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Landtag: Diskussion um das Integrationsleitbild Kärnten

14.12.2017
LH Kaiser: 68.000 Kärntnerinnen und Kärntner dürfen nicht als Menschen zweiter Klasse behandelt werden


Klagenfurt (LPD). "Die Auswirkungen des Integrationsleitbildes auf Kärnten" waren Thema in der Aktuellen Stunde des Kärntner Landtages heute, Donnerstag. Wer zu uns kommt, hat Rechte aber auch Pflichten - darin war man sich fraktionsübergreifend einig.

"Auch ich erwarte mir, dass unsere Gäste unsere Gepflogenheiten und unsere Kultur akzeptieren. Die Diskussion über das Integrationsleitbild des Landes darf aber keine Debatte über Asylwerber werden", mahnte Landeshauptmann Peter Kaiser hinblickend auf die scharfe Kritik an dem vor mehr als einem Jahr veröffentlichen Leitfaden. Es gehe darum, das Miteinander in Kärnten zu regeln. Betroffen davon seien derzeit rund 68.000 Menschen - nicht dazuzählen würden jene, die den Asylstatus noch nicht erreicht haben. Es gelte in diesem Rahmen auch Arbeitsimmigranten aufzunehmen. Ihnen liefere das Integrationsleitbild wichtige Informationen, um sich rasch in Kärnten zurechtzufinden. Fachkräfte aus dem Ausland, die von Leitbetrieben wie beispielsweise Infineon dringend gebraucht werden, müssten bei uns auch entsprechend aufgenommen und integriert werden, so Kaiser. Das von 700 Personen über drei Jahre entwickelte Integrationsleitbild trage zur Verbesserung der Lebensqualität in unserem Land insgesamt bei. Zudem seien die Bemühungen in diese Richtung auch wichtige Standortkriterien.

"68.000 Kärntnerinnen und Kärntner dürfen nicht als Menschen zweiter Klasse behandelt werden. Wir müssen der eigenen Bevölkerung Schutz und jenen, die Hilfe brauchen, auch Hilfe anbieten", betonte der Landeshauptmann.



Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Susanne Stirn