer sehr beliebt, zahlreiche leichte Wanderwege laden zur sanften Bewegung in der Natur ein. Und sollte Ende Jänner das Eis am Ostufer freigegeben werden, steht der Imbissstand des Campingplatzes Ronacher als gemütliche Einkehr nach dem Eislaufen zur Verfügung", berichtete Naturparkgeschäftsführer Robert Heuberger in Vertretung von Bürgermeister Hans Jörg Kerschbaumer über die Winter-Attraktionen in Stockenboi.

Das Winterprogramm 2017/18 ist speziell für das Eis kreiert, handelt es sich doch um ein Schutzgebiet mit besonderem Charakter, bei dem der See mit der größten Natureisfläche Europas als Juwel in der Mitte liegt. Ein Schulprogramm beschäftigt sich mit der Entstehungsgeschichte des Weißensees während der letzten Eiszeit vor etwa 10.000 Jahren. Die Klimaveränderung und die damit verbundenen Auswirkungen auf Mensch und Tier bis ins 21. Jahrhundert werden beim "Kufenflitzen" am Eis erarbeitet. Der Höhepunkt ist das Anfertigen einer Eisskulptur mit anschließender Präsentation. Mit verschiedenen Stationen am Eis wird den Schülern die Waldbewirtschaftung im Winter anno dazumal und heute beim zweiten Schulprogramm veranschaulicht. Außerdem wird die Rettung Versunkener im Eis und das richtige Verhalten erklärt. Im Vordergrund stehen die Wissensvermittlung und die Experimentierfreude in eigener Verantwortung und mit Anleitung der versierten Ranger.



Rückfragehinweis: Büro LR Darmann
Redaktion: Reiter/Böhm
Fotohinweis: Büro LR Darmann