News

LOKAL

Regierungssitzung 3 - Föhnsturm: Befliegungen legen massiven Schaden in Wäldern offen

18.12.2017
LR Benger berichtet in der Regierung über Schäden durch den Föhnsturm - Viele Einzelwürfe - Derzeit 400.000 Festmeter Schadholz - Erhebungen laufen weiter


Klagenfurt (LPD). Der jüngste Föhnsturm, der mit großer Gewalt über Teile Kärntens hinweg zog, hat in den Bezirken Völkermarkt und Klagenfurt Land nach jüngstem Stand der Erhebungen rund 400.000 Festmeter Schadholz verursacht. Das berichtete heute, Montag auch Forstreferent LR Christian Benger im Pressefoyer nach der Regierungssitzung.

Die Schadenserhebung bringt immer neue Erkenntnisse, die Befliegungen der Gebiete haben mit heutigem Stand diese 400.000 Festmeter Schadholz eruiert. "Das ist ein massiver Schaden und eine Katastrophe für die einzelnen Waldbauern. Aber er Markt kann das aufnehmen", so Benger.

Die Schwerpunkte der Windwürfe liegen in den Gemeinden Sittersdorf, Miklauzhof, Bad Eisenkappel, Ebriach, Zell/Pfarre, St. Margarethen im Ros., Ferlach und im Bezirk Villach das Untere Gailtal, Dobratsch sowie Stockenboi. Flächige Windwürfe gibt es in Sittersdorf und Miklauzhof.

Zirka 70-75 Prozent des Schadholzes entfallen auf die Baumarten Fichte und Tanne, der Rest hauptsächlich auf Weißkiefer bzw. Rotbuche. Der Bruchholzanteil ist eher gering, da viele Bäume aufgrund des nicht gefrorenen Waldbodens mit der Wurzel geworfen worden sind.

Sägefähiges Blochholz ist im Ausmaß von rund 50 Prozent des gesamten Schadholzes zu verzeichnen. In den anderen Gebieten außerhalb dieser Bezirke sind sehr viele Einzelwürfe in zum Teil steilen Schutzwäldern, wo eine Bringung äußerst schwierig bis teilweise unmöglich ist, vorzufinden.

"Wir bieten für die gefährliche Aufräumarbeit die über Landesmittel finanzierte Aktion "Persönliche Schutzausrüstung" wieder an. Weiters haben die betroffenen Waldbesitzer die Möglichkeit, über das Kärntner Nothilfswerk Entschädigungen über die jeweils zuständigen Bezirksforstinspektionen bei den örtlichen Gemeindeämtern geltend zu machen", teilte Benger mit.

Über gesonderte Landesmittel gibt es zudem Fördermöglichkeiten für die Wiederaufforstung und die Instandsetzung von Forststraßen nach dem Abtransport. Derzeit ist man laut Benger mit den Bezirkshauptmannschaften in Kontakt weil einige Straßen mit einer Tonnage-Beschränkung von 28-Tonnen belegt sind. "Nicht nur die Befahrbarkeit für die sonst üblichen 44 Tonnen werden reichen, wir werden sogar 50 Tonnen brauchen, damit der Abtransport rasch erfolgen kann", erklärte Benger.



Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: Robitsch/Zeitlinger