Presseaussendungen

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Pflege der Zukunft: Kärnten will auf Pflege-Nahversorgung setzen

13.12.2017
LHStv.in Prettner und EPIG-GF Wolfgang Habacher präsentierten Bedarfs- und Entwicklungsplan Pflege - Prognosen und Bedarf bis 2030, erste Maßnahmen werden Anfang 2018 gesetzt


Klagenfurt (LPD). "Die Pflege der Zukunft braucht Weitblick. Vor knapp einem Jahr habe ich deshalb das Institut EPIG in Graz mit der Ausarbeitung eines Bedarfs- und Entwicklungsplans beauftragt, um die Zukunft der Pflege bis ins Jahr 2030 aufzurollen", erklärte heute Gesundheitsreferentin Beate Prettner im Rahmen einer Pressekonferenz.

"Der nun vorliegende Plan ist essentiell für die Pflege. Er ist zugleich Basis und Vision", so Prettner. "Die Pflege der Zukunft braucht auch Vision. Daher haben wir - basierend auf dem Zahlen-, Fakten- und Prognosematerial des Bedarfs- und Entwicklungsplanes -konkrete Ziele für die Pflege in Kärnten definiert", erläuterte Prettner. "Unsere Vision heißt Pflege-Nahversorgung. Auf rund 10.000 Einwohner - das entspricht einer größeren Gemeinde bzw. zwei kleineren Gemeinden - soll ein Sozialkoordinator kommen, der alle älteren Menschen erfasst, sie kennt und um deren Bedürfnisse Bescheid weiß. Er ist vor Ort und weiß, was benötigt wird", erklärte die Gesundheitsreferentin.

Denn: Man könne nicht ein- und dasselbe Konzept über alle 132 Kärntner Gemeinden stülpen. "Jede Gemeinde hat andere Voraussetzungen, einen anderen Bedarf." Genau diesen Bedarf hat der Sozialkoordinator zu ermitteln. Er fungiert als Bindeglied zwischen Gemeinde und Land. "Er checkt also ab, welche Pflegestrukturen und Pflegeangebote sinnvoll sind. Angedacht ist in der Folge und je nach Bedarf ein Zentrum bzw. ein AiM (Altern im Mittelpunkt), in dem alle benötigten Pflegeangebote unter einem Dach gebündelt sind."

Für Prettner steht fest: "Je früher man die Menschen erreicht, desto mehr kann man steuern und desto maßgeschneiderter kann das Angebot für die Betroffenen sein." Dieses maßgeschneiderte Angebot sei nicht nur für den Einzelnen besser, sondern würde auch die Pflegeausgaben massiv senken. Wie nämlich Studien-Autor und EPIG-Geschäftsführer Wolfgang Habacher ausführte, würden die Pflegeausgaben bis 2030 "so man nichts tut, auf das Doppelte anwachsen. Setzt man aber die Maßnahmen um und geht der Zukunft voraus, wird die Kostensteigerung halbiert."

Die Gesundheitsreferentin möchte jedenfalls noch in dieser Legislaturperiode entsprechende Weichen stellen. "Mein Ziel ist es, für 2018 mit einem Pilotprojekt der Pflege-Nahversorgung inklusive eines AiM mit rund 50 Betten zu starten. Zusätzlich möchte ich 2018 rund 40 Geronto-Betten installieren. Drittes Ziel für das kommende Jahr: Die mobilen Dienste um 2 bis 2,5 Millionen Euro auszubauen. Das würde 600 zusätzliche Klienten bedeuten. Außerdem sollen die mobilen Dienste auch stundenweise bzw. gebündelt in Anspruch genommen werden können."

Eckpunkte des Bedarfs- und Entwicklungsplanes:
EPIG-Geschäftsführer Habacher legte folgende Eckpunkte dar: Die Zahl der über 75-Jährigen wird in Kärnten bis 2030 auf 13,3 Prozent steigen, was ein Plus von 35 Prozent bedeutet. Gleichzeitig steigt die Zahl der Pflegegeldbezieher von 6,3 auf 7,7 Prozent (bedeutet ein Plus von 22 Prozent) - "die Steigerung passiert also in einem weit geringeren Ausmaß, weil mehr Menschen gesund älter werden", so Habacher. Heute werden 80 Prozent bzw. 27.500 Pflegegeldbezieher von Angehörigen betreut, im Jahr 2030 werden es zahlenmäßig zwar mehr sein, prozentuell aber weniger (73 Prozent). Allerdings: Nur 22 Prozent von ihnen werden keine zusätzlichen Pflegangebote in Anspruch nehmen.

Die Zahl der Personen mit 24-Stunden-Betreuung wird von 2250 auf ca. 3900 steigen. Die Inanspruchnahme der mobilen Pflege wird bis 2030 um 28,3 Prozent bzw. 14.720 Personen zunehmen. "Zunehmen wird auch die Zahl der an Demenz erkrankten Menschen", so Habacher.

"Ableitend aus diesem Prognosematerial ergibt das für Kärnten folgenden Bedarf: Aufstockung der mobilen Dienste von derzeit knapp 1 Millionen Stunden auf 1,3 Millionen Stunden im Jahr 2030; Aufstockung des betreubaren Wohnens um rund 2000 Wohnungen. Viele dieser Wohnungen sind bereits vorhanden, sie müssten aber noch mit einem Alltagsmanager versehen werden", betonte Habacher. Ausgeweitet werden muss vor allem eine wohnortnahe Tagesbetreuung mit Hol- und Bringdiensten. Dem gegenüber ist im stationären Pflegeheimbedarf - auch trotz Abschaffung des Pflegeregresses - nur ein geringer Ausbau erforderlich", erläuterte Habacher.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Grabner/Brunner
Foto: Büro LHStv.in Prettner


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