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Regierungssitzung 8 - Kärntner Trinkwasserversorgung soll für kommende Generationen sichergestellt werden

18.12.2017
LR Holub: Ringleitung soll Städte miteinander verbinden - Zusätzliche Wasserressourcen sollen von öffentlicher Hand zur Absicherung der Wasserversorgung erworben werden


Klagenfurt (LPD). 87 Prozent der Kärntner Bevölkerung werden öffentlich, also von den Gemeinden und Verbänden, mit Trinkwasser versorgt. Der restliche Bevölkerungsanteil, der hauptsächlich dezentral gelegen ist, wird von kleinen privaten Genossenschaften versorgt. Umweltlandesrat Rolf Holub hat nun das Ziel ausgerufen, die Wasserversorgung für die kommenden Generationen zu sichern. Dies solle vor allem durch die Errichtung einer "Ringleitung Zentralraum" erfolgen.

"Mit der Ringleitung sollen die Städte Klagenfurt, Villach, St. Veit und Feldkirchen verbunden werden. Eine Ringleitung ermöglicht es, das Wasser in alle Richtungen zu transportieren und Trinkwasser auch von außen einzuleiten. Als Ressourcen kommen dafür die Tiebelquellen und der Förolacher Erbstollen in Frage", informiert Holub heute, Montag, im Anschluss an seinen Bericht in der Regierungssitzung. Zudem gebe es im ganzen Land Bedarfserhebungen, um die Trinkwasserversorgung mehrfach abzusichern. "Nicht zuletzt die Entwicklungen des Klimawandels zeigen uns, dass wir heute für unsere Wasserversorgung von morgen aktiv werden müssen", erklärt Holub.

Um die Absicherung der Trinkwasserversorgung, etwa vor privaten Spekulationen, zu gewährleisten, sollen die Quellen in die bestehende Stiftung "Wasser für Kärnten" eingebracht werden. "Dafür ist es notwendig, dass sich das Land Kärnten parteiübergreifend zu einer krisensicheren Trinkwasserversorgung bekennt. Mit dem heutigen Bericht in der Regierungssitzung ist der erste Schritt dazu getan. Ich stehe voll und ganz hinter dem Ziel, eine krisensichere und nachhaltige Versorgung der Kärntner Bevölkerung mit Trinkwasser sicherzustellen", so Holub, der für dieses Ziel mit Gemeinden, Wasserverbänden und Werken kooperieren will.



Rückfragehinweis: Büro LR Holub
Redaktion: Rauber/Böhm