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Medizinstudium: Land Kärnten hilft bei der Hürde "Aufnahmetest"

27.12.2017
LHStv.in Prettner macht Kärntner Jugend auf Vorbereitungskurs für Med-Aufnahmetest aufmerksam - Anmeldung startet am 1. Jänner 2018 - Kritik an "kurzsichtiger" Zugangsbeschränkung


Klagenfurt (LPD). Sie sind ein ewiges Thema - und jedes Jahr sorgen sie für neue Aufregung: die Aufnahmehürden zum Medizinstudium. "Es ist bedauerlich, jungen Menschen, die unbedingt Ärzte werden wollen, diesen Berufswunsch zu verwehren, weil sie über den Aufnahmetest stolpern", sagt Gesundheitsreferentin Beate Prettner. "Dazu kommt, dass es seitens der Politik sehr kurzsichtig ist, an diesem Aufnahmeverfahren festzuhalten", warnt sie. "Wir steuern damit im Gesundheitswesen ungebremst auf kritische Engpässe zu. Laut Prettner wäre es "sinnvoll und höchst an der Zeit, die Studienbeschränkung aufzuheben. Das Mindeste aber wäre es, die Zahl der Studienplätze an den MedUnis zu verdoppeln", appelliert die Gesundheitsreferentin. "Wird nicht dementsprechend gehandelt, stehen wir sehr bald und unweigerlich Engpässen gegenüber - und zwar in allen medizinischen Bereichen, nicht nur im Bereich der Allgemeinmedizin."

Solange aber alles beim Alten bleibt, will die Gesundheitsreferentin jungen Kärntnern helfen, über die Hürde "Aufnahmetest" zu kommen. Seit 2013 werden auf ihre Initiative hin seitens des Kärntner Gesundheitsfonds ein Vorbereitungskurs und eine Testsimulation für den Aufnahmetest des Medizinstudiums in Österreich organisiert und durchgeführt. "Seither hat sich die Kärntner Erfolgsquote deutlich verbessert", freut sich Prettner.

Der nächste zweitägige Vorbereitungskurs findet am 23. und 24. Feber, jeweils von 8.30 Uhr bis 17 Uhr an der Pädagogischen Hochschule (Hubertusstraße 1) statt. Die Anmeldefrist startet bereits am 1. Jänner und endet am 1. Feber. Anmeldeformulare sind unter www.medservicestelle.at erhältlich. Die Testsimulation folgt am 10. März. Dafür ist eine separate Anmeldung erforderlich. "Kurs und Testsimulation sind kostenlos, 10 Euro sind für die Unterlagen zu bezahlen", informiert Prettner und appelliert an den "potenziellen Medizinernachwuchs, von dieser Vorbereitungsmöglichkeit unbedingt Gebrauch zu machen."



Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Grabner/Stirn