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Lagerhäuser bringen Regionalität in den Handel

29.11.2017
LR Benger: Lagerhaus ist Genussland-Versorger für Produzenten, Händler, Konsumenten – Regionales beim Regionalen, besser geht’s nicht


Klagenfurt (LPD). „Seit Jahren forcieren wir mit dem Genussland Kärnten die Lebensmittelproduktion in Kärnten. Zur Produktion gehören aber auch die Veredelung, die Vermarktung und der Verkauf“, betonte Agrarlandesrat Christian Benger heute, Mittwoch, in Feldkirchen, wo sich das Lagerhaus als neuer Genussland-Partner präsentierte. Mit sechs Bauernecken übernehmen die Lagerhaus-Standorte in Feldkirchen, Treibach, Velden, Eberndorf, Völkermarkt und Bleiburg wichtige Nahversorger-Aufgaben mit einem großen regionalen Produktsortiment. Regionales beim Regionalen lautet die Devise.


Das Genussland Kärnten hat es laut Benger geschafft, das Bewusstsein für heimische Lebensmittel zu steigern, die Umsätze bei den Produzenten sowie die Nachfrage bei den Veredlern und im Handel zu steigern. „Es gibt kaum etwas, das nur Gewinner hat – aber das Genussland ist so ein Projekt“, so Benger. Dieses Projekt sei ein Garant für die Erhaltung des heimischen Wirtschaftskreislaufes, für die Erhaltung der Täler und Gemeinden und für die Sicherung von Einkommen, Kaufkraft, Investitionen, Arbeitsplätzen und Lehrstellen in den Tälern und Regionen.


Die Genussland Kärnten-Produzenten, -Händler, -Wirte und -Schulen sichern den gesamten ländlichen Raum. Es gibt 500 Lizenzbetriebe, 370 Produzenten mit rund 2.000 Produkten. „Die Auflagen sind streng, die Kontrollen ebenso, aber nur so bieten wir den Konsumenten Sicherheit, wir bieten sichere Herkunft“, erklärte Benger.


Konsumenten verlangen bei Lebensmitteln verstärkt eine nachvollziehbare Regionalität und das am besten in einer großen, gebündelten Auswahl. Um dieses Bedürfnis abzudecken, arbeitet das Genussland Kärnten seit fünf Jahren an einer Vernetzung mit dem Handel. Heute sind 34 Lebensmittelgeschäfte in ganz Kärnten Vertragspartner vom Genussland Kärnten – eine Zunahme von 78 Prozent innerhalb eines Jahres. Mit einer Handelspartnerschaft verpflichtet sich ein Lebensmittelgeschäft, mindestens 50 Genussland Kärnten-Produkte ganzjährig in seinem Sortiment zu führen und diese für den Konsumenten klar gekennzeichnet zu platzieren. Die meisten Partner haben über 100 Produkte aus dem Genussland Kärnten gelistet, die Spitzenreiter über 250 – von Speck, Salami, Käse und Milch bis zu Marmeladen, Säften, Ölen und Spirituosen. Eine der Besonderheiten in der Bauernecke im Lagerhaus Feldkirchen sind die Produkte vom Kärntner Molkeschwein von Familie Kogler aus St. Urban.


Die Konsumenten finden ein großes Sortiment an qualitäts- und herkunftsgeprüften Produkten aus ganz Kärnten gebündelt in einem Geschäft. Sie haben damit die Möglichkeit, Produkte aus anderen Kärntner Regionen direkt vor Ort zu erhalten. Die Bauern und Verarbeitungsbetriebe im Genussland Kärnten erhalten Zugang zum Handel und zu neuen Kunden, ohne Listungsgebühren und zusätzliche Investitionen tätigen zu müssen. Neben großen Produzenten erhalten hier auch kleine Lieferanten die Chance, ihre Produkte zu platzieren.


Für Barbara Wakonig, Obfrau im Genussland Kärnten, gelingt mit der Öffnung der bäuerlichen Vermarkter in Richtung Handel ein wichtiger Meilenstein: „Gewinner dieser Partnerschaft sind alle Menschen in Kärntens Tälern und Dörfern. Die Wertschöpfung bleibt durch die direkte Vernetzung des regionalen Lebensmittelhandels mit der Landwirtschaft vor Ort in den Regionen. Das stärkt ihre Wirtschaftskraft und erhält und schafft dort wichtige Arbeitsplätze.“ Und sie weist auf die Bewusstseinsbildung hin, die solche Partnerschaften bewirken können: „Supermärkte mit ihrer Botschaft ‚bei mir gibt es alles billiger‘ machen uns zu Geizhälsen. Hier gelingt eine positive Gegenbewegung der Wertschätzung –den Lebensmitteln gegenüber und den Menschen gegenüber – dem Kaufmann, dem Bauer und dem Konsumenten.“



Rückfragehinweis: Büro LR Benger

Redaktion: Robitsch/Böhm

Fotohinweis: Büro LR Benger