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Neue Euregio-Projekte fördern Bildung, Logistik, Integration zwischen Österreich und Italien

19.12.2017
LH Kaiser, Präsident Zaia, Präsidentin Serracchiani: Wichtige Beiträge zur Förderung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit - EU ist Motor zur Stärkung der Regionen - Euregio Senza Confini-Motor beginnt zu laufen


Klagenfurt (LPD). Wie EU-Referent Landeshauptmann Peter Kaiser heute, Dienstag, mitteilt, sind im Interreg-Programm Italien-Österreich einige Projekte des EVTZ EUREGIO SENZA CONFINI genehmigt worden, die somit auch direkt das Land Kärnten betreffen. Es handelt sich um die Projekte SMARTLOGI, SCET-NET, Fit4Co, EMOTIONWay sowie EUMINT. Der EVTZ Euregio Senza Confini besteht aus drei Mitgliedern: Land Kärnten, Autonome Region Friaul-Julisch Venetien und Region Veneto. Der Sitz der Euregio ist Triest in Friaul-Julisch Venetien (Regionspräsidentin Debora Serracchiani). Derzeit steht der Regionspräsident der Region Veneto, Luca Zaia, als Präsident der Euregio vor, im Sommer 2018 wird LH Kaiser die Stafette übernehmen.

Eingereicht wurden die Projekte in das Förderprogramm Interreg V-A Italien-Österreich, welches Teil der Förderprogramme im Rahmen des Ziels Europäische territoriale Zusammenarbeit für die Periode 2014-2020 ist. Das Programm fördert die ausgewogene, nachhaltige Entwicklung sowie harmonische Integration im Grenzraum zwischen Italien und Österreich.

Von zentraler Bedeutung sind Investitionen in grenzübergreifende Forschung und Innovation; nachhaltige Umwelt und sicherer Lebensraum für eine positive grenzübergreifende Entwicklung der Wettbewerbsfähigkeit, Lebensqualität, Kultur und Umwelt; gemeinsame Verfahren und Standards; regionaler Mehrwert.

"Die Projekte mit den vielen und unterschiedlichsten Projektpartnern verstärken konkret die Zusammenarbeit zwischen den Regionen und tragen dazu bei, Regionen und Grenzräume aufzuwerten", betont der Landeshauptmann die enorme Bedeutung dieser Programme aufgrund von Prioritätsachsen, die Forschung und Innovation ebenso betreffen wie Entwicklungsstrategien auf lokaler Ebene, Schutz des Natur- und Kulturerbes, grenzüberschreitende Einbeziehung der Zivilgesellschaft und die Verwaltung. Ob Euregio Senza Confini oder Interreg-Projekte, verfolgt würden immer dieselben Zielsetzung, nämlich in den Köpfen der Bürger die Bedeutung der Zusammenarbeit zu verankern und grenzüberschreitend zum Nutzen aller zu arbeiten, so Kaiser.

Beim Projekt SCET NET (Senza Confini Education and Training Network) geht es darum, eine institutionelle Kooperation zu schaffen, um die rechtlichen Rahmenbedingungen für den Bereich Schüler- und Lehrlingsaustausch herzustellen. SCET NET plant auch eine Informations-, Bewusstseinsbildungs- und Förderkampagne für die Zielgruppen Schulen, Schüler/Jugendliche, Unternehmen und Bildungseinrichtungen und den Aufbau einer zweisprachigen Online-Plattform. Partner im Land Kärnten ist unter anderem der Landesschulrat Kärnten.

Das Projekt EMOTIONWay (Eco&soft MObility Through Innovative and Optimized network of cross-border Natural and cultural Ways) ist ein touristisches Projekt. Es soll den Zugang zu Natur- und Kulturstätten für Fahrradtouristen und Wanderer durch sinnvolle Lösungen, auch durch bessere Sichtbarkeit, verbessern. Ziel ist es, ein grenzüberschreitendes Rad- und Wanderwegenetz aufzubauen und die Verbindungen mit Hilfe intermodaler Rad-Bus-/Rad-Zug-Angebote zu verbessern und neue grenzüberschreitende Nahverkehrs-Dienste zu fördern.

Das Projekt SMARTLOGI (Intelligente und nachhaltige grenzüberschreitende Logistik) behandelt den Ausbau der operativen und institutionellen Zusammenarbeit bezüglich nachhaltiger, intermodaler Güterverkehrsmöglichkeiten auf technischer und Verwaltungsebene. SMARTLOGI wird den intermodalen Verkehr wettbewerbsfähiger machen, dadurch die Verkehrsverlagerung auf nachhaltigere Verkehrsformen begünstigen und zum Umweltschutz im gesamten Programmgebiet beitragen. Partner ist das LogistikCenter Austria Süd, der Dryport Fürnitz. Um Themen der Integration kümmert sich das Projekt EUMINT (Euregios, Migration, Integration).

Das Projekt FIT4CO (Fit for Cooperation) zielt auf die Stärkung der Zusammenarbeit der öffentlichen Behörden und Stakeholder ab und soll damit zu einer grenzüberschreitenden zukunftsweisenden Strategie für unseren gemeinsamen Lebensraum führen. Die drei Regionspräsidenten bzw. Landeshauptleute zeigen sich erfreut darüber, dass der Motor der Euregio Senza Confini nun nach der Vorbereitungsphase zu laufen beginnt und die Projekte bald spürbare Effekte in den Regionen bringen werden.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Brunner