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Föhnsturm 4 - Wiederherstellung der Stromversorgung in Bad Eisenkappel hat Priorität

12.12.2017
Kurzentrum Bad Eisenkappel stellt wenn notwendig 50 Betten für Übernachtungen zur Verfügung - Hauptverkehrsstraßen sollten relativ rasch freigemacht werden können


Klagenfurt (LPD). In Bad Eisenkappel ist es zu keinen Personenschäden gekommen, wie der Krisenstab aus der Bezirksalarm- und Warnzentrale Völkermarkt mitteilen konnte. Sollte es notwendig sein, stellt das Kurzentrum 50 Betten für Übernachtungen zur Verfügung - das Kurbad verfügt über eine Notstromversorgung. "Am wichtigsten ist es jetzt, die Stromversorgung wieder herzustellen. Auch die Fernwärme ist ausgefallen, hier gilt es ebenso, die Versorgung herzustellen. Priorität hat es auch, das Kurhotel bereit zu machen, besonderes Augenmerk gilt zudem den Bewohnern des Altenheims", sagt Katastrophenschutzreferent Landeshauptmann Peter Kaiser. Zurzeit läuft ein zweiter Erkundungsgang, bei dem sich Mitarbeiter der Kelag Netz ein Bild machen. Ein mobiles Notstromaggregat der Kelag wird demnächst für die Fernwärmeversorgung und das Kurhotel zugeführt.

Aufgrund des Niederschlages sind auch Überschwemmungen nicht ausgeschlossen. Die Wetterlage soll sich laut Vorhersage jedoch bessern, erst für die Nacht sind wieder Niederschläge prognostiziert.

Laut Bundesheer sollen die Straßen und Verkehrswege im Bezirk Völkermarkt, Gemeinde Eisenkappel-Vellach und Umgebung in rund zwei Stunden wieder frei sein. Ein großräumiger Pioniereinsatz ist aus jetziger Sicht nicht notwendig, die Pioniere halten sich aber in der Kaserne in Villach bereit und sind in Rufbereitschaft. Möglicherweise kommen Motorsägentrupps zum Einsatz. Die zwei angeforderten Hubschrauber sind notwendig, um Erkundungsflüge in den Seitentälern machen zu können. Auch Erkundungstrupps der Pioniere sind im Einsatzgebiet unterwegs, um unter anderem Verklausungen zu orten.

Wie der Krisenstab mitteilt, soll die Straße zwischen Miklauzhof und Gösselsdorf demnächst für Einsatzfahrzeuge frei sein, für den öffentlichen Verkehr bleibt sie jedoch weiter gesperrt - ebenso für Einsatzfahrzeuge ist Bad Eisenkappel erreichbar. Kleinere Murenabgänge haben Forstwege verlegt. Ein Schwemmholzrückstau bei der Wehranlage im Bereich des ehemaligen Zellstoffwerks Rechberg muss geräumt werden. Die Hauptverkehrsstraßen sollten relativ rasch freigemacht werden können. Am Paulitschsattel sind innerhalb weniger Stunden zwei Hektar Wald umgestürzt. Die Aufräumarbeiten im Bezirk werden auch morgen noch anhalten.

Wie der Kärntner Landesfeuerwehrverband mitteilt, ist der KAT-Zug 5 aus dem Bezirk Wolfsberg im Bezirk Völkermarkt im Einsatz. Zusätzlich ist der KAT-Zug 4 aus den Bezirken Feldkirchen und St. Veit/Glan für den Einsatz im Bezirk Völkermarkt aktiviert worden, um 12.00 Uhr soll die Abfahrtbereitschaft hergestellt sein. Laut Feuerwehr stehen ca. 1.350 Personen und 80 Feuerwehren im Einsatz. Bisher wurden schon rund 470 Einsätze geleistet.

Katastrophenschutzreferent Landeshauptmann Peter Kaiser dankt allen im Einsatz stehenden Kräften: "Derzeit gilt es, das Schadensausmaß genau festzustellen und sicherzustellen, dass keine weiteren Gefahren entstehen. Gemeinsam tun wir alles, um zu helfen. Wir müssen auch feststellen, wo durch Gebäudeschäden weitere Hilfe notwendig ist."



Rückfragehinweis: Landespressedienst - Gerd Kurath: 0664 80536 10201
Redaktion: Schäfermeier/Böhm