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Nahversorger in Villachs Innenstadt gesichert

28.11.2017
LR Benger: Wo Menschen leben, muss es Versorgung geben – Nahversorger in Villachs Innenstadt setzt auf Regionalität – Förderung vom Land


Klagenfurt (LPD). Seit der Schließung von Billa am Villacher Hauptplatz gab es in der Innenstadt kein Lebensmittelgeschäft mehr. Bis im September auf 100 Quadratmetern am Standesamtplatz Angelika Mayer die Ärmel hochgekrempelt hat und einen Nahversorger einrichtete. „Wo Menschen leben, muss die Versorgung sichergestellt sein. Auch für sämtliche Mitarbeiter in der Innenstadt ist ein Nahversorger von großem Nutzen“, betont Wirtschaftslandesrat Christian Benger. Auf seine Initiative hin wurde in Kärnten wieder eine Nahversorgerförderung eingerichtet, um die Versorgung durch kleine Geschäfte in den Tälern und Gemeinden sicherzustellen und damit auch die Arbeitsplätze vor Ort zu sichern. Die Nachfrage steigt wieder.


„Wer Regionales will, will auch vor Ort einkaufen können. Zumal die Nahversorger auch eine gesellschaftliche und eine Kommunikations-Funktion haben und das Sortiment über die Dinge des täglichen Bedarfs weit hinausgeht“, erklärt Benger. Für ihn war es daher auch klar, Angelika Mayer und ihr Geschäft zu unterstützen. Die Geschäftsfläche teilt sich auf zwei Räume auf mit je einer Kasse, getrennt wird nach Trockenwaren und nach Frische- und Feinkost. 2.000 Artikel des täglichen Bedarfs gibt es im Sortiment. Groß geschrieben wird die Regionalität, Partner sind die Bäckerei Berger, Frierss oder die Finkensteiner Nudelfabrik.


„Gerade für Menschen in der Stadt steigt der Bedarf nach regionalen Lebensmitteln, die Frage der Herkunft gewinnt an Bedeutung ebenso die kurzen Transportwege“, weiß Benger. Für eine Nahversorgerförderung ist daher auch entscheidend ein „Regional-Regal“ zu haben. Auch ein Brötchen- und Lieferservice wird Mayer mit ihrem Geschäft anbieten. Die Höhe des Zuschusses für das Geschäft beträgt 2.000 Euro, die Gemeinde erhöht diesen Beitrag noch.


2016 wurden 60 Nahversorger in Kärnten unterstützt, die gemeinsam einen Nettoumsatz von 31 Mio. Euro aufweisen. 242 Mitarbeiter konnten abgesichert werden, weil nicht nur Investitionen sondern auch Personalkosten gefördert wurden. Die jeweiligen Gemeinden haben den Landesbetrag mit 176.000 Euro aufgestockt. In Summe haben die Nahversorger 455.000 investiert. 2017 wurde die Nahversorger-Förderung fortgesetzt, das Budget hat Benger auf 200.000 Euro aufgestockt und zusätzlich wurde ein Regionalitäts-Bonus eingeführt. Erstmals können Fleischereien und Bäckereien ansuchen.


„Regional Regionales einkaufen, lautet das Motto. Wenn Nahversorger ein eigenes Regional-Regal einrichten, erhalten sie zusätzlich zur Förderung einen Bonus, wenn auch die Gemeinde dieses Vorhaben unterstützt. Von Landesseite verdoppeln wir den Gemeindebetrag“, erklärt Benger. Das Ziel sei klar: der regionale Wirtschaftskreislauf müsse in Schwung bleiben und die Lebensqualität in den Tälern und Gemeinden erhalten werden.



Rückfragehinweis: Büro LR Benger

Redaktion: Robitsch/Böhm