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Föhnsturm 3 - Bundesheer-Erkundungsflug gestartet, zweiter KAT-Zug der Feuerwehr angefordert

12.12.2017
LH Kaiser in Bezirksalarm- und Warnzentrale Völkermarkt - LR Köfer: Einsatzkräfte arbeiten auf Hochtouren


Klagenfurt (LPD). Katastrophenschutzreferent Landeshauptmann Peter Kaiser befindet sich derzeit in der Bezirksalarm- und Warnzentrale Völkermarkt und hat sich bei Bezirkshauptmann Gert-Andre Klösch über die aktuelle Lage über die Schäden durch den Föhnsturm "Yves" informiert. Der Erkundungsflug durch das Bundesheer ist vom Sportplatz Völkermarkt aus gestartet, in Ferlach ist der Polizeihubschrauber auf Erkundungsflug. Ein zweiter KAT-Zug der Feuerwehr wird angefordert, ebenso weitere Luftunterstützung durch das Bundesheer. Wie Kaiser mitteilt, ist Bad Eisenkappel nunmehr über Rechberg erreichbar, der Seebergsattel ist geschlossen. Die Einsatzkräfte arbeiten sich über den Schaida- und Luschasattel vor. Zahlreiche Bäume sind umgeknickt, Bad Eisenkappel nach wie vor ohne Strom. Die Bevölkerung wird von den Einsatzkräften auch über Soziale Medien informiert, dort gibt es bisher über 13.000 Zugriffe, wie der Landeshauptmann mitteilt. Die seit den Nachtstunden im Einsatz stehenden Kräfte wird der Sozialhilfeverband Völkermarkt verpflegen. "Gemeinsam wird alles getan, um die Situation zu bewältigen. Wichtig ist, dass keine Menschen zu Schaden kommen", so Kaiser.

Auch Straßenbaulandesrat Gerhard Köfer teilt mit, dass die Situation aufgrund des Föhnsturms in Kärnten zum gegenwärtigen Zeitpunkt nach wie vor kritisch sei: "Auch im Bereich von Ferlach gibt es noch immer riesige Probleme", betont er. "Jetzt gilt es, im Sinne der Betroffenen, alle Kräfte zu bündeln. Wir werden zur Bewältigung der Katastrophe externe Gerätschaften herbeiholen müssen. Ebenso wird es notwendig sein, Holzfrächter mit dem Abtransport von Schadholz zu beauftragen." Aufgrund der äußerst schwierigen Gesamtsituation werde es auch Kontrollflüge geben, um sich einen besseren Überblick über die Ausmaße der gesamten Katastrophe machen zu können, so Köfer weiter.

Laut Köfer werden alle Maßnahmen der Straßenbauabteilung permanent mit den zuständigen Koordinationsstellen abgestimmt. Er werde heute ebenso ganztägig im Krisengebiet sein, um vor Ort notwendige Schritte setzen und ergreifen zu können: "Wir bieten auch den in Mitleidenschaft gezogenen Gemeinden unbürokratische Sofort-Hilfe an. Zusammenstehen lautet jetzt die Devise. Ich lasse keine Kommune im Stich."

Die starken Sturmböen haben nicht nur in den Bezirken Völkermarkt und Klagenfurt-Land schwere Schäden angerichtet, auch in den Bereichen Villach-Land und Hermagor gibt es nach wie vor große Probleme: "Die L30 Schütt Straße in Federaun (Anschlussstelle Richtung Villach) ist gesperrt, weil die Gail über die Ufer getreten ist. Ebenso unbenutzbar ist die L34 Farchtensee Straße. Aufgrund umgestürzter Bäume ist der Wurzenpass derzeit ebenso nicht passierbar, gleich wie die L56 Rosenbach Straße."

Kaiser und Köfer bedanken sich bereits jetzt bei allen Mitarbeitern der Straßenbauämter sowie bei allen Einsatzkräften für ihren unermüdlichen Einsatz in den letzten Stunden: "Gemeinsam werden wir auch diese Krise bewältigen können. Die Sicherheit der Menschen ist das Gebot der Stunde."



Rückfragehinweis: Büros LH Kaiser/LR Köfer;
Landespressedienst - Gerd Kurath: 0664 80536 10201
Redaktion: Schäfermeier/Penz/Böhm
Fotohinweis: Büro LH Kaiser