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Flächendeckende Digitalisierungs-Offensive im Tourismus

06.12.2017

LR Benger bei Tourismusregionen-Klausur: Aufwind im Tourismus nutzen, 2018 Schwerpunkt in der Digitalisierung – Wer nicht im Netz ist, ist nicht am Markt



Klagenfurt (LPD). Im Zuge der zweitägigen Klausur der Kärntner Tourismusregionen stellte Tourismuslandesrat Christian Benger seinen Arbeitsschwerpunkt für 2018 vor. Kärntens Tourismus erlebe derzeit einen Aufwind, die Nächtigungszahlen würden steigen, demnächst werde man den dreimillionsten Gast begrüßen können und der Investitionsboom setze sich ungebrochen fort. „Doch gibt es Bereiche, da haben wir Luft nach oben. Deshalb setzen wir 2018 einen Schwerpunkt in der Digitalisierung. Denn wer nicht im Netz ist, ist nicht am Markt und Online-Buchbarkeit und die digitale Verfügbarkeit sind Voraussetzungen, um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können“, sagte Benger vor den Regionsgeschäftsführern in Taggenbrunn bei St. Veit. Wer sich der Digitalisierung verschließe, werde zusperren müssen, so Benger Die flächendeckende Digitalisierungs-Offensive im Tourismus starte im Jänner 2018.


„Der Tourismus ist der Wirtschaftsmotor für den ländlichen Raum, schafft Arbeitsplätze und Einkommen und sichert den regionalen Wirtschaftskreislauf. Deshalb haben wir alles zu tun, den Tourismus zu sichern“, so Benger. Die Digitalisierungsoffensive erfülle die Kriterien, nämlich die Initiativen von Seiten der öffentlichen Hand und die der Unternehmer. Das Land habe Finanzierung für die Schulung der Berater, sogenannter „Insider“, übernommen und unterstütze die Beratungsleistung, wenn sie die Betriebe in Anspruch nehmen. Die Berater oder Insider sind laut Benger in ganz Kärnten unterwegs, um die Internet-Tauglichkeit der Betriebe festzustellen, Rat zu geben und zugleich zu sagen, was nötig ist. Dem vorausgegangen sei ein Pilotprojekt in der Region Wörther See, um Bedarf und Notwendigkeiten richtig einzuschätzen.


„Zugleich haben diese Berater den KWF-Förderantrag mit, um den Anreiz für die nötigen Investitionen zu schaffen. Beratung, Check im Betrieb und eine IT-Investitionsförderung – alles in einem Termin, effizient und zielführend“, fasste Benger die Digitalisierungsoffensive zusammen. Betroffen seien alle Kategorien – vom Privatzimmervermieter, über Camping, bis hin zum Sterne-Betrieb. In Summe würden 300.000 Euro zur Verfügung stehen. Im Zuge der Beratungen gehe es um die vorhandene Hard- und Software, Programme, Online-Erreichbarkeit – und Buchbarkeit, mögliche Weiterbildung, Wartung von Homepages. Die Digitalisierungsoffensive reihe sich in die Maßnahmen des Bundes ein. Fünf Mio. Euro jährlich werden laut dem Tourismuslandesrat bis 2020 in Förderungen fließen, die über die ÖHT abgewickelt werden.


Weiters steht Benger nach wie vor dazu, die Kärnten Werbung zu privatisieren. Es sei dies nach dem Tourismusgesetz und der Gründung der Tourismusverbände der nächste logische Schritt – weniger Staat laute das Motto, so Benger. Die Unternehmer in Kärnten sollten in alle Entscheidungsebenen eingebunden sein, mit der entsprechenden Verantwortung ausgestattet werden und Mitsprachrecht mit Gewicht haben, was nur über die Eigentümerstruktur möglich sei.



Rückfragehinweis: Büro LR Benger

Redaktion: Robitsch/Böhm