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Görtschitztalfonds: Förderung für drei weitere Projekte

16.12.2017
LH Kaiser, LR Benger, LR Holub: Wir unterstützen das Tal und seine Bevölkerung - "Skigebiet Steinerhütte", "Heubad am Norischen Rundwanderweg" und "Alternativer Lebensraum" erhalten insgesamt 121.614 Euro


Klagenfurt (LPD). In der nächsten Regierungssitzung, kommenden Montag, 18. Dezember, werden von Landeshauptmann Peter Kaiser, LR Christian Benger und LR Rolf Holub dem Regierungskollegium drei Förderakte für das Görtschitztal zur Abstimmung vorgelegt. Wie Kaiser, Benger und Holub heute, Samstag, mitteilten, handelt es sich bei den drei Projekten um das "Skigebiet Steinerhütte" in der Gemeinde Eberstein, das "Heubad am Norischen Rundwanderweg" am Oberwietingberg und die Erweiterung des "Alternativen Lebensraums" der Familie Ratheiser.

Im Görtschitztal wurden vom Zukunftskomitee Görtschitztal in den letzten zwei Jahren auf Basis des "Masterplan Görtschitztal 2015+" bereits konkrete Schlüsselprojekte umgesetzt. Sie wurden aus dem Görtschitztalfonds, er ist mit 1,46 Millionen Euro dotiert, gefördert. "Wir wollen und werden das Tal und seine Bevölkerung weiter nach Kräften unterstützen, ihnen eine Zukunftsperspektive geben und es als Wohnstandort für Junge, Familien und Senioren attraktivieren", so Kaiser. Bis dato wurden die Projekte "Breitband Masterplan Görtschitztal" (12.500 Euro) sowie das Umwelt- und Humanbiomonitoring (45.000 Euro) unterstützt.

Für Tourismuslandesrat Christian Benger ist wichtig, "dass die Projekte in der Region für das Tal entstehen, dass sie dort erarbeitet werden und damit auch von allen getragen werden. Damit ist auch eine Nachhaltigkeit durch die breite Zustimmung gesichert und sind klare Maßnahmen zur Umsetzung beinhaltet. Das ist nachhaltige Selbsthilfe." Ziel der Projekte ist es, den sanften Tourismus in Verbindung mit der wichtigsten Säule des Tales, der Landwirtschaft, sichtbare Zeichen einer Vorwärtsstrategie zu setzen und parallel dazu eine zukunftsorientierte Strategie für den Tourismus in der Region zu entwickeln.

Mit den Initiativen sieht Benger aber gleichzeitig auch eine Stärkung des Selbstvertrauens der Wirtschaftstreibenden und der Bevölkerung. "Wir wissen, dass die Region keine tourismusintensive Destination ist, aber in einigen Bereichen können nachhaltige Akzente gesetzt werden, mit entsprechender Wertschöpfungskomponente für das gesamte Tal", betonte Benger. Der Tourismus sei ein wesentliches Standbein in den Tälern und Regionen und stark vernetzt mit der Landwirtschaft. "Mit diesen Projekten erfolgt eine verstärkte Vernetzung der beiden Bereiche, es profitieren alle und der Mut der Projektträger gibt Mut", so Benger.

Umweltreferent Rolf Holub betonte: "Mit der Förderung der vorliegenden Projekte helfen wir weiter, das Görtschitztal in seiner Entwicklung zu unterstützen und weiterzuentwickeln. Sie stützen sich auf sanften Tourismus und Innovation und sind für die Region wichtige, positive Impulse."

Seitens der Strategischen Landesentwicklung werden nun die oben genannten Förderanträge vorgelegt. Mit dem Projekt "Skigebiet Steinerhütte/Eberstein" will man versuchen, das bestehende Kleinskigebiet, neben notwendigen Ersatzinvestitionen (Schneekanone, Sanierung der Wasseranlage, Bau eines Carports), mit einem innovativen Zusatzangebot zu versehen. "Es sollen Rodeln angekauft werden, die vom Schlepplift bergauf transportiert werden. Dabei soll das steirische Patent ‚Bergaufrodeln‘ erstmals in Kärnten zum Einsatz kommen", so Kaiser. Für die Rodeln soll ein "Einkaufswagensystem" eingeführt werden. Das heißt, diese können mittels Chip abgeholt und wieder zurückgegeben werden. Das Projekt wird aus dem Görtschitztalfonds mit 100.000 Euro unterstützt.

Im Rahmen des Projektes "Heubad am Norischen Rundwanderweg" soll eine Wellnessanlage auf einem Bergbauernhof am Oberwietingberg revitalisiert werden und damit ein Angebot zum Heu- und Heublumenbaden geschaffen werden. "Das Heubad soll Wanderern und Gästen zur Verfügung stehen und das touristische Angebot der Region ergänzen und damit vermehrt Gäste in das Görtschitztal bringen", betonte der Landeshauptmann. Die Anlage stand mehrere Jahre still und soll durch entsprechende investive Maßnahmen wieder in Betrieb genommen werden. Die Förderung aus dem Görtschitztal -Fonds beträgt 6.614 Euro.

Bei dem Projekt "Alternativer Lebensraum" der Familie Ratheiser handelt es sich um ein alternatives Lebens- und Wohnprojekt für Menschen, die nicht überwiegend auf Betreuung und Hilfe angewiesen sind. "Seitens der Familie will man das derzeitige Angebot von drei auf sechs Plätze erweitern. Mit der Erweiterung sind ein Neubau, die Erweiterung des bestehenden Gebäudes verbunden und Sicherungsmaßnahmen im Bereich des Neubaus in Form einer Steinschlichtung vorgesehen", teilte Kaiser mit. Dieses Projekt wird aus dem Görtschitztalfonds mit 15.000 Euro unterstützt.



Rückfragehinweis: Büros LH Kaiser/LR Benger/LR Holub
Redaktion: Schäfermeier/Robitsch/Rauber/Zeitlinger